Wolves in the Throne Room

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Wolves in the Throne Room
Wolves in the Throne Room
Wolves in the Throne Room
Herkunft: Olympia, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: 2004 bis 2012
Genres: Black Metal, Avantgarde-Metal, Post-Metal
Labels: Vendlus Records, Southern Lord, Roadburn Records
Homepage: wittr.com
Line-Up:
Nathan Weaver
Aaron Weaver
Ehemalige Mitglieder:
Rick Dahlen: Gesang, Gitarre (2002-2008)
Will Lindsay: Gesang, Bass, Gitarre (2009-2010)

Wolves in the Throne Room sind eine 2002 gegründete experimentelle Black Metal-Band aus Olympia, Washington, die im Kern aus den Brüdern Nathan und Aaron Weaver besteht. Die Band wird neben anderen Gruppen wie Liturgy und Absu oft zu den bekanntesten und wichtigsten Vertretern der New Wave of American Black Metal gezählt, welche Black-Metal-Musik wieder als musikalisch ernstzunehmendes Genre in den popkulturellen Diskurs gerückt hat.

Bandgeschichte

Die Brüder Nathan und Aaron Weaver spielen seit 2002 als Wolves in the Throne Room zusammen. Ihre Einflüsse sind dabei einerseits spirituell-gesellschaftlicher – eines der Hauptanliegen der Band ist die Wiederherstellung des Bandes zwischen Mensch und Natur – und andererseits musikalischer Natur, wobei Wolves in the Throne Room sich an der Schnittstelle zwischen dem mystisch-apokalytischen Sludge-Metal von Neurosis, dem tiefschwarz-depressiven Black Metal skandinavischer Ausprägung sowie Dark Ambient sehen, wobei auch durchaus Elemente aus dem Folk Eingang in den Bandsound finden. Nachdem die Brüder sich zusammen mit Gitarrist und Sänger Rick Dahlen in der neuen Band zusammengetan hatten, errichteten sie in einer heruntergekommenen Farm ihren musikalischen wie lebensweltlichen Stützpunkt, da sich nicht nur das Aufnahmestudio von Wolves in the Throne Room dort befindet, sondern die Familie Weaver dort auch biologischen Landbau betreibt. Nach einem ersten Demo, das im Jahr 2004 erschien und noch recht eindeutig im klassischen Black Metal-Bereich zu verorten war, folgte Anfang 2006 das Debütalbum "Diadem of 12 Stars" auf dem kleinen Label Vendlus Records, das bereits stärkere Einflüsse aus Dark Ambient aufwies und das Referenzlabel für Doom, Drone und Artverwandtes, Southern Lord, auf die Band aufmerksam werden ließ. Noch im selben Jahr veröffentliche Southern Lord das erste Wolves-Album erneut auf Vinyl, 2007 gefolgt vom nächsten Longplayer "Two Hunters" mit erhöhtem Anteil an Analog-Synthesizer-Parts, die fortan so etwas wie das Trademark der Band werden sollten. Der Zweitling sorgte international für Aufhorchen und etablierte Wolves in the Throne Room als eine der innovativsten Black Metal-Bands ihrer Zeit. Bis 2009 erschienen dann das Livealbum "Live at Roadburn 2008" (mit Aufnahmen vom gleichnamigen niederländischen Stoner-Doom-Sludge-Festival) sowie die EP "Malevolent Grain", die als Appetizer für das dritte Wolves-Album "Black Cascade" diente, das ebenfalls noch 2009 erschien und statt Rick Dahlen nun Will Lindsay als Mit-Musiker verzeichnete. Die Platte, die wieder aus vier über zehnminütigen Stücken bestand, erhielt erneut gute Kritiken und wurde von einer USA- und Europa-Tournee begleitet. Im September 2011 erschien das vierte Studioalbum der Band namens "Celestial Lineage", das begeisterte Kritiken hervorrief und Wolves in the Throne Room unter anderem zum Act der Woche bei Pitchfork Media machte. Als Gäste waren Jessika Kenney und Aaron Turner (Isis) zu hören. Dem Album folgte noch eine Tour, welche zugleich ihre Abschiedstour sein sollte. Die beiden Brüder werden auch weiterhin Musik machen, jedoch sehen sie das Projekt Wolves in the Throne Room mit "Celestial Lineage", welches auch das finale Werk einer konzeptionellen Album-Trilogie, die mit "Two Hunters" begann, darstellt, als abgeschlossen an.[1]

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 2004 Wolves in the Throne Room (Demo-EP, Eigenvertrieb)
  • 2009 Malevolent Grain (EP, Southern Lord)
Sonstige

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
Intro Visions
2011 Celestial Lineage 21 25

Trivia

  • Die Band legt großen Wert darauf, nur analoges Equipment zu verwenden und auf Studiotricks zu verzichten. Zudem spielt die Gruppe oft Konzerte außerhalb herkömmlicher Aufführungsorte, beispielsweise im Wald oder auf freiem Feld.
  • Obwohl sie sich in erster Linie als Liveband verstehen, lehnen Wolves in the Throne Room aggressives Verhalten sowie Moschen oder Headbangen auf ihren Konzerten ab, da sie die Musik ihrer Band eher als meditativ betrachten.
  • Die deutsche Doom-Band Black Shape of Nexus hat ihr Live-Drone-Projekt in Anlehnung an Wolves in the Throne Room Bisons in the Drone Room genannt.

Referenzbands

Weblinks

  • http://www.visions.de/news/15029/Wolves-In-The-Throne-Room-Endzeitstimmung