White Zombie

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White Zombie
White Zombie (hier: Rob Zombie)
White Zombie (hier: Rob Zombie)
Herkunft: New York City, USA
Aktiver Zeitraum: 1985-1998
Genres: Metal, Crossover, Noiserock
Labels: Silent Explosion
Caroline Records
Geffen
Line-Up:
Rob Zombie: Gesang
Sean Yseult: Bass
Jay Yuenger: Gitarre
Joey Tempesta: Schlagzeug

White Zombie wurden 1985 in New York City gegründet und lösten sich 1998 auf. Mit ihrer überkandidelten Melange aus Metal, Noise und jeder Menge Horror- und Comiczitaten waren sie eine der beliebtesten Heavy-Bands der 90er Jahre.

Bandgeschichte

Der Sänger, Songwriter, Comiczeichner und Filmfan Rob Zombie gründete 1985 mit seiner Freundin, der Bassistin Sean Yseult, White Zombie in New York. Musikalisch anfangs noch im Dunstkreis der NY-Noiserockszene um die Bandfreunde Sonic Youth unterwegs, bewegte sich die Band im Laufe der 80er Jahre weiter in Richtung Metal und entwickelte dabei ihren eigenen visuellen und thematischen Stil. Unter diversen Wechseln von Gitarristen und Schlagzeugern erschienen drei EPs in limitierter Auflage auf dem bandeigenen Label Silent Explosion, bis White Zombie einen Vertrag bei Caroline Records erhielten. Das dort 1987 erschienene Album "Soul-Crusher" wurde zwar ebenfalls nur in 2000er Auflage gepresst, enthielt aber schon Samples aus B-Movies, die zum Markenzeichen der Band werden sollten. Auf "Make Them Die Slowly" von 1988 wurde dann auch musikalisch ein Schritt zum klassischen Zombie-Sound gemacht, indem der Metal-Einfluss den Vorzug vor dem Noise-Punk der frühen Tage erhielt. Mit der Ankunft von Gitarrist Jay Yuenger und der Kiss-Cover-EP "God of Thunder" war mit dem groovigen Sound dann endgültig die White Zombie-Blaupause perfekt, und Geffen waren beeindruckt genug, um der Band einen Majorvertrag anzubieten.

1992 war dann das durch Grunge und Crossover aufgerüttelte Rock-Publikum reif für White Zombies schrille Mischung aus Punk, Metal, Groove und Horror, und "La Sexorcisto: Devil Music, Vol. 1" mit seiner erfolgreichen Single Thunder Kiss '65 wurde zum Top-30-Hit. White Zombie gingen mit dem Album über zwei Jahre auf Tour und bauten ihre Fanbasis aus, und obwohl durch einen erneuten Wechsel am Drumkit (Thrash-Ikone John Tempesta löste Phil Buerstatte ab) und das Ende der Liebesbeziehung zwischen Rob Zombie und Sean Yseult neue Turbulenzen auftauchten, konnte ihr 1995 erschienenes viertes Album "Astro Creep: 2000" auf gesteigertes Interesse bauen. In der Tat wurde es zum größten Erfolg der Band und erreichte Platz 6 der Billboard Charts. Mit Super-Charger Heaven und More Human Than Human waren auch wieder zwei Hitsingles dabei, die erneut von MTV und Beavis und Butt-Head gutgeheißen wurden.

Danach bahnte sich langsam aber schon das Ende von White Zombie an, das allerdings noch durch das Remix-Album "Supersexy Swingin' Sounds" verschleiert wurde. Rob Zombie versuchte seine Regisseurkarriere in Schwung zu bringen, was zunächst jedoch nicht gelang. 1998 schließlich verkündete die Band ihre Auflösung, kurz nachdem Rob Zombies erstes Soloalbum "Hellbilly Deluxe" erschienen war.

Die Ex-Mitglieder von White Zombie sind alle mehr oder weniger dem Genre Horror-Crossover-Rock treu geblieben, von Rob Zombies Solowerken über Sean Yseults Gastspiel bei The Cramps bis zu John Tempestas Part bei den Zombie-Soundalikes Scum of the Earth. Die Musik von White Zombie taucht vor allem als Soundtrack zu Videospielen und Zeichentrickfilmen immer wieder auf; im November 2008 erschien zudem eine 4-CD-plus-DVD-Box namens "Let Sleeping Corpses Lie", auf der 64 Studiotracks, zehn Liveperformances sowie sämtliche Videoclips der Bandgeschichte enthalten sind. Eine Reunion der Band wird von Rob Zombie allerdings weiterhin als sehr unwahrscheinlich bezeichnet.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 1985 Gods on Voodoo Moon (EP, Silent Explosion)
  • 1986 Pig Heaven (EP, Silent Explosion)
  • 1987 Psycho-Head Blowout (EP, Silent Explosion)
  • 1989 God of Thunder (EP, Silent Explosion)
  • 1992 Thunder Kiss '65 (Single, Geffen)
  • 1992 Black Sunshine (Single, Geffen)
  • 1995 More Human Than Human (Single, Geffen)
  • 1995 Electric Head (Pt. 2): The Ecstasy (Single, Geffen)
  • 1995 Super-Charger Heaven (Single, Geffen)
Sonstige
  • 1992 Nightcrawlers: The KMFDM Remixes (Remix-EP, Geffen)
  • 2008 LEt Sleeping Corpses Lie (4CD/DVD-Boxset, Geffen)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV NL BE (Vl) F NOR FIN AUS NZ
1993 La Sexorcisto: Devil Music, Vol. 1 26  ?
1995 Astro Creep: 2000 57 25 6 26 40 30 46 16
1996 Supersexy Swingin' Sounds 32 17 54 29
Singles
1994 Thunder Kiss '65 47
1995 Electric Head Part 2 (The Ecstacy) 31
1995 More Human Than Human 37

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex Visions
1995 Astro Creep: 2000 18
Singles
1990 God of Thunder 45

All-Time-Charts

La Sexorcisto
Astro-Creep: 2000

Referenzbands

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Videoclips