Ultravox

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Ultravox
Bandleader Midge Ure (2008)
Bandleader Midge Ure (2008)
Herkunft: London, England
Aktiver Zeitraum: 19741987
19931996
Genres: Elektro-Pop, Synthie-Pop, Post-Punk
Labels: Island Records
Chrysalis Records
Puzzle
Resurgence
Homepage: Ultravox.org.uk
Line-Up:
Midge Ure (Gesang, Gitarre) (ab 1979)
Chris Cross (Chris Allen) (Bass)
Billy Currie (Keyboard, Geige)
Warren Cann (Schlagzeug) (bis 1986)
Ehemalige Mitglieder:
John Foxx (Dennis Leigh) (Gesang, Keyboard) (bis 1979)
Marcus O'Higgins (Gesang) (1993)
Robin Simon (Gitarre) (19781979, 1993)
Steve Shears (Gitarre) (bis 1978)
Mark Brzezicki (Schlagzeug) (ab 1986)

Ultravox werden 1974 in London gegründet und existieren als erfolgreiche Synthie-Pop-Band bis 1987. Ihren Durchbruch haben sie mit der Single Vienna und dem gleichnamigen Album. 1993 gibt es eine kurze Wiederbelebung mit neuem Line-Up.

Bandgeschichte

Ultravox werden 1974 von John Foxx, der eigentlich Dennis Leigh heißt und sich schon in seiner Schulzeit für Synthesizer interessiert, als Tiger Lily gegründet. Sie haben erste Auftritte und ein Jahr später erscheint die Single Ain't Misbehavin, die es auf den Soundtrack eines Filmes schafft. Sie nehmen ihr erstes Album 1976 auf, lassen es von Brian Eno und Steve Lillywhite mitproduzieren und veröffentlichen es 1977 selbstbetitelt unter dem neu gewählten Bandnamen "Ultravox!" bei Island Records. Das Album verkauft sich schlecht und ein Support-Gig für Eddie & The Hot Rods geht in die Hose. Danach beginnen die Arbeiten am zweiten Album "Ha! Ha! Ha!", bei dem die Band mit elektronischen Instrumenten experimentiert und zudem durch den Vertrag bei Island ein gewisses finanzielles Polster hat. Trotzdem hat das Album keinen Erfolg und nach der Veröffentlichung einer Live-EP gibt es Veränderungen. Das Ausrufezeichen im Bandnamen fällt weg und Steve Shears steigt aus und wird durch Robin Simon ersetzt, da Shears Gitarrenspiel nicht mehr zum Konzept der Band passt. Nach Touren in ganz Europa und einer gewissen Enttäuschung über die Zustände in England, beschließt die Band ihr drittes Album "Systems of Romance" 1978 mit Produzent Conrad Plank in Neunkirchen-Seelscheid (bei Köln) aufzunehmen. Als auch dieses Album floppt, setzt Island die Band zum Jahresbeginn 1979 vor die Tür, obwohl die Band glaubt, kurz vor ihrem Durchbruch zu stehen. Ohne finanzielle Hilfe folgt daraufhin die erste US-Tour, die mit einem bandinternen Streit und dem Aussteigen von Leadsänger John Foxx endet. Robin Simon beschließt außerdem lieber in New York zu bleiben und die Band zu verlassen.

Auch wenn es um die Band nun ohne Geld, Label. Sänger oder Gitarristen eher schlecht steht, sind die Restmitglieder gewillt weiterzumachen. Über Rusty Egan lernt man Midge Ure kennen und macht ihn zum neuen Frontmann. Um wieder Geld in die Kasse zu bringen, gehen die Bandmitglieder eine Weile mit anderen Bands oder solo auf Tour, was ihnen teilweise mehr Erfolg einbringt als die eigene Band. Im Sommer 1979 hat Ultravox ein neues Management und beginnt mit Arbeiten an einem neuen Album. Außerdem gibt es eine zweite kurze, aber intensive US-Tour, nach der die Band ein neues Label sucht und bei Chrysalis einen neuen Vertrag bekommt. Mit Conny Plank geht es erneut ins Studio, diesmal nach London, wo das vierte Album "Vienna" entsteht, das im Juli 1980 erscheint. Das wird überraschenderweise ein großer Erfolg und kommt auf Platz 3 der Charts, nachdem die gleichnamige Single 1981 Platz 2 der Charts erreicht und zum bis dahin größten Hit der Band wird, nicht zuletzt aufgrund des (von der Band selbst gedrehten) Videos. Mit hohem Erwartungsdruck geht die Band gleich wieder mit Plank ins Studio und nimmt dort unter eher schwierigen Bedingungen den Nachfolger "Rage In Eden" auf. Das Album verkauft sich aber trotz einiger lauter Kritiken gut und für das nächste Album "Quartet" arbeitet die Gruppe mit George Martin zusammen. Die Platte erscheint 1983 und wird zum größten Erfolg in Amerika und Deutschland für Ultravox, in England reicht es wieder für die Top 10, die Single Reap the Wild Wind wird in den USA sogar ein kleiner Hit. Danach folgt eine groß angelegte Welttournee, die im selben Jahr auch als Livealbum vermarktet wird. Das siebte Album "Lament" führt den Erfolg weiter, Dancing with Tears in My Eyes wird zum Hit und das Best Of "The Collection" wird zum erfolgreichsten Album der Band in den USA.

Danach folgte eine Ruhephase für die Gruppe, in der es einen Auftritt bei Live Aid und ein ebenfalls sehr erfolgreiches Soloalbum von Midge Ure gibt. 1986 gehen die Aufnahmen für ein neues Album wieder los, zuvor wird jedoch Warren Cann aus der Band geworden und durch Mark Brzezicki ersetzt. Bei "U-Vox" arbeitet die Band erneut mit ihrem Stammproduzenten Conrad Plank zusammen, doch das Album erweist sich als kreativer Flop, der von den Kritikern und nachträglich auch von der Band schlecht aufgenommen wird. Erfolgreich ist das Album zwar trotzdem, aber die Band befindet sich in der Auflösung. Nach dem Misserfolg zweier Singles steigen Ure und Chris Cross aus und die Band wird 1987 offiziell aufgelöst. Midge Ure macht als Solokünstler weiter, Currie und Simon gründen Humania, der Erfolg hält sich jedoch in Grenzen. 1993 gibt es eine Reunion von Currie und Simon mit Marcus O'Higgins als neuem Sänger und den Alben "Revelation" (1993) und "Ingenuity" (1994), doch außer einem Erfolg für die Wiederveröffentlichung der Hitsingle Vienna springt nicht viel dabei heraus. 2008 werden "Vienna" und "Rage in Eden" als Remastered Editions wiederveröffentlicht, weitere sollen folgen. Für 2009 ist eine erneute Reunion für einige Konzerte angekündigt.

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

Live
Compilations

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN AUS NZ
1977 Ultravox! 25
1980 Vienna 22 3 180 6 7
1981 Rage In Eden 48 4 144 5 8
1983 Quartet 13 6 61 13 6
1983 Monument: The Soundtrack 9 49
1984 Lament 25 8 115 8 10
1984 The Collection 37 4 45
1986 U-Vox 49 9 29 16
2009 The Very Best Of 35
Singles
1980 Sleepwalk 29
1981 Vienna 14 2 8 7
1981 Slow Motion 33
1981 All Stood Still 69 8
1981 The Thin Wall 14
1981 The Voice 16
1983 Reap The Wild Wind 12 71
1982 Hymn 9 11 6
1983 Visions In Blue 15
1983 We Came To Dance 18
1984 One Small Day 27
1984 Dancing With Tears In My Eyes 7 3 16
1984 Lament 22
1984 Love's Great Adventure 12
1986 Same Old Story 31
1986 All Fall Down 30
1993 I Am Alive 80
1993 Vienna (Re-Issue) 13

Referenzbands

Coverversionen

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Videoclips

Weblinks