ULMe

Aus indiepedia.de
Version vom 19. Mai 2013, 19:52 Uhr von Sark (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
ULMe
Ulme(v.l. Lutz Möllmann, Arne Heesch, Tim Liedtke)
Ulme
(v.l. Lutz Möllmann, Arne Heesch, Tim Liedtke)
Herkunft: Flensburg, Schleswig-Holstein
Aktiver Zeitraum: 19941999, 20052012
Genres: Noiserock
Labels: BluNoise
Nois-O-Lution
Homepage: Profil bei MySpace
Line-Up:
Arne Heesch: Gesang, Gitarre (1994–1999, seit 2005)
Tim Liedtke: Bass (seit 2005)
Lutz Möllmann: Schlagzeug (seit 2008)
Ehemalige Mitglieder:
Gunnar Heesch: Bass (1994–1999)
Jan-Eric Heesch: Schlagzeug (1994–1999, 2005–2007)

ULMe wurden 1994 in Itzehoe gegründet und waren mit Unterbrechung bis 2012 aktiv. Sie waren eine der ersten Bands, die in den 1990er Jahren Noiserock in Deutschland verkörperten und gelten als eine der wichtigsten Formationen auf dem bluNoise-Label.

Bandgeschichte

Die urnorddeutsche Formation ULMe (gegründet in Itzehoe, dann Umzug nach Flensburg und seit einiger Zeit schließlich in Hamburg beheimatet) gehört zur ersten Generation von BluNoise-Bands, die Mitte der 90er Jahre auf besagtem Label von Produzentenguru Guido Lucas damit begannen, extremen Noiserock in Deutschland zu praktizieren. Im Gegensatz zu den anderen Pionieren Harmful und Les Hommes Qui Wear Espandrillos waren die Nordlichter ULMe jedoch nicht nur außerhalb der Koblenz-Szene zu verorten, sondern hatten durch ihre verwandtschaftlichen Bande – Sänger/Gitarrist Arne und Bassist Gunnar Heesch sind Brüder, Schlagzeuger Jan-Eric Heesch deren Cousin – auch noch einen weiteren Sonderstatus inne. Ein erstes Demotape der Band gelangte in die Hände des Espandrillos-Bassisten Guido Lucas, der Bands für sein neues Noise-Labelprojekt BluNoise Records suchte und ULMe unter Vertrag nahm. Die erste LP namens "Re-Fuse Me (6.3a/250v)" erschien im Herbst 1995 und konnte bereits einigen Staub in der Post-Grunge-Szene aufwirbeln, und die legendären Liveshows, bei denen die Heeschs durch extremes Bühnengebahren auffielen, taten ihr Übriges. Der Zweitling "Ordinary Diva" von 1997 wurde dann in den Noise-Zirkeln noch mehr abgefeiert und erhielt sehr positive Kritiken (u.a. "Schönheit der Ausgabe" in Visions); noch im selben Jahr erschien eine Split-10" mit den Labelmates Pendikel. Ende des Jahrzehnts jedoch wurden ULMe mit in den Strudel der sich auflösenden BluNoise-Bands gerissen, wobei die Verwandtschaftsbande zwischen den Heeschs durch diverse persönliche Reibereien schließlich so weit strapaziert worden waren, dass ULMe nach ihrem dritten Album "Green Growing Soul... In the Gala of Love" 1999 ihre Auflösung verkündeten. Arne Heesch spielte danach unter anderem mit Mitgliedern von Selma eine Zeitlang bei den primär in Norddeutschland aktiven Ahab, Jan-Eric Heesch hatte ein Projekt mit dem NDW-Veteranen Andy Giorbino, das es aber ebenfalls nicht zu größeren Aktivitäten oder Veröffentlichungen brachte.

2005 dann rauften sich zumindest Arne und Jan-Eric Heesch wieder zusammen, um mit dem neuen Bassisten Tim Liedtke (vormals bei den Teutonen-Stonern Sissies) die EP "The Glowing" einzuspielen und auch wieder Konzerte zu geben. Die Heesch-Allianz währte allerdings erneut nicht sehr lange, denn praktisch bereits zum Release des vierten Longplayers "Dreams of the Earth", der 2007 bei Nois-O-Lution erschien, war Jan-Eric wieder aus der Band. Arne Heesch und Tim Liedtke machten aber dennoch als ULMe weiter, und Anfang 2008 war dann mit Lutz Möllmann (u.a. Pendikel) auch ein neuer Schlagzeuger gefunden. In dieser Besetzung wurden diverse Konzerte gespielt und im Februar 2009 die 3-Track-EP "The Sea in Me" veröffentlicht, die auch eine zwölfminütige Coverversion des Killdozer-Tracks Space: 1999 enthielt. Die Aufnahmen für das fünfte ULMe-Album namens "Tropic of Taurus" fanden im Mai 2009 statt und wurden von Kurt Ebelhäuser betreut, der bei einem Song des Albums auch selber singt.[1] Das Album erschien schließlich im Oktober 2009 auf Nois-O-Lution, obwohl zuvor über eine Veröffentlichung beim alten Stammlabel BluNoise spekuliert worden war.[2]

Noch im Dezember 2011 präsentierten ULMe auf Konzerten neue Songs, die 2012 aufgenommen werden sollten. Im Februar 2012 verkündete die Band jedoch die erneute Auflösung.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Sonstige
  • 1994 ULMe (6-Track-Demotape, Eigenvertrieb)

Kompilationsbeiträge

  • 1997 Black Bear auf "Haistakaapapaska – The Most Voljume for the Basic Treatment" (Ox-Fanzine-CD-Beilage #27)
  • 2007 Leaves Are Falling auf "All Areas Vol. 83" (Visions-CD-Beilage)

Referenzkasten

  • Mit dem Bandnamen kann sowohl der gleichnamige Laubbaum als auch der Harfe spielende Wikinger aus der Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer" gemeint sein.

Referenzbands

Coverversionen

ULMe covern...

Weblinks

Quellen

  1. Bandblog vom 18. Februar 2009
  2. http://www.visions.de/news/11470/Newsflash