Turbonegro

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Turbonegro
Hank van Helvete und Happy Tom
Hank van Helvete und Happy Tom
Herkunft: Oslo, Norwegen
Aktiver Zeitraum: seit 1988
Genres: Death Punk
Labels: Straightjacket Records, Big Ball Records, Repulsion Records, Dog Job Records, Bitzcore Records, Boomba Records, Sympathy for the Record Industry, Burning Heart Records, Epitaph Records, Man's Ruin Records, Ascension Records
Homepage: turbonegro.com
Line-Up:
Duke of Nothing – Tony Sylvester (Gesang)
Happy Tom – Thomas Seltzer (Bass)
Euroboy – Knut Schreiner (Gitarre)
Pål Pot Pamparius – Pål Bøttger Kjærnes (Keyboard, Gitarre)
Thomas Dahl (Schlagzeug)
Ehemalige Mitglieder:
Rune Rebellion – Rune Grønn (Gitarre) (bis 2008)
Chris Summers – Christer Engen (Schlagzeug) (bis 2008)
Hank van Helvete – Hans Erik Dyvik-Husby (Gesang) (bis 2010)

Turbonegro wurde im Jahr 1988 in Oslo gegründet.

Bandgeschichte

Der Name soll der Legende nach für "a well equipped, armed black male, in a fast car, out for vengeance" stehen. Schon hier wird deutlich, das sich die "Denim Demons" aus Norwegen wenig um guten Geschmack scheren. Trotzdem entscheidet man sich gegen den Alternativnamen "Nazipenis". Zur Weihnachtszeit 1988: in Oslo setzt sich die Band aus Bassist Thomas Seltzer (a.k.a. Happy Tom), Gitarrist Rune Gronn (a.k.a. Rune Rebellion), Pal Pot Pamparius (eigentlich Pal Bottger Kjaernes und ebenfalls Gitarrist), Vegard Heskestad, Pal Erik Carlin und Carlos Churasco zusammen. Ihren ersten Auftritt bestreitet die Band nach nur wenigen Wochen im März 1989 in Kopenhagen. Ihre ersten Singles veröffentlichen sie auf Happy-Toms eigenem "Straightjacket-Label". Nach kurzer Zeit verlässt Carlos die Band, um bei den Anal Babes Gitarre zu spielen. Während der Anfangszeit muss Turbonegro einige weitere Änderungen im Line-Up verkraften.

Im Herbst 1990 touren Turbonegro das erste Mal in den USA, wo Rune allerdings schon nach einigen Stunden so übel zusammengeschlagen wird, dass er in Minneapolis im Krankenhaus bleiben muss. Die Tour findet ohne ihn statt und wird eine Katastrophe. Zurück in Norwegen nimmt sich die Band erstmal eine Auszeit. Im April 1993 verlässt Sänger Harald "Harry Neger" Fossberg aus gesundheitlichen Gründen die Band und Sänger Hank Van Helvete (der im bürgerlichen Leben Hans Erik Husby heißt) tritt aus dem Schatten ins Bühnenlicht . Zu diesem Zeitpunkt nennt sich die Band in Stierkampf um, veröffentlicht unter diesem Namen allerdings nur eine EP, nämlich "Grunge Whore".

Bengt "Bingo" Callmeyer, der wie Happy-Tom Bassist der Band war, trennt sich zusammen mit Pal Pot 1996 nach dem Release von "Ass Cobra" von der Band. Pal reist nach Asien, kommt nach Oslo zurück, eröffnet seine Pizzeria "Pamparius" und steigt letztlich wieder bei Turbonegro ein. Allerdings diesmal als Keyboarder, da ihm ein Typ namens Knut den Platz an der Klampfe streitig gemacht hat. Knut Schreiner alias Euroboy ist ab 1996 vollwertiges Turbonegro Mitglied. Euroboy hat bereits mit seinen Bands Goo Goo Mucks und Kare & The Cavemen sowie einigen anderen Gruppen Erfahrungen sammeln können. Um die endgültige Besetzung festzumachen stößt noch Drummer Christer Engen a.k.a. Chris Summers zur Band. Das Line-Up von Turbonegro steht.

Musikalisch legen Sie Anfangs einen stark geprägten Hardcore Sound vor um diesen im Laufe der Zeit immer weiter zu wandeln. Den absoluten Höhepunkt erreichen Sie mit dem Album "Apocalypse Dudes", welches sogar den Ritterschlag des Ex Dead Kennedys Sänger Jello Biafra als das "beste Rock Album aus Europa aller Zeiten" in Empfang nehmen darf . Sänger Hanks "mentale Probleme" (unter anderem war seine starke Heroinabhängigkeit Grund hierfür) erreichen 1998 immer extremere Formen und so kommt es letzt endlich in einer Mailänder Psychiatrie zur vorläufigen Trennung der Band. Happy Tom formulierte es damals so: "Turbonegro löste sich im Wartezimmer einer psychiatrischen Krankenstation in Mailand auf".

Entgegen aller Vermutungen sinkt das Interesse an der Band durch den Split nicht etwa, sondern die Turbojugend, der weltweite Fanclub von Turbonegro, kann eine stetig wachsende Zahl von neuen Mitgliedern verbuchen. Währenddessen kuriert Hank seine Sucht in seiner Heimat, wo er als Museumsführer und Radiomoderator arbeitet. 2002 ist es endlich so weit und der Wiedervereinigung der Norweger steht nichts mehr im Weg. Festivalgigs in Deutschland, Norwegen, Schweden und Dänemark und eine Tour durch die USA mit den Queens Of The Stone Age unter dem Titel "Res-Erection Tour" stellen den Beginn einer triumphalen Rückkehr dar. Das Album-Cover designt niemand Geringeres als Klaus Voormann, der als "der fünfte Beatle" bekannt wurde und für die Gestaltung des "Revolver"-Covers von 1966 einen Grammy erhielt.

Im Jahr 2004 finden in Hamburg das erste Mal die Welt-Turbojugend-Tage statt, auf dem sich Turbojugenden aller Länder vereinigen . Februar 2005 erscheint die DVD "The Reserection", die das Comeback der sechs Norweger ausführlich dokumentiert. Das lange als "Babylon Forever" angekündigte Album erscheint Anfang Mai 2005 als "Party Animals". Die Band lässt verlauten, dass "Party Animals" der geschmackloseste Titel war, der ihnen eingefallen ist.

Mit dem vorletzten Album "Party Animals" schließt sich der Kreis der von der Band ausgerufenen Trilogie, die mit "Apocalypse Dudes" angefangen hatte und mit "Scandinavian Leather" fortgeführt wurde. Alle drei Alben haben ein schwarzes Cover und ein gesprochenes Intro gemeinsam. Inhaltlich handelt es sich, laut Band-Seite in "Apocalypse Dudes" von Sex und Pizza, in "Scandinavian Leather" von der Natur und vom Überleben,und in "Party Animals" dagegen von Party und Krieg. Im Jahre 2006 werden Turbonegro wieder auf diversen Festivals vertreten sein.

2008 erschien "Retox" auf dem neu gegründeten bandeigenen Label "Scandinavian Leather Records" (SLR). Edel Entertainment erhielt die offiziellen Lizenzen für Retox, ihr früheres Label Bitzcore dagegen veröffentlichte die offizielle Vinyl-Ausgabe.

Nach der Veröffentlichung des neuen Albums und einer kleineren Tour durch die Staaten und Europa, verließ Gründungsmitglied Rune Rebellion die Band, um sich zukünftig um die Bürokratie, sowie das SLR zu kümmern. Kurz darauf ersetzte die Band aus persönlichen Gründen ihren langjährigen Schlagzeuger Chris Summers durch Thomas Dahl. Kurze Zeit später verließ zudem Frontmann Hank van Helvete die Band. Doch auch das bedeutete nicht das Ende der Band. Rune Rebellion kam zurück zur Band und Hank van Helvete wurde ersetzt durch den Duke of Nothing Tony Sylvester, welcher Mitte 2011 seinen Live-Einstand als Turbonegro-Sänger hatte.[1]

Trivia

  • Im Juni 2003 fand ein Sicherheitsbediensteter des Stuttgarter Flughafens im Bandgepäck den 45-cm-Dolch, der sich im Spazierstock des Sängers befindet. Obwohl der Dolch zum Bühnenoutfit der Band gehört, ließ sich ein Freund der Band ersatzweise verhaften (und später gegen Geldstrafe wieder entlassen). Happy Tom kommentierte den Vorfall wie folgt: „In was für einer Welt leben wir, in der Männer mit langem schwarzen Haar und langen schwarzen Bärten keine 45-cm-Dolche mehr in Flugzeuge mitnehmen können?“ Seitdem beschweren sich Turbonegro bei jedem Konzert im süddeutschen Raum lauthals über die Strenge der Polizei in Baden-Württemberg.

Diskographie

Alben

Singles

  • 1995 Denim Demon
  • 1995 Bad Mongo
  • 1998 Get It On
  • 2003 F.T.W.
  • 2003 Sell Your Body
  • 2003 Locked Down
  • 2005 High On The Crime
  • 2005 City Of Satan
  • 2007 Do You Dig Destruction

Sonstiges

  • 1989 Route Zero 8" (Straightjacket Records)
  • 1990 Route Zero 7" (Sympathy For The Record Industry)
  • 1992 Vaya Con Satan 7" (Sympathy For The Record Industry)
  • 1993 Grunge Whore EP (Sympathy For The Record Industry)
  • 1995 Denim Demon / I Fucked Betty Page 7" (Munster Records)
  • 1995 I Got Erection / Jeg Will Bli Som Jesus 7" (Hit Me! Records)
  • 1996 Prince Of The Rodeo / Toodlepip, Fuck 7" (Hit Me! Records)
  • 1997 Suffragette City / Kærlighetens Børn 7" (Bad Afro Records)
  • 1998 Get It On / Don't Say Motherfucker, Motherfucker 7" Picture Disc (Sympathy For The Record Industry)
  • 2003 Get It On / Rock Against Ass (Must Destroy Music)
  • 2007 Boys From Nowhere EP (edel)
  • 2008 Back In Denim 7" (Volcom Entertainment)

Charts

Jahr Titel Charts
D NOR UK US A CH S F FIN NZ
2003 Scandinavian Leather 35
1
- - - - 16 - 30 -
2005 Party Animals 30 - - - - - 3 - 24 -
2007 Retox 45 2 - - - - - - 20 -
Singles
2003 Fuck The World - 13 - - - - - - - -

Kompilationsbeiträge

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Intro Visions Visions
1998 Apocalypse Dudes
-
-
6
2003 Scandinavian Leather
16
-
23
2005 Party Animals
-
13
25
Singles
1998 Get It On
-
-
18

All-Time Charts

Ass Cobra
Apocalypse Dudes

Cover-Versionen

Tribute-Album: Alpha Motherfuckers – A Tribute To Turbonegro

Videoclips

Weblinks

  • http://www.visions.de/news/14737/Turbonegro-Traenen-des-Gluecks