Trap

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Trap Music als Subgenre des Hip Hop mit Einflüssen aus Trance, Dub und Dubstep lässt sich im Süden der USA bis Anfang der 1990er zurückverfolgen. Seit 2012, dem Jahr, in dem zahllose Produzenten aus der Elektronischen Tanzmusik sich mit Trap befassten, wird Trap eher Elektronischer Tanzmusik als dem Hip-Hop und Southern Rap zugeordnet.[1] Diese Variante nennt sich EDM-Trap-Music. Trap ist eine düstere und aggressive Musik. Das durchschnittliche Tempo beläuft sich auf etwa 140 Bpm. Faktisch handelt es sich inzwischen um ein Genre – die englischsprachige Wikipedia erwähnt Drill als Subgenre.[2] Die Menge an Trapmusikern ist Mitte der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts kaum zu übersehen, bei einem Überblick über die Veranstaltungen und auch die monatlichen Charts ist selten ein Band- oder Actname mehrfach vertreten. Bis heute zerfallen die Traditionen des Genres in zwei Strömungen, die hip-hop-beeinflusste und die, von der Elektronischen Tanzmusik beeinflusste. Inzwischen haben Chartsikonen von Lady Gaga über Katy Perry bis Beyoncé Musik mit Trapanteilen vorgestellt.[3]

"In 2012, dubstep's star began to fade. Progressive house rose to dominate dance charts and trap music emerged as the subgenre to watch. In 2013, trap has carved a massive place for itself in the bass music community, with no intention to leave."[4]

Hintergrund

Der Begriff Trap entsteht Anfang der 1990er Jahre in Atlanta und wird von Rappern wie Cool Breeze, Dungeon Family, Outkast, Goodie Mob und der Ghetto Mafia verwendet. Die Lyrics fokussieren auf Themen der Großstadt und sind entsprechend düster eingefärbt. 2003 wird T.I.s Album Trap Muzik veröffentlicht und mit Rubber Band Man und 24s ein großer Erfolg. Seit 2005 bis Ende der ersten Dekade werden DJ Toomp, Fatboi, Drumma Boy, Shawty Redd, D. Rich and Zaytoven als Produzenten bekannt. 2007 tauchen Gucci Mane und Waka Flocka Flame auf der internationalen Bühne auf. 2010 veröffentlicht Flocka sein erstes Album Flockaveli, das von Lex Luger produziert wird. Lex Luger produziert seit 2011 für Majoracts wie Kanye West und Jay-Z. 2012 erscheint Original Don, ein Remix von einem Major-Lazer-Stück von Flosstradamus, die von der deutschsprachigen Wikipedia als stilbildend für EDM-Trap bezeichnet werden, indem Big-Room-, Dubstep- und Electro-House-Einflüsse zu finden sind, zum Beispiel Effektklänge und Drops (bemerkenswerte Wiedereinsätze eines Stücks nach einem Break).[5][6] Original und Remix:

Original 2011 Trapmix 2012

2013 schafft es ein Fanvideo von Baauers Harlem Shake als Internetphänomen (Meme) bis auf Nummer 1 der Billboard Hot 100.[7] Das Tomorrowland-Festival 2013 hat eine eigene Trap-Bühne vorzuweisen. 2014 erreicht Good Boy von der koreanischen Boyband BIGBANG in weniger als 24 Stunden zwei Millionen Aufrufe.[8] Ebenfalls 2014 erscheint Fetty Waps Trap Queen, das es im Mai 2015 bis auf Nummer 2 der Charts bringt.[9]

Musik

Merkmale der Musik sind schleppende Beats, hochgepitchte oder im doppelten Tempo gesetzte, bis hin zum Motivkommentar stark motivische, Hi-Hats und gepitchte Vocals. Im Trap finden sich auch immer wieder sogenannte Klangsignaturen der Produzenten und Musiker ("Sound Signatures" oder Ad-Libs, zum Beispiel typische Gesangsfloskeln von Rappern). Was den Gesamtklangeindruck betrifft, kann sich der Eindruck einstellen, dass Trap die nächste Stufe im Lautheitswettbewerb in Sachen Mikrosystemtechnik nach UK Garage und Dubstep vorstellt (eine Art Organized Noise). 808-Beats konkurrieren mit dem höchstmöglichen Level an Druck in den Bässen (Bass Boost) und Klirren in den Höhen. Gekennzeichnet ist die Musik von der Verwendung besonders der Basics der Roland TR-808, von Subbässen, dünnen Hi-Hats und Snares im doppelten oder dreifachen Tempo, Lead-Synthezisern und sinfonischen Strings in harmonischen Lagen.[10] Im Vordergrund steht die Präsentation memorisierbarer und oft wiederholter Melodielinien und von Fetzen von Gesangsfloskeln. Das lässt sich auch als Rezept lesen: „1/3 Hip Hop mit höher oder tiefer gepitchten Vocals, 1/3 Dubstep, ähnliche Drums, anderer Aufbau, andere Drops, 1/3 Dub – stark repetitiv und basszentriert.“[11] Derart präsentiert sich Trap als schmutzige 808-Beats mit Gangster-Synths und -Raps und Spezialeffekten (zumeist stilisierten Umweltgeräuschen aus dem Gangsta-Milieu). Der Stand des Umbruchjahrs 2012:

Best of Trap music Vol. 1 (2012) [17] bei Youtube
"… the real trap ... trap nowaday is just make my ear bleeding", bei Youtube.
"Trapstyle is the 'marriage' of hiphop and edm. It's an honest shame that the new tracks labeled as ‘trapstyle’ ARE NOT living up to the genre's name, or the way it makes the listener feel."
"nowadays it is a ripoff of big-room-house or is ‘chill’" (Kommentare bei Youtube)

Das Pitchen (Tonhöhenänderung) und anschließende Zerhacken von Vocals wird in der Szene auch Screwing (schrauben) und Chopping (zerhacken) genannt.[12]

Subgenres, Verwandte

Hardcore-Trap, EDM-Trap, Hip-Hop-Trap, Chill-Trap[13], Future-Trap, Big-Room-Trap, Drill[14], Chirp, Seapunk, PsyTrap, TrapStep.

Bands und Acts

Bei der deutschen Wikipedia werden Vertreter des EDM-Trap und die des Hip-Hop-Trap getrennt aufgezählt, für den EDM-Trap Diplo, Aero Chord, Skrillex, Bro Safari und Yellow Claw. Für den Hip-Hop-Trap Gucci Mane, Future, Migos, Young Thug, A$AP Ferg, Lil Wayne, Kaaris, Jeezy und Booba.[15] Die englische Wikipedia listet für den Hip-Hop-Trap UGK, 8Ball & MJG, Three 6 Mafia (Triple Six Mafia), Swisha House, Young Jeezy, Manny Fresh, Cool Breeze, Master P. Darüber hinaus für anschlussfähige Variationen in der zweiten Hälfte der 2000er DJ Toomp, Fatboi, Drumma Boy, Shawty Redd, D. Rich and Zaytoven. Als deren Einfüsse wiederum Lil Jon, Mannie Fresh und DJ Paul. Für die von der Elektronischen Tanzmusik beeinflussten Acts Diplo, TNGHT, Keys N Krates, Bro Safari, Luminox, Flosstradamus, RL Grime, DJ Craze, Carnage, Baauer, ƱZ, Buku, 12th Planet, Hucci, DJ Snake und Yellow Claw.[16] Genannt werden können auch DJ Screw, Outkast, Lil Keke.

Seit 2010

Lex Luger, 808 Mafia, Southside, Sonny Digital, Young Chop, Lil Lody, Drumma Drama, TNGHT, DJ Spinz, Metro Boomin, Young Jeezy, Chief Keef, DJ Sliink, Heroes x Villians, LOUDPVCK, Gladiator, Luminox, Haiyti und weitere.

Schlagwortwolke bei Run The Trap

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Einzelnachweise

  1. Einträge 2009-2015 [1] im Urban Dictionary, eingesehen am 25. April 2016
  2. Drill als Subgenre der Hip-Hop-Linie: Artikel Trap music [2] bei der en.wiki
  3. Wird den Prinzipien der Stilbildung und den historischen Verläufen hinsichtlich der Bedeutung von Genres der Populären Musik in aktuellen Szenen Rechnung getragen, sollte der Trap nach den Chartshits 2013/2014 als Genre schon wieder Geschichte sein.
  4. Top Ten der Trap-Music (monatlich) [3] im April 2016 bei intotheam.com: Flosstradamus, RL Grime, ƱZ, Luminox, Baauer, Brillz, Carnage, Heroes X Villains, Gladiator, Mayhem X Antiserum.
  5. Artikel Trap (Musikstil) [4] bei der de.wiki
  6. Artikel Drop (music) [5] bei der en.wiki
  7. Baauer – Harlem Shake (2013) [6] bei Youtube
  8. Gd X Taeyang (BIGBANG) – Good Boy (2014) [7] bei Youtube
  9. Chart History 2015 [8] beim Billboard-Mag
  10. Artikel Trap music [9] bei der en.wiki
  11. Startseite [10] bei runthetrap.com
  12. Kat Bein – It's a Trap! An 11-Part History of Trap Music, From DJ Screw to Gucci Mane to Flosstradamus (2012) [11] bei miaminewtimes.com. Hier ist auch die Rede von den "Chopped-and-Screwed-Genres".
  13. Best of Chill Trap music Vol. 1 (2012) [12] bei Youtube
  14. Artikel Trap music [13] bei der en.wiki
  15. Artikel Trap (Musikstil) [14] bei der de.wiki
  16. Artikel Trap music [15] bei der en.wiki, eingesehen am 26. April 2016
  17. Startseite [16] im April bei runthetrap.com

Weblinks

  • Trap Nation [18] bei Youtube
  • Certified Trap Episode 1 (2012) [19] Doku bei Youtube
  • Kat Bein – It's a Trap! An 11-Part History of Trap Music, From DJ Screw to Gucci Mane to Flosstradamus (2012) [20] bei miaminewtimes.com

Links im Mai 2017.