The Stone Roses

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The Stone Roses
Herkunft: Manchester, UK
Aktiver Zeitraum: 1984 - 1996
Genres: Indie-Pop, Jingle-Jangle-Pop, Madchester Rave
Labels: Silvertone, Geffen
Homepage: thestoneroses.co.uk
Line-Up:
Ian Brown (Gesang)
Aziz Ibrahim (Gitarre)
Mani (E-Bass)
Robert Maddox (Schlagzeug)
Ehemalige Mitglieder:
John Squire (Gitarre)
Reni (Schlagzeug)

The Stone Roses waren eine von 1984 bis 1996 aktive britische Band aus Manchester.

Bandgeschichte

Die Stone Roses sind die wichtigste Band des Vereinigten Königreichs nach The Smiths. Einerseits speisen sich ihre Songs aus dem Erbe des Punk und Post-Punk, andererseits ist der Jingle-Jangle-Pop der Byrds, die Riffs von Led Zeppelin, die Acid-House-Ära, Ravehochzeit und die Geburt des DJs als Star in Manchesters Hacienda genauso in den Stone Roses verankert. Gerade das Überschreiten der bisherigen Grenzen zwischen Rock- und Dance-Kultur war eine der zentralen Erungenschaften, die auf dem Werk der Stone Roses gründete. Gemeinsam mit den Happy Mondays waren sie die Speerspitze von Madchester, jenem kurzen kreativen Funkeln in der Stadt der Smiths und Joy Division, das wie später nur noch Brit-Pop innerhalb kürzester Zeit eine Unmenge Bands produzierte, die ebenfalls auf die eine oder andere Art versuchten, ihre Gitarren mit Groove zu verheiraten.

Auch wenn die Stone Roses mit Fools Gold die inoffizielle Hymne der Bewegung schrieben, greift eine Konzentration auf Madchester zu kurz. Das Debütalbum – zurecht vielfach und insbesondere auf der Insel – als eines der besten Alben aller Zeiten gelobt, hat hingegen bis auf Opener I Wanna Be Adored und die letzten Minuten des Schlußsongs I Am The Resurrection kaum Elemente des typischen Rave-Sounds, sondern lebt fast ausschließlich von einem harmoniereichen Jingle-Jangle-Pop in der Tradition der Byrds.

Die Mischung aus den Madchester-Singles One Love und Fools Gold mit dem Indie-Pop des Debutalbums macht The Stone Roses für einen kurzen Zeitpunkt zur wichtigsten Band der Welt, auch wenn die Welt wie so oft dann doch nur aus England besteht. Die kulturelle Signifikanz auf der Insel ist hingegen nicht zu unterschätzen. Das legendäre Spike Island Konzert (siehe The Stone Roses spielen Spike Island), der Top Of The Pops Auftritt mit Fools Gold, das ewige Warten auf Album Nummer 2, der nicht zu übersehende Einfluß auf Brit-Pop und das Desaster, das die Stone Roses nach ihrem Wiederauftauchen im Zuge von Album zwei waren, sind Höhepunkte und Narben im kulturellen Gedächtnis der Insel.

Album Nummer 2 – Second Coming – erscheint nach fünfjähriger Pause wegen Streitigkeiten mit dem Ursprungslabel Silvertone (und dem Wechsel zu Geffen), Drogenproblemen (Brown kifft, Squire kokst – die beiden Sandkastenfreunde leben nicht mehr in einer Welt) und kreativen Differenzen (Squire entwickelte eine unheilvolle Led Zeppelin Fixierung, die die Leichtigkeit des Debutalbums erdrückt) letztendlich doch. Auf der Insel erwartet wie die Wiederauferstehung von Christus konnte es nur an den Erwartungen scheitern. Daraufhin zerfallen die Stone Roses in aller Öffentlichkeit. Zunächst steigt Drummer Reni aus, dann trennt sich das Songwriterduo Squire/Brown durch den Squire-Ausstieg per Telefon, bis letztendlich Ian Brown auf der Bühne des Reading Festivals steht, um sich herum Sessionmusiker wie Robbie Maddix (an den Drums) und Aziz Ibrahim (als Ersatz für den besten Gitarristen seiner Generation, John Squire) versammelt, und eine Gesangsperformance hinlegt, die England das Herz bricht. Die bedeutendste Band des Königreichs scheitert in aller Öffentlichkeit am Ego und an sich selbst, während parallel dazu Brit-Pop auf den von ihnen bereiteten Wegen die Weltherrschafft antritt. Doch für einen kurzen Moment zwischen 1989 und 1990 gehörte den Stone Roses die Welt.

Beinahe jährlich kommen neue Spekulationen um eine Stone Roses Reunion auf, doch die Bandmitglieder verneinen immer wieder harsch alle Gerüchte. Doch nachdem sich alle Gründungsmitglieder bei der Beerdigung von Manis Mutter wiedertreffen, begraben sie auch alle Streitigkeiten und bestätigen am 17. Oktober 2011 tatsächlich, 2012 wieder zusammen auf der Bühne zu stehen und kündigen sogar neue Songs an. Als am 21. Oktober die Karten für den Reunion-Auftritt im Heaton Park in Manchester in den Verkauf gehen, setzen die Stone Roses in 14 Minuten 150.000 Karten ab - und selbst das schnell nachgeschobene Zusatzkonzert verkauft innerhalb einer Stunde aus, so dass die Stone Roses innerhalb von 68 Minuten 220.000 Tickets verkaufen und damit "the fastest selling gig in UK history" werden. Verspätet, so scheint es, werden die Stone Roses also doch noch die größte Band der Welt (in England)...


Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • 1987 Sally Cinnamon
  • 1988 Elephant Stone / The Hardest Thing In The World
  • 1989 She Bangs The Drums
  • 1989 Fools Gold / What The World Is Waiting For
  • 1990 Made Of Stone
  • 1990 One Love
  • 1991 I Wanna Be Adored
  • 1991 Waterfall
  • 1992 I Am The Resurrection
  • 1994 Love Spreads
  • 1995 Ten Storey Love Song
  • 1995 Begging You
  • 1995 Fools Gold '95
  • 1999 Fools Gold

Compilations

DVD

  • 2004 The Stone Roses (Debutalbum)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1989 The Stone Roses - 19 86 - - 30 - 12 - -
1992 Turns Into Stone - 32 - - - - - - - -
1994 Second Coming 57 4 47 35 35 26 - - - -
1995 The Complete Stone Roses - 4 - - - - - - - -
1999 Stone Roses: 10th Anniversary Edition - 26 - - - - - - - -
2002 The Very Best of The Stone Roses - 19 - - - - - - - -
2004 The Stone Roses - 4 - - - - - - - -
Singles
1989 She Bangs The Drums - 34 - - - - - - - -
1989 Fools Gold - 8 - - - - - - - -
1990 Elephant Stone - 8 - - - - - - - -
1990 Made Of Stone - 20 - - - - - - - -
1990 One Love - 4 - - - - - - - -
1991 I Wanna Be Adored - 20 - - - - - - - -
1992 Waterfall - 27 - - - - - - - -
1992 I Am The Resurrection - 33 - - - - - - - -
1994 Love Spreads - 2 - - - 13 - - - -
1995 Ten-Storey Love Song - 11 - - - - - - - -
1995 Fools Gold 95 - 25 - - - - - - - -
1995 Begging You - 15 - - - - - - - -
1999 Fools Gold 99 - 25 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Spex
1989 The Stone Roses
2
42
11
1994 Second Coming
38
-
-
Singles
1989 She Bangs The Drums
1
-
-
1989 Fools Gold
2
33
-
1989 Made Of Stone
4
-
-
1990 One Love
44
-
-
1994 Love Spreads
17
-
-
1995 Ten Storey Love Song
21
-
-

All-Time-Charts

The Stone Roses
Fools Gold

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • I Wanna Be Adored: I don't have to sell my soul / he's already in me ist eine Referenz an die berühmte Legende über den Bluesmusiker Robert Johnson, der an einer Wegkreuzung seine Seele dem Teufel verkaufte und dafür sein Talent und seine Songs bekam. Ian Brown singt nun in I Wanna Be Adored, dass er seine Seele nicht mehr an den Teufel verkaufen müsse, da er schon von ihm besessen sei.

Trivia

  • Die Zitronenscheiben auf dem Cover und die Tricolore sind Referenzen an die 68er-Studentenrevolte in Paris (Zitronensaft soll angeblich die Wirkung des CS-Gases neutralisieren).
  • Das Lied "Don't Stop" auf dem Album Stone Roses (Album) ist zwar vorwärts aufgenommen worden, hört sich jedoch rückwärts abgespielt an wie der Song "Waterfall" auf selbigem Album. Sogar der Text stimmt größtenteils überein.

Referenzbands

Coverversionen

The Stone Roses werden gecovert von...

Videoclips

Weblinks

Homepage