The Offspring

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
The Offspring
The Offspring in der Londoner Brixton Academy 2009
The Offspring in der Londoner Brixton Academy 2009
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1984
Genres: Punkrock, Punk-Revival, Alternative Rock
Labels: Nemesis, Epitaph, Nitro, Columbia
Homepage: Offspring.com
Line-Up:
Dexter Holland: Gesang (seit 1985)
Kevin "Noodles" Wasserman: Gitarre
Greg K.: Bass
Pete Parada: Schlagzeug (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder:
Doug Thompson: Gesang (1984–1985)
Jim Benton: Schlagzeug (1984–1985)
James Lilja: Schlagzeug (1985–1986)
Ron Welty: Schlagzeug (1986–2003)
Atom Willard: Schlagzeug (2003–2005)

Die 1984 gegründeten Cali-Punks The Offspring sind neben Green Day wohl die Hauptverantwortlichen für das Punk-Revival der mittleren 1990er Jahre. Mit ihrem Album "Smash" von 1994 wurde das Quartett aus Los Angeles zu einer der kommerziell erfolgreichsten Punkbands und hat mit weiteren Erfolgsalben wie "Ixnay on the Hombre" und "Americana" bis heute über 34 Millionen Tonträger verkauft.

Bandgeschichte

Die Bandgeschichte von The Offspring beginnt mit der Tatsache, dass die High-School-Punkfans Bryan "Dexter" Holland und Gregory David "Greg K." Kriesel zu jung waren, um in ein Social Distortion-Konzert hineingelassen zu werden, worauf die beiden Buben beschlossen, einfach selbst eine Punkband namens "Manic Subsidal" zu gründen. Mit Kevin "Noodles" Wasserman – seinerzeit der Hausmeister an ihrer Schule – kam bald ein fähiger Gitarrist dazu, während die sonstige Rollenverteilung einige Zeit in Anspruch nahm. 1986 stand dann mit Holland als Sänger, Noodles als Gitarrist, K. als Bassmann und Ron Welty am Schlagzeug das klassische Lineup der Band, die fortan als The Offspring die kalifornische Punkszene unsicher machen sollte. Nach einer selbst veröffentlichten 7" kam dann 1989 auf dem kleinen Label Nemesis die erste, selbstbetitelte LP der Truppe heraus, doch die in gerade mal 1000er-Auflage gepresste Platte brauchte über zwei Jahre, bis die Erstauflage verkauft war.

Einen entscheidenden Schub erhielt die Karriere von The Offspring 1991, als sie die Single "Baghdad" veröffentlichten, wodurch der aufstrebende Punk-Mogul Brett Gurewitz von Bad Religion auf die Band aufmerksam wurde und sie schließlich für sein Label Epitaph signte. Dort erschien 1992 das Album "Ignition", das sich bereits deutlich besser verkaufte als der Vorgänger und der Band Tourslots mit den Voodoo Glow Skulls und No Doubt einbrachte. Dies alles war jedoch kein Vergleich zu dem, was mit dem 1994er Album "Smash" noch alles passieren sollte: Im selben Jahr wie auch Green Days ähnlich maßlos erfolgreiches "Dookie" veröffentlicht und befeuert durch den Erfolg der eingängigen Singles Come Out and Play, Gotta Get Away und vor allem Self Esteem katapultierte es The Offspring in Nullkommanichts auf Platz 4 der Billboard Charts und an die Spitze des so genannten "Punk-Revivals". "Smash" wurde zu dem erfolgreichsten Album, das je auf einem Indie-Label veröffentlicht wurde, und hat sich bis heute mehr als 16 Millionen Mal verkauft. Außerdem ermöglichste es Dexter Holland und Greg K., sich den Traum eines eigenen Plattenlabels zu verwirklichen, und 1995 gründeten die beiden Musiker Nitro Records, auf dem bislang unter anderem The Vandals, Guttermouth und Jughead's Revenge Platten veröffentlicht haben.

Damit war allerdings auch die Messlatte für den Nachfolger sehr hoch gelegt, zumal sich die Band durchaus bewusst war, dass der Hype beim nächsten Album durchaus schon wieder verpufft sein mochte. (Ähnliches hatten die seinerzeit ebenfalls hoch gehandelten Rancid mit ihrem 1995er Album "...And Out Come the Wolves" erleben müssen, das hinter den Green Day/Offspring-Verkaufszahlen deutlich zurückblieb.) Ihre Antwort war das 1997 auf dem Majorlabel Columbia veröffentlichte "Ixnay on the Hombre", auf dem sich The Offspring verstärkt dem Alternative Rock öffneten (und sich Dexter Holland symbolisch auch gleich die Rastazöpfe abschnitt). Zwar verkaufte die Platte weltweit immer noch mehr als fünf Millionen Einheiten, doch schien es ausgemacht, dass sich die Band wieder an kleinere Maßstäbe würde gewöhnen müssen.

Umso überraschender kam dann der Erfolg des fünften Albums "Americana", das 1998 mit dem Single-Zugpferd Pretty Fly (For a White Guy) auf einmal wieder über alle Maßen abräumen konnte. Nicht unerheblich mag auch der Videoclip zur genannten Single beigetragen haben, in dem diverse HipHop- und Gangsta-Klischees veräppelt wurden. Unterstützt durch weitere Singles wie Why Don't You Get a Job konnte "Americana" fast so viele Einheiten verkaufen wie der "Smash"-Überflieger und etablierte The Offspring endgültig als eine der kommerziell erfolgreichsten Punkbands aller Zeiten.

In den folgenden Jahren übernahmen allerdings allmählich jüngere Bands die Anführerschaft im Punk-Zirkus, obwohl sich The Offspring mit ihrem folgenden Album "Conspiracy of One" aus dem Jahr 2000 noch einmal prominent in die seinerzeit tobende Napster-Debatte einschalteten. Ihre Haltung mit der Behauptung begründend, dass durch Filesharing kein finanzieller Schaden an Bands entstehe, wollte die Band das Album sogar vor Veröffentlichung der CD gratis auf ihrer Homepage veröffentlichen, bis ihr Label Columbia erbost mit Klage drohte. Danach stieg übrigens auch Drummer Ron Welty aus und wurde erst durch Atom Willard, dann durch Pete Parada ersetzt; die Verkaufszahlen sind seitdem jedoch kontinuierlich nach unten gegangen. Das bislang jüngste Offspring-Album "Rise and Fall, Rage and Grace" von 2008 war allerdings in dieser Hinsicht repräsentativ für die allgemeine Entwicklung des Tonträgermarktes: Zwar verkaufte es insgesamt noch weniger Einheiten als der Vorgänger "Splinter" von 2003, stieg jedoch auf Platz 10 der Billboard Charts ein, weil insgesamt weniger CDs gekauft wurden.

Diskographie

Alben
  • 1989 The Offspring (LP, Nemesis / CD-Re-Release 1995 auf Nitro/Epitaph)
  • 1992 Ignite (LP/CD, Epitaph)
  • 1994 Smash (LP/CD, Epitaph)
  • 1997 Ixnay on the Hombre (LP/CD, Columbia)
  • 2000 Conspiracy of One (LP/CD, Columbia)
  • 2003 Splinter (LP/CD, Columbia)
  • 2008 Rise and Fall, Rage and Grace (LP/CD, Columbia)
Singles/EPs
  • 1994 Come Out and Play
  • 1995 Gotta Get Away
  • 1997 All I Want
  • 1997 Gone Away
  • 1998 Kids Aren't Alright
  • 1998 Pretty Fly (For a White Guy)
  • 1999 I Choose
  • 1999 Why Don't You Get a Job?
  • 1999 Kids Aren't Alright
  • 1999 She's Got Issues
  • 2000 Original Prankster
  • 2001 Want You Bad
  • 2002 Million Miles Away
  • 2002 Defy You
  • 2003 Hit Hard
  • 2004 Can't Get My Head Around You
  • 2005 Can't Repeat
  • 2008 You're Gonna Go Far, Kid
Kompilationen
  • 1999 Singles Box Set (Epitaph Records)
  • 2005 Greatest Hits (Sony)
DVDs
  • 1998 Americana: Documentary
  • 2000 Huck It
  • 2005 Complete Music Video Collection
Interview-CDs
  • 1998 If You Can't Join 'Em, Beat 'Em
  • 2000 In Conversation
  • 2001 Maximum Offspring

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV NL F B (Vl) B (Wa) NOR FIN AUS NZ IT ES PT
1994 Smash 4 21 4 2 3 3 5 108 2 2 9 2 1 6  ?  ?  ?
1997 Ixnay on the Hombre 15 17 9 3 10 4 8 3 19 8 9 2 2 2  ?  ?  ?
1998 Americana 5 10 2 1 5 1 6 2 4 17 2 2 1 1  ?  ?  ?
2000 Conspiracy of One 8 12 9 5 4 8 32 3 35 18 11 4 4 11 12  ?  ?
2003 Splinter 31 27 30 10 13 56 98 19 70 71 33 12 27  ?  ?
2005 Greatest Hits 23 14 8 6 5 24 38 17 11 1 2 1 24 24
2006 Rise and Fall, Rage and Grace 13 39 10 7 5 52 73 6 36 32 12 3 9 43 24
Singles
1994 Come Out and Play 23 32 14 8  ?  ?  ?
1995 Self Esteem 37 4 1 4 20 8 8 1 6 39  ?  ?  ?
1995 Gotta Get Away 43 36 26 33 28 21 18  ?  ?  ?
1997 All I Want 31 25 36 51 6 6 15 27  ?  ?  ?
1997 Gone Away 42 93 16 35  ?  ?  ?
1999 Pretty Fly (For a White Guy) 2 1 53 2 4 1 1 10 1 3 1 1 1  ?  ?  ?
1999 Why Don't You Get a Job? 16 2 74 16 24 2 6 29 17 25 6 2 4  ?  ?  ?
1999 The Kids Aren't Alright 45 11 16 29 32 43 39  ?  ?  ?
1999 She's Got Issues 41 60 59 89  ?  ?  ?
2000 Original Prankster 46 6 70 20 5 44 34 6 40 7 12 5 34 11  ?  ?
2001 Want You Bad 15 67 45 50 35  ?  ?
2001 Million Miles Away 21 97  ?  ?
2002 Defy You 62 77 54 52 17  ?  ?
2003 Hit That 31 11 64 21 57 60 32 16 13 13 24 19  ?  ?
2004 (Can't Get My) Head Around You 48  ?  ?
2008 You're Gonna Go Far, Kid 67 63 28  ?

Jahrescharts

Jahr Titel Leser Charts
Rolling Stone Visions
1994 Smash 5
1999 Americana 27 25
Singles
1999 Pretty Fly (For A White Guy) 7

All-Time-Charts

Smash

Referenzkasten

Referenzbands

Coverversionen

The Offspring covern...

Videoclips

Weblinks