The Jesus and Mary Chain

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The Jesus and Mary Chain
Herkunft: East Kilbride, Schottland
Aktiver Zeitraum: 1983 bis 1999, seit 2007
Genres: Indie Pop, Noise Pop
Labels: Blanco y Negro, Sub Pop
Line-Up:
Jim Reid (Gesang, Gitarre)
William Reid (Gesang, Lead-Gitarre)
Ehemalige Mitglieder:
Douglas Hart (E-Bass, 1984–1990)
Ben Lurie (E-Bass, Rhythmus-Gitarre, 1989–1998)
Murray Dalglish (Schlagzeug, 1984)
Bobby Gillespie (Schlagzeug, 1984–1986)
John Moore (Schlagzeug, Rhythmus-Gitarre, 1986–1988)
Richard Thomas (Schlagzeug, 1988–1990)
Steve Monti (Schlagzeug, 1990–1995)
Nick Sanderson (Schlagzeug, 1993–1998)

Die schottische Band wurde 1983 von den Brüdern Jim und William Reid gegründet und durch Douglas Hart und Murray Dalglish ergänzt, wobei letzterer schon bald von Bobby Gillespie abgelöst wurde.

Bandgeschichte

Die erste Single "Upside Down" erschien im Oktober 1984 auf Alan McGees Creation Records. Neben guten Kritiken in der englischen Musikpresse waren es vor allem die legendären Auftritte, die ihnen zunächst große Aufmerksamkeit einbrachten: oft zehnminütige Gigs mit dem Rücken zum Publikum mit Dauer-Rückkopplungen, Zerstörungsaktionen und einem tobenden Publikum. Zu einem Indie-Mythos wurde der Auftritt an der North London Polytechnic am 15. März 1985, bekannt als The Jesus and Mary Chain Riot.

1985 unterzeichnete die Band bei Blanco y Negro, nach zwei Singles erschien die erste LP, der Meilenstein "Psychocandy". Die Verschmelzung von Einflüssen der Velvet Underground, von Phil Spector und den Beach Boys mit Feedbacks wurde zum Markenzeichen von The Jesus and Mary Chain. Die anschließend aufgenommenen Single "Some Candy Talking" wurde fälschlicherweise als drogenverherrlichender Song interpretiert und deshalb für den Radioeinsatz gesperrt. Nach den Aufnahmen verließ Gillespie die Band, um sich um sein Projekt Primal Scream zu kümmern. Ersetzt wurde er von John Moore, der jedoch bereits während den Aufnahmen für das zweite Album "Darklands" im September 1987 von Bord ging. Das Album ist melodischer als der Vorgänger, das Schlagzeug von einer Drummaschine eingespielt. Auch hier zeigte sich die Presse begeistert. Bei der anschließenden Tournee 87–88 erwies sich das Fehlen eines Drummers als nicht sehr glücklich, weshalb Richard Thomas als Schlagzeuger zur Band stieß, der 1990 dann von Steve Monti beerbt wurde.

Es folgten die Alben "Barbed Wired Kisses" (1988) und "Automatic" (1989). Die Aggressivität früherer Tage hatte sich bei den Reids inzwischen gelegt. Mit der Single "Reverence" 1992 widerfuhr der Band ein erneutes Radioverbot, vor allem wegen des provokanten Textes ("I wanna die just like JFK, I wanna die in the USA"). Im selben Jahr erfolgte auch die Veröffentlichung des Albums "Honey's Dead", das neben dem altbekannten Noise-sound auch Einflüsse des Manchester-Raves aufgriff. Es folgten die Alben "Sound Of Speed" (1993), "Stoned & Dethroned" (1994), "Hate Rock 'n' Roll" (1995).

Nach über zehn Jahren bei Blanco y Negro wechselten The Jesus & Mary Chain zu Sub Pop, wo sie 1998 die LP "Munki" herausbrachten, das letzte Album. Im Oktober 1999 hat die Band sich während ihrer US-Tour aufglöst. Grund war ein Streit zwischen William und Jim während eines Konzertes in Los Angeles, bei dem die beiden auch handgreiflich wurden. William verließ dann während des laufenden Konzertes die Bühne. Die US-Tour wurde jedoch noch ohne William zu Ende gebracht. Nach der Trennung verfolgten die Brüder eigene Projekte.

Im Januar 2007 wurde überraschend verkündet, dass die Band im April auf dem Coachella Festival in Kalifornien in alter Besetzung auftreten wird. Jim Reid erklärte, dass die Zeit seit der Auflösung nötig war, damit die Band wieder neu anfangen konnte. Seit der offiziellen Wiedervereinigung ist allerdings nicht allzuviel passiert.

Referenzbands

  • The Jesus and Mary Chain gehören zu den einflussreichsten Indie-Bands. Ihr Debut "Psychocandy" stellt neben den Cocteau Twins den größten Einfluss auf die Shoegazing-Szene Ende der 1980er/ Anfang der Neunziger Jahre dar. Die Musik der Band beweist, dass Feedbackorgien und "Wall of Sounds" mit Popmelodien in Einklang zu bringen sind.

Coverversionen (Auswahl)

The Jesus and Mary Chain coverten:

The Jesus and Mary Chain wurden gecovert von:

Diskografie

Diskografie [1] bei Discogs

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex NME Spex
1985 Psycho Candy
5
2
2
1987 Darklands
5
15
3
1988 Barbed Wire Kisses
-
45
-
1989 Automatic
-
15
7
Singles
1985 Just Like Honey
1
2
6
1985 You Trip Me Up
14
6
8
1985 Never Understand
7
1
19
1986 Some Candy Talking
1
26
3
1987 April Skies
6
24
3
1987 Happy When It Rains
-
-
12
1988 Sidewalkin'
-
9
-
1989 Blues From A Gun
-
-
5
1992 Reverence
-
21
14
1994 Sometimes Always
-
-
14

All-Time-Charts

Psycho Candy

Weblinks

  • Inoffzielle Fanpage [2] bei aprilskies.amniisia.com
  • Artikel The Jesus and Mary Chain [3] bei der en.wiki