The Darkness

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The Darkness
The Darkness beim Download Festival 2011
The Darkness beim Download Festival 2011
Herkunft: Lowestoft, England
Aktiver Zeitraum: 20002006, seit 2011
Genres: Hardrock, Glamrock, Hair Metal
Labels: Must Destroy Records, Atlantic, Rhino Records, Wind-Up
Homepage: TheActualDarkness.com
Line-Up:
Justin Hawkins: Gesang, Gitarre (2000-2006, seit 2011)
Dan Hawkins: Gitarre (2000-2006, seit 2011)
Frankie Poullain: Bass (2000-2005, seit 2011)
Ed Graham: Schlagzeug (2000-2006, seit 2011)
Ehemalige Mitglieder:
Richie Edwards: Bass (2005-2006)

The Darkness sind eine britische Neo-Glamrock-Band, die mit ihrem Debütalbum "Permission to Land" von 2003 große Erfolge feiern konnte, sich 2006 allerdings auflöste. Seit 2011 ist die Gruppe um den extravaganten Frontmann Justin Hawkins wieder aktiv.

Bandgeschichte

Kaum war der schmalschlipsige, supercoole Garage-Punk um 2003 zur neuen Richtschnur der Rockmusik geworden, da kamen vier Briten mit dem radikalen Kontrastprogramm aus Ganzkörperspandex, zweistimmigen Gitarrensoli und Falsettgeträller daher, um ausgerechnet Glamrock und Hair Metal wieder salonfähig zu machen. Die Rede ist von The Darkness, die im Jahr 2000 aus der Vorgängerband Empire um die singenden bzw. gitarrespielenden Brüder Justin und Dan Hawkins entstanden waren, ergänzt durch Frankie Poullain am Bass und Ed Graham am Schlagzeug. Weder mit Britpop noch mit Alternative oder Elektro hatten die Vier aus Suffolk etwas am Hut; stattdessen hießen ihre Helden Queen, Thin Lizzy, Def Leppard und Van Halen, sprich die gesammelten Klischees pompösen Hardrocks. Vorturner Justin Hawkins sah sich dabei voll in der Tradition von Bühnendompteuren der Marke David Lee Roth oder Freddie Mercury, die Rockmusik als ansteckend hedonistisches Abfeiern des eigenen Größenwahns zelebriert hatten.

Zu besagter Zeit aber, als im Männlichkeitsdiskurs des Nuller-Rock lediglich die Wahl zwischen den Archetypen Julian Casablancas oder aber New Metal-Rüpel-Rotkäppchen Fred Durst blieb, setzten die Plattenfirmen auf den überkandidelten Plateauschuh-Brusthaarpullover-Phallusgitarren-Entwurf der Brüder Hawkins zunächst keinen Pfennig. Mit Beharrlichkeit, Livepräsenz und Fans unter Radio- und Club-DJs gelang es The Darkness 2002 jedoch schließlich, zunächst Must Destroy Records von ihren Qualitäten zu überzeugen, die eine erste EP namens I Believe in a Thing Called Love veröffentlichten. Dadurch wurden schließlich Atlantic Records auf die Band aufmerksam, bei denen im März 2003 das Debütalbum "Permission to Land" erschien. Darauf führen The Darkness das volle Programm ihrer Mischung aus Siebziger-Hardrock und Achtziger-Glam-Metal auf, verkörpert in der erneut veröffentlichten Hitsingle I Believe in a Thing Called Love und dem zu Weihnachten nachgelegten Christmas Time (Don't Let the Bells End), die beide den zweiten Platz der UK-Singles-Charts erreichten. Das Album erhielt Fünffachplatin und brachte der Band einen Support-Slot bei Metallica, vorderste Plätze in zahlreiche Jahresbestenlisten sowie 2004 einen Top-40-Erfolg in den US-Albumcharts ein.

Bis hierhin schienen The Darkness also alles richtig gemacht zu haben, da schon Anfang 2004 die erste Bandbiographie erschien. Jedoch erwies sich die Aufgabe, einen adäquaten Nachfolger für das erfolgreiche Debütalbum zu schreiben, als äußerst schwierige Angelegenheit. Die Frage war außerdem, ob das Neo-Glam-Konzept weiter als einen Sommer tragen würde, und so wurde der Aufnahmeprozess für "One Way Ticket to Hell... and Back" für The Darkness zur Zerreißprobe, zumal Justin Hawkins auch noch der klassischen Falle von Alkohol- und Drogenmissbrauch erlegen war. Bassist Frankie Poullaine verließ die Band 2005 im Streit und wurde durch den Gitarrentechniker Richie Edwards ersetzt, so dass das Album erst mit deutlicher Verzögerung und Produktionskosten von über einer Million britischer Pfund im Herbst 2005 in die Läden kam. Die Reaktionen der Presse waren durchwachsen, und obwohl die Singles One Way Ticket und Is It Just Me? beide die britischen Top Ten erreichten, schien doch die Luft raus zu sein.

Im Oktober 2006 verließ Justin Hawkins die Band, nachdem er endlich einen erfolgreichen Entzug abgeschlossen hatte, worauf die übrigen Darkness-Mitglieder aber trotzdem unter dem neuen Namen Stone Gods mit Toby MacFarlaine als neuem Sänger weitermachten. Justin versuchte eine Solokarriere und landete unter dem Pseudonym British Wahle auch einen kleinen Hit mit dem Sparks-Cover This Town Ain't Big Enough for the Both of Us und veröffentlichte auch noch einen Song namens England zur Fußball-WM 2006, der allerdings kontrovers aufgenommen wurde, da er zur Melodie der deutschen Nationalhymne relativ eindeutiges "Hun-bashing" betrieb. 2008 trat er dann der neuen Band Hot Leg bei, die 2009 ihr Debütalbum "Red Light Fever" veröffentlichte und stilistisch keine großen Abweichungen vom Darkness-Sound aufwies.

Ende 2010 wurden dann Veröffentlichungen lanciert, dass sowohl die Stone Gods als auch Hot Leg auf unbestimmte Zeit pausierten, was Gerüchten um eine Reunion von The Darkness neues Futter gab. Im März 2011 wurde dann offiziell die Wiedervereinigung der Band im Originallineup bestätigt, es folgten Liveauftritte sowie die Ankündigung eines neuen Studioalbums der Band. Diese erschien schließlich im Sommer 2012 unter dem Titel "Hot Cakes" und stellt laut Meinung der Darkness-Mitglieder eine Rückkehr zum Sound ihres Erstlings dar. Außerdem enthält es eine Coverversion von Radioheads Street Spirit, an der sich die (Rezensenten-)Geister allerdings scheiden.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 2002 I Believe in a Thing Called Love (EP, Must Destroy Records)
  • 2003 Get Your Hands Off My Woman (Maxi, Atlantic)
  • 2003 Growing on Me (Maxi, Atlantic)
  • 2003 I Believe in a Thing Called Love (Maxi, Atlantic)
  • 2003 Christmas Time (Don't Let the Bells End) (Maxi, Atlantic)
  • 2004 Love Is Only a Feeling (Maxi, Atlantic)
  • 2005 One Way Ticket (Maxi, Atlantic)
  • 2006 Is It Just Me? (Maxi, Atlantic)
  • 2006 Girlfriend (Maxi, Atlantic)
Sonstige

Referenzbands

Weblinks