Soundgarden – Louder Than Love

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Louder Than Love
Soundgarden
Veröffentlicht: 5. September 1989
Label & Vertrieb: A&M (AM5252)
Albumlänge: 53:15 Min.
Produziert von: Soundgarden, Terry Date
Genre: Grunge
Formate: CD, LP
Singles: 1989 – Loud Love
1990 – Hands All Over
Chronologie

1988Ultramega OK

Louder Than Love

1991Badmotorfinger

Andere:
1989Come Together
1990Loudest Love
1990Louder Than Live
1990Room a Thousand Years Wide
1990Screaming Life/Fopp

"Louder Than Love" ist der zweite Longplayer der US-amerikanischen Grunge-Band Soundgarden und ihre erste Platte auf dem Majorlabel A&M.

Line-Up

Zum Album

Soundgardens Sprungbrett zum Major nannte sich "Louder Than Love", wurde erstmals nicht von einem Seattle-Veteranen produziert (Terry Date, der auch den Nachfolger "Badmotorfinger" und ansonsten Scheiben wie Panteras "Vulgar Display of Power" zu veranworten haben sollte) und kam auch sonst etwas weniger D.I.Y.-mäßig daher als der Vorgänger "Ultramega OK". Zwar gab es immer noch Anflüge von Drone-Psychedelik (der Opener Ugly Truth) und reichliche Kostproben des Band-eigenen Humors (die Hair Metal-Parodie Big Dumb Sex sowie die jammige Reprise vom Sleaze-Speed-Rocker Full on Kevin's Mom), doch mit den Singles Hands All Over und Loud Love plus einiger weiterer Tracks fuhr die Band relativ geradlinig auf der Hardrock/Metal-Schiene zwischen Alice Cooper, Led Zeppelin und Black Sabbath. Die Songs Big Dumb Sex und Gun sorgten wegen vermutetem Sexismus bzw. Gewaltverherrlichung für Stirnrunzeln, und die Fangemeinde aus Sub Pop-Tagen stand eher unentschlossen vor dem Werk. Dennoch gelang es Soundgarden, mit "Louder Than Love" – und dem Budget und der Werbeabteilung von A&M im Rücken – Gold für 500.000 verkaufte Einheiten einzufahren. Der Erfolg kam allerdings nicht ohne Verluste: Bassist, Songschreiber und nicht zuletzt Gründungsmitglied Hiro Yamamoto nahm kurz nach Release des Albums seinen Hut, weil er "nicht als Teil einer Heavy Metal-Band vermarktet" werden wollte. Für die anstehende Tour nebst der EP "Loudest Love" wurde der ehemalige Nirvana-Gitarrist Jason Everman an Bord geholt, um gleich danach jedoch wieder von Ben Shepherd ersetzt zu werden.

Tracklisting

Seite A:

  1. Ugly Truth (5:26)
  2. Hands All Over (6:00)
  3. Gun (4:42)
  4. Power Trip (4:11)
  5. Get on the Snake (3:43)
  6. Full on Kevin's Mom (3:37)

Seite B:

  1. Loud Love (4:57)
  2. I Awake (4:21)
  3. No Wrong No Right (4:48)
  4. Uncovered (4:43)
  5. Big Dumb Sex (4:11)
  6. Full on (Reprise) (2:42)

Andere Versionen

  • Die LP wurde in limitierter Auflage auch in rotem, gelbem und grünem Vinyl gepresst.

Credits

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1990 Louder Than Love - 108 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Spex Musikexpress Visions
1989 Louder Than Love
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24
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Trivia

  • Das Album hatte ursprünglich die Arbeitstitel Louder Than Meat und Louder Than Fuck getragen, die von A&M jedoch als unpassend empfunden worden waren (warum bloß...?)
  • Die Lyrics zum Song I Awake stammen von Hiro Yamamotos Freundin Kate McDonald, die ihm die Zeilen "Woke up depressed/I left for work/You have a good day/It's not your fault/I know it hurts/Remember I love you" auf einem Notizzettel in der gemeinsamen Wohnung hinterlassen hatte. Sänger Chris Cornell erfuhr davon und übernahm den Text unverändert für das Lied.
  • Zu den beiden Auskopplungen Loud Love und Hands All Over wurden Videos gedreht, mit denen die Band jedoch sehr unzufrieden war. In ihnen ist übrigens auch Übergangsbassist Jason Everman zu sehen.
  • Text und Refrain von Big Dumb Sex ("Yeah I know what to do/I'm gonna fuck fuck fuck fuck you") ließen viele Kritiker – und anfangs auch selbst Hiro Yamamoto – an Sexismus bei Texter Chris Cornell glauben, was dieser jedoch weit von sich wies. Stattdessen bezeichnete er das Stück als Parodie auf die Disco- und Metalbands, die stets von Sex singen, es jedoch nie direkt aussprechen würden.
  • 1990 erschien ein Homevideo zum Album, das mit dem Namen der zugehörigen Tour – "Louder Than Live" – betitelt war und neben den beiden Single-Clips fünf Songs eines Auftritts der Band vom Dezember 1989 im Whisky A Go-Go in Los Angeles enthielt. Eine nur als Promo-Version gefertigte CD/LP begleitete diesen Release.

Weblinks