Soloalbum (Film)

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Dieser Artikel behandelt den Film Soloalbum, siehe zum Thema auch:


Film

Eine Verfilmung des Buches von Benjamin von Stuckrad-Barre, die lediglich als "inspired by" anzusehen ist. Sehr frei wird mit der Geschichte umgegangen (was ja aufgrund der eher skizzenhaften Vorlage kein Verbrechen ist), doch werden zwei riesengroße Fehler begangen:

Erstens vermag der Film in keiner Sekunde adäquat eine Jugendkultur, eine Subkultur, einzufangen, sondern bewegt sich in einem undefinierbaren Raum, der jegliche Codes vermissen lässt und in dem Oasis-Fans beispielsweise Ziegenbärte tragen. Auch der Soundtrack ist bestenfalls als Marketing-Gimmick zu sehen. Es gibt keine Not Sportfreunde Stiller oder Readymade auf dieses Album zu packen, wenn im Buch doch 50 andere Bands gedroppt werden.

Zweitens geht die größte Stärke des Buchs, der sezierend-sarkastische Blick auf den Alltag in einem platten Humor verloren, der nur wenige Trippelschrittchen von der klassischen Gross-Out-Komödie entfernt ist.

Insgesamt ist die Verfilmung von Soloalbum eine Schande und hat lediglich die wunderbare Nora Tschirner als saving grace.

Link: [1]