Snoop Dogg

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Snoop Dogg wurde als Calvin Cordozar Broadus am 20. Oktober 1971 in Long Beach, Kalifornien, USA geboren. Er ist Rapper, Produzent und Schauspieler.

Genre

Hip Hop

Pseudonyme

Snoop Doggy Dogg, Snoop, Big Snoop Dogg

Geschichte

Snoop Dogg hatte seinen ersten weit beachteten musikalischen Auftritt auf Dr. Dres Album "The Chronic" im Jahre 1992. Seitdem ist er zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Hip Hop Künstler weltweit geworden. Einerseits ist er bekannt für seinen schleppenden und prägnanten Reimstil und seine inhaltlichen Ausflüge in real erlebte, sowie ausgedachte Gewalterzählungen. Andererseits ist Snoop selbst Mitglied gewesen in der berüchtigten Crips-Gang und hat zahlreiche Anklagen, unter anderem wegen Drogenbesitz und Mord (nicht schuldig gesprochen), hinter sich. Im Laufe seiner Karriere machte er aus dieser Mischung die Figur Snoop Dogg, die in einem Gangster- und Zuhälterleben steht, was eine große Faszination vor allem auf Jugendliche ausübt.

Jugend

Aufgewachsen ist Calvin Broadus in Long Beach (Kalifornien), wo er seinen Schulabschluss an der "Long Beach Polytechnic High School" machte, und kurz darauf das erste Mal wegen Kokainbesitzes verhaftet wurde. Es folgten drei Jahre in denen er als Rollin20-Crips Gangmitglied lebte und mehrfach im Gefängnis saß. Schliesslich entdeckte er den Rap für sich und veröffentlichte erste Aufnahmen von sich auf den Tapes von seinem Vetter Nate Dogg und seinem Freund Warren G. Über Warren G wurde auch dessen Stiefbruder Dr. Dre auf Snoop aufmerksam und beide begannen eine außergewöhnlich erfolgreiche Zusammenarbeit.

Nachdem Nate Dogg, Warren G, Lil' 1/2 Dead und Snoop Dogg die Band "213" gegründet hatten, einige Tapes aufgenommen, und Dr. Dre zukommen ließen, war dieser von dem Talent Snoops so überzeugt, dass beide einen Song für den Film "Deep Cover" aufnahmen. Diese Zusammenarbeit funktionierte so gut, dass beide für Dr. Dres Soloalbum "The Chronic" wieder zusammenarbeiteten, und "The Chronic" wurde zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Alben der Hip Hop Geschichte, denn es machte den Gangster-Rap, vorher vor allem durch N.W.A. vertreten, mit dem neu geschaffenen G-Funk (langsamer Funk mit hochgepitchten Keybordmelodien, tiefen, rollenden Bässen und Frauengesang im Hintergrund) für die Popmusik interessant.

Doggystyle

Etwa ein Jahr später erschien dann das Debütalbum Doggystyle von Snoop Doggy Dog (so damals sein Name), das wiederum von Dr. Dre produzierte wurde. Es ging als erstes Debütalbum in der Geschichte in den amerikanischen Billboardcharts von Null auf Platz eins, und wurde weltweit bis 2006 über 5,5 Millionen Mal verkauft. Eigentlich sollte das Album schon früher erscheinen, aber Snoop war während der Aufnahmen in einen Mordprozess verwickelt. Der Ermordete war Phillip Woldermarian, ein gegnerisches Gangmitglied, und während Snoop das Auto fuhr, erschoss sein Bodyguard Woldermarian. Der gesamte Prozess dauerte drei Jahre und schließlich wurde er freigesprochen, da es sich nach seinen Angaben um Notwehr gehandelt hatte.

Kollaborationen

Hier nur die in Deutschland erfolgreichsten Kollaborationen, die nicht auf eigenen Tonträgern erschienen sind.

Diskographie

Solo

Soundtracks

Compilations
Zusammengestellt, produziert und mitgewirkt

  • 2005 Welcome to tha Chuuch: Da Album (13. Dezember; Doggystyle/Koch)
  • 2002 Snoop Dogg Presents...Doggy Style Allstars Vol. 1 (13. August; Doggystyle Records)

Best Of

  • 2003 Tha Dogg: Best of the Works (Death Row Records)
  • 2005 Snoopified - The Best of Snoop Dogg (28. September; Priority Records)
  • 2001 Death Row: Snoop Doggy Dogg at His Best (23. Oktober; Death Row / Priority)

Weitere

  • 1998 Smokefest Underground (19. Mai; Lock Down Productions; älteres, vorher nicht veröffentlichtes Material)
  • 2000 Dead Man Walkin' (31. Oktober, Death Row; älteres, vorher nicht veröffentlichtes Material)

Bands

Tha Eastsidaz

Tha Dogg Pond

213

Singles/EPs

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH SV F NOR FIN NZ
1993 Doggystyle 21
1
38 35 24 18 - - - -
1996 Tha Doggfather 23
1
15 49 41 50 9 - 30 -
1998 Da Game Is To Be Sold, Not To Be Told 24
1
28 34 50 34 44 - - -
1998 Top Dogg 46 2 - - - - 53 - - 25
2000 Authorized - 138 - - - - - - - -
2000 Dead Man Walkin' - 24 - - - - - - - 48
2000 Tha Last Meal 55 4 - - 81 53 13 - - 19
2001 Death Row's Snoop Doggy Dogg Greatest Hits - 28 - - 80 - - - - 9
2001 Bones - - - - - - 93 - - -
2002 Paid Tha Cost To Be Da Boss 46 12 - - 48 - 17 - - 28
2004 R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece 14 6 12 26 13 47 14 12 - 11
2005 The Best Of Snoop Dogg - 121 - - 100 - - - - -
2006 Tha Blue Carpet Treatment 41 5 - 48 12 - 8 18 - 20
2008 Ego Trippin' 29 3 23 42 9 - 19 26 - 24
Singles
1993 What's My Name? 20 9 20 - 21 14 11 - - -
1993 Snoop's Upside Ya Head 34 - - - - - - - - -
1993 We Just Wanna Party With You 82 - - - - - - - - -
1994 Gin and Juice - 8 39 - - - - - - -
1994 Who Am I? (What's My Name?) - 8 - - - - - - - -
1994 Doggy Dogg World - - 32 - - - - - - -
1996 Snoop's Upside Ya Head - - 12 - - 39 - - - -
1997 Wanted Dead Or Alive - - 16 - - - - - - -
1997 Vapours - - 18 - - - - - - -
1997 We Just Wanna Party With You - - 21 - - - - - - -
1998 Still A G Thang - 19 - - - - - - - -
1998 Tha Doggfather - - 36 - - - - - - -
1999 Bitch Please - 77 - - - - - - - -
1999 Woof! - 62 - - - - - - - -
2000 Got Beef - 99 - - - - - - - -
2000 Still D.R.E. - - 6 - - - 29 - - -
2000 The Next Episode 34 - 3 - 34 - 22 - - -
2001 Snoop Dogg - - 13 - - - - - - -
2001 Just A Baby Boy - 90 - - - - - - - -
2001 Hennesey'n Buddah - - - - - - 41 - - -
2001 Lay Low 49 50 - - 48 - 81 - - -
2002 From Tha Chuuuch To Da Palace 75 77 27 - - - - - - -
2002 Undercova Funk - - - - 77 - - - 17 -
2002 Paper's D Up - - - - - - 58 - - -
2002 Mission Cleopatra - - - - - - 8 - - -
2002 The Wash - - - - - - 58 - - -
2003 The Streets - - 48 - - - - - - -
2003 Beautiful 27 6 23 64 19 - 39 - - 4
2004 I Wanna Thank Ya - - 31 - - - - - - -
2004 Holidae In - - - - 43 - - - - 4
2004 Drop It Like It's Hot 8
1
10 9 3 25 21 9 13
1
2005 Let's Get Blown - 54 13 - 22 - - - 18 19
2005 Signs 3 46 2 5 5 58 13 - - 4
2005 Ups & Downs 84 - 36 - 46 - - - 19 -
2006 That's That 39 20 - - 37 - 30 - 12 18
2006 Say Somethin' 63 - 27 - 55 - - - - -
2006 Buttons 4 - 3
1
3 36 12 - 11
1
2006 I Wanna Love You (mit Akon) 15 - 3 16 44 17 - 16 6 2
2006 Gangsta Walk - - 67 75 56 - - - - -
2007 Vato (mit B-Real) - - - - - - - - 3 -
2007 Sensual Seduction 15 8 24 40 34 4 - - 12 14
2007 Sexual Eruption - - - - - 57 - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Intro Pitchfork Les Inrocks Spex
Singles
1993 What's My Name
28
-
-
-
-
-
2003 Beautiful
-
14
-
45
-
38
2004 Drop It Like It's Hot
-
4
-
39
1 32
2005 Signs
-
29
-
-
-
-
2006 Vato
-
-
-
-
4
-
2007 What a Job (mit Devin the Dude)
-
-
-
67
-
-
2008 Sensual Seduction
-
8
10
-
-
-

All-Time-Charts

Doggystyle

Trivia

  • Snoop ist berühmt für seinen eigenwilligen Slang, der auch als "Snoop speak" bekannt wurde. So benutz er häufig das Suffix "-izzle", oder "-izz". So wird zum Beispiel das Wort "minute" zu "minizzle" oder "minizzute, "America" wird zu "Americizzle" oder "Americizza". (Siehe auch seine Fernsehshow "Doggy Fizzle Televizzle")
  • Snoop Dogg hat in mehreren Interviews gesagt, dass er ein Fan von Frank Sinatra ist. Er nannte ihn "the original gangster".
  • 2008 trat Snoop Dogg in einem Werbespot der Handyfirma vibemobile auf, und sang einen Schlager von Roy Black in deutscher Sprache (schön ist es auf der Welt zu sein, ...)


Weblinks