Simple Minds

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Simple Minds
Simple Minds
Simple Minds
Herkunft: Glasgow, Schottland
Aktiver Zeitraum: seit 1978
Genres: New Wave, Pop, Rock
Labels: Virgin, Zoom Records, Chrysalis
Homepage: SimpleMinds.com
Line-Up:
Jim Kerr: Gesang
Charlie Burchill: Gitarre, Keyboards
Mel Gaynor: Schlagzeug (1982–1991, 1997–98, seit 2002)
Ged Grimes: Bass (seit 2010)
Andy Gillespie: Keyboards (2002-2005, seit 2007)
Ehemalige Mitglieder:
Mick MacNeil: Keyboards (1978-1989)
Derek Forbes: Bass, Gitarre (1978-1985, 1997-1998)
Brian McGee: Schlagzeug (1978-1981)
Kenny Hyslop: Schlagzeug (1981)
Mike Ogletree: Schlagzeug (1982)
John Giblin: Bass (1985-1988)
Eddie Duffy: Bass (1999-2010)

Die Simple Minds sind eine Band aus Schottland, die 1978 aus der Punkcombo Johnny and the Self-Abusers hervorging und in den 1980er Jahren zu einem der wandlungsfähigsten, aber auch kommerziell erfolgreichsten New Wave-Acts werden sollte. Zu ihren bekanntesten Songs gehört das oft gecoverte Don't You (Forget About Me) von 1985, das im Teenieklassiker "Breakfast Club" vorkam und die Simple Minds zu Superstars machte.

Bandgeschichte

Die Simple Minds gehen auf die Schulfreundschaft von Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill zurück, die sich 1977 der allgemeinen Punk-Welle anschließen und mit anderen Freunden Johnny and the Self-Abusers gründen. Die Combo hält es allerdings gerade mal ein Jahr zusammen, bis die "Hardcore"-Punkfraktion die Band verlässt, während Kerr und Burchill mit neuen Mitstreitern unter dem neuen Namen Simple Minds weitermachen. Nun eher im Post-Punk/New Wave-Kontext mit Spuren aus Glamrock (die Band tritt gerne mal mit viel Makeup auf) und Artrock anzusiedeln, nehmen die Simple Minds 1979 unter Anleitung von John Leckie ihr erstes Studioalbum "Life in a Day" auf, noch im selben Jahr gefolgt von "Real to Reel Cacophony", das allerdings schon deutlich düsterer ausfällt als der poppige Erstling. Mit den folgenden drei Alben "Empires and Dance", "Sons and Fascination" und "Sister Feelings Call", die wieder in relativ kurzen Abständen veröffentlicht werden, mutieren die Simple Minds zu einer stark von Krautrock und minimalistischer Elektronik beeinflussten Band, können mit Love Song 1981 aber einen ersten Top-20-Hit verbuchen. Mit Interimsdrummer Kenny Hyslop halten dann HipHop-, Funk- und Soul-Elemente Einzug in den Bandsound, die entscheidend für den Mainstreamerfolg der kommenden Jahre werden. "New Gold Dream (81-82-83-84)" von 1982 wird dann zu dem Album, was rückblickend als das Wichtigste der Simple Minds angesehen wird, da es die zwischen progressiven und kommerziellen Elementen gelagerte Essenz der Gruppe einfängt und mit Glittering Prize auch eine weitere Hitsingle enthält. "Sparkle in the Rain" von 1984 zeigt mit seinem an Funk und Hardrock orientierten Sound eine erneute stilistische Wandlung und bringt mit Waterfront eine der klassischen Simple Minds-Nummern hervor, was jedoch kein Vergleich zum Erfolg der 1985 veröffentlichten Single Don't You (Forget About Me) ist. Dieses Synthie-Pop-Stück mit Gitarrenbeilage wird durch seine Verwendung in John Hughes' Achtziger-Teeniefilm "Breakfast Club" zu einem der Erkennungssongs der Dekade und stellt bis heute den größten Erfolg der Simple Minds dar. In den folgenden Jahren versucht die Band, ihren kommerziellen Erfolg noch weiter zu fördern, was mit dem Nachfolgealbum "Once Upon a Time" und der ebenfalls sehr erfolgreichen Single Alive and Kicking auch gelingt. 1988 wiederum entdecken Kerr & Co ihr soziales Gewissen, was mit zeitkritischen Songs wie Belfast Child (über den Konflikt in Nordirland, heute eher aus Krombacher-Werbespots bekannt) und Mandela Day (über den südafrikanischen Freiheitshelden Nelson Mandela, für den die Band auch ein Solidaritätskonzert spielt) ausgedrückt werden soll. Die LP "Street Fighting Years" von 1989 fasst diese und andere politische Songs in einem nunmehr eher zwischen Brit-Folk und Rock gelagerten Klangspektrum zusammen und wird noch einmal ein Nummer-Eins-Erfolg.

In den Neunzigern schwindet allerdings das Interesse der Mainstream-Plattenkäufer an den Simple Minds, während gleichzeitig das Lineup der Band immer mehr zusammenschrumpft. Zwischendurch gelingt 1995 mit dem Album "Good News from the Next World" und den in allerlei Werbefilmchen verbratenen Songs She's a River und Hypnotised noch mal ein Erfolg, aber selbst das als Wir-haben-uns-alle-wieder-lieb-Album (an dem eigentlich alle Mitglieder des klassischen Lineups teilnehmen sollten) konzipierte "Neapolis" von 1998 kann weder in den Charts noch als Gemeinschaftsproduktion punkten: die Zügel über das Songwriting halten nunmehr Kerr und Burchill fest in der Hand. Es soll dennoch bis Mitte der 2000er (und diverse Alben sowie Best Ofs und Box-Sets) dauern, bis die Simple Minds zumindest bei der Popkritik wieder landen können, die das 2005 erschienene "Black & White 050505" mit positiven Rezensionen bedenkt. Mit "Graffiti Soul" von 2009 gelingt dann endlich wieder ein Top Ten-Erfolg, und Jim Kerr macht sich unter dem Alias Lostboy! AKA Jim Kerr auch als Solokünstler selbstständig. Ein Ende der Simple Minds ist allerdings auch nach über dreißig Jahren Bandexistenz nicht in Sicht, da die Band – heute neben den Gründungsmitgliedern Burchill und Kerr aus dem langjährigen Drummer Mel Gaynor, Keyboarder Andy Gillespie und dem neuen Bassisten Ged Grimes bestehend – bereits den nächsten Albumrelease anvisiert.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1979 Life in a Day
  • 1979 Real to Real Cacophony
  • 1980 Empires and Dance
  • 1981 Sons and Fascination / Sister Feelings Call
  • 1982 New Gold Dream (81-82-83-84)
  • 1984 Sparkle in the Rain
  • 1985 Once Upon a Time
  • 1989 Street Fighting Years
  • 1991 Real Life
  • 1995 Good News from the Next World
  • 1998 Neapolis
  • 2000 Our Secrets Are the Same
  • 2002 Cry
  • 2005 Black & White 050505
  • 2009 Graffiti Soul
Sonstige
  • 1982 Celebration (Best Of)
  • 1987 Live in the City of Light (Doppel-Livealbum)
  • 2001 Neon Lights (Coveralbum)
  • 2002 The Best of Simple Minds
  • 2007 Sunday Express - Live (Volumes 1 & 2) (Doppel-Livealbum)

Referenzbands

Coverversionen

Simple Minds covern …

auf "Neon Lights" (2001)
All Tomorrow's Parties von The Velvet Underground
Bring on the Dancing Horses von Echo & the Bunnymen
Hello I Love You von The Doors
Homosapien von Pete Shelley
The Man Who Sold the World von David Bowie
Neon Lights von Kraftwerk
The Needle & the Damage Done von Neil Young
For Your Pleasure von Roxy Music
Love Will Tear Us Apart von Joy Division
Gloria von Van Morrison
Being Boiled von The Human League
Dancing Barefoot von Patti Smith

Simple Minds werden gecovert von …

Don't You (Forget About Me)
Billy Idol
Life of Agony
New Found Glory
Yellowcard

Weblinks