Silence Kit

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Silence Kit
Herkunft: Moskau, Russische Föderation
Aktiver Zeitraum: seit 2000
Genres: Postrock, Shoegaze
Labels: Figurestatic Music
Homepage: myspace.com/silencekitmoscow
Line-Up:
Feodor Dmitriev (Gitarre, Stimme)
Boris Belov (Gitarren)
Sergey Bogatov (Bass)
Sergei Ledowski (Schlagzeug, Percussion), 2003–2004 und seit 2006
Evgeniy Frankevich (Gitarre), seit ca. 2007
Ehemalige Mitglieder:
Yaroslav Kovalev (Cello, Kontrabass), 2003–2005
Andrey Gavrilov (Synthesizers, Orgel & Klavier), bis 2003
Grigory Alexanyan (Schlagzeug, Tamburim, China-Glocken, Moog), bis 2003
Nairi Simonian (Schlagzeug), 2004–2006


Silence Kit ist eine russische Postrock-Band.

Bandgeschichte

Noch zu Zeiten von Boris Belovs Britpop-Band Dairy High entstanden immer mehr Songs, die nicht in den Kontext von Dairy High passten. Als die Band sich im Sommer 2000 auflöste, gründete Belov mit den beiden Ex-Dairy High Mitgliedern Grigory Alexanyan und Feodor Dmitriev die Band Silence Kit – benannt nach einem Song von Pavement. In Folge stießen noch Andrew Gavrilov als Keyboarder (zuvor bei The Bridge) und Sergey Bogatov am Bass (bis dato Sänger von Squash) dazu.

2002 veröffentlichten Silence Kit ihr erstes Album in Eigenregie. Im März 2003 verließ Drummer Grigory Alexanjan die Band und wurde durch Sergei Ledowski (Lumeny) ersetzt. Auch Keyboarder Andrew Gavrilov wurde noch vor den Aufnahmen zum zweiten Album zum Ex-Mitglied; mit dem klassisch ausgebildeten Cellisten Yaroslav Kovalev war aber schnell ein adäquater Ersatz gefunden. Von Juni 2003 bis April 2004 wurde schließlich das nächste Album, „Pieonear“, aufgenommen, das mit einer Spielzeit von ca. 70 Minuten bei nur drei Liedern einen wahren Postrock-Epos darstellt.

2005 verließ Schlagzeuger Sergei Silence Kit um sich mehr seiner neuen Band I Am Above on the Left widmen zu können. Mit Nairi Simonian wurde nicht nur ein Ersatz gefunden, sondern in seinem Label Figurestatic Music auch ein Label für die beiden bisherigen Alben von Silence Kit, die daraufhin bei Figurestatic und deren französischen Freunden Dead Bees Records veröffentlicht wurden. Im selben Jahr starb der Cellist Yaroslaw.

Im Frühjahr 06 vertonten Silence Kit für ein Kurzfilmfestival mit sowjetischen Propaganda-Animationsfilmen den Soundtrack zu dem Film „Interplanetary Revolution“ (Mezhplanetnaya revolyutsiya, 1924). Zusammen mit Mumy Troll und Alexei Borisov, die andere Kurzfilme neu instrumentiert hatten, performten sie live auf dem dem Festival.

2006 befanden sich Silence Kit im Studio, um ihr drittes Album „The Great Red Spot“ aufzunehmen, das 2007 veröffentlicht wurde. Der 2005 vollzogene Wechsel auf dem Schlagzeughocker wurde wieder rückgängig gemacht, da Nairi Simonian aufgrund seiner neuen Band Pompeya und seinen Labelaktivitäten zu wenig Zeit fand für regelmäßiges Proben. Sergei Ledowskis Band I Am Above on the Left wiederum hatte sich inzwischen aufgelöst, sodass er nun genug Zeit für Silence Kit fand. Mit Evgeniy Frankevich als zusätzlicher Gitarrist kam außerdem ein weiteres Bandmitglied dazu.

Diskographie

Alben

Kompilationsbeiträge

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
The Silent Ballet
2004 Pieonear 30

Referenzkasten

Die Songs und Alben von Silence Kit haben oft einen Bezug zur Astronomie.

  • Auf dem Debütalbum befinden sich zwei Songs, „Lunik“ und „Lunik: Ceremony“, die sich auf die Raumpatrouillen der Sowjetunion beziehen (siehe 'Lunik-Mission' in der Wikipedia).
  • Das zweite Album „Pieonear“ bezieht sich vermutlich auf das amerikanische Raumsondenprogramm Pioneer. In den Linernotes wird dem Planeten Jupiter gedankt, der mit den Raumsonden Pioneer 10 und 11 zum ersten Mal fotografiert wurde.
  • Das dritte Album „The Great Red Spot“ ist dem „Großer Roter Fleck“ benannten Hochdruckgebiet auf dem Jupiter gewidmet, das seit rund 300 Jahren beobachtet wird.

Referenzbands

Mogwai, Explosions in the Sky, Klever

MP3s

Weblinks