Schleswig-Holstein

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Schleswig-Holstein ist das nördlichste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es liegt zwischen Nord- und Ostsee und hat eine Grundfläche von etwa 15800 km² bei etwa 2,8 Millionen Einwohnern. Kulturelle Besonderheiten des Landes sind die Verbundenheit zum nördlichen Nachbarland Dänemark, mit dem sich Schleswig-Holstein die deutsch-dänische Minderheit teilt, sowie die Kontakte insbesondere zu den anderen Ostseeanrainerstaaten bis zum Baltikum. Die Landeshauptstadt ist Kiel.

Wichtige Städte

Musik und Kultur

Typisch S-H: Sommerliche Rapsfelder

Da Schleswig-Holstein ein überwiegend ländlich geprägtes Bundesland ist und Hamburg als südlicher Nachbar große Anziehungskraft besitzt, gibt es nur relativ wenige größere Städte mit nennenswerter kultureller Infrastruktur. Die Indie-Musikszene ist daher oft eher dezentral und auf DIY-Basis organisiert. Im Klassikbereich hingegen findet seit 1986 jedes Jahr erfolgreich das "Schleswig-Holstein Musik Festival" statt, und auch die jährliche "Jazz Baltica" zieht viele Besucher an. Mit dem "Wacken Open Air" findet sich allerdings eines der renommiertesten und erfolgreichsten Metalfestivals in Schleswig-Holstein, das jedes Jahr Zigtausende Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

Die musikalischen Einflüsse in Schleswig-Holstein sind oder waren oftmals eher im Folk-Bereich anzusiedeln, da auch der kulturelle Einfluss aus dem maritimen und skandinavischen Bereich hier mit hineinspielt. Ansonsten gibt es genug Beispiele für traditionelles Deutschrockertum à la Illegal 2001 oder auch Holzhammer-Rock mit buchstäblich plattdeutschem Humor à la Torfrock. Daneben hat eben jene konservative Grundhaltung Schleswig-Holsteins als Prototyp des platten Landes aber auch schon seit den 1970ern dafür gesorgt, dass in der heranwachsenden Jugend genug Frust erzeugt wurde, um sich als Punk, Gothic-Grufti oder sonstwie Andersdenkend/hörender auszuleben und im örtlichen Jugendzentrum Krach zu schlagen. (Wer dazu Genaueres lesen will, befasse sich mit Rocko Schamonis Buch "Dorfpunks", in dem der Studio Braun-Impresario seine Jugend als "SH-Punk" in der mittelholsteinischen Kleinstadt Lütjenburg der frühen 1980er Jahre beschreibt. Seine Darstellungen sind allerdings weitestgehend auch heute noch repräsentativ. Auch die Kieler Ausstellung "Kein Kiel" befasste sich mit dem Aufkommen der Punk- und No Wave-Szene mit Bands wie No More ab 1977.)

Daneben hat die Randlage des Bundeslandes aber auch diversen experimentellen und originellen Bands Raum zur selbstständigen Entwicklung gegeben, so dass in den 1990er Jahren Gruppen wie Huah! (aus Heide), ULMe (aus Itzehoe bzw. Flensburg), Fischmob (aus Flensburg bzw. Schleswig) und Flugschädel (Flensburg) innovative Impulse in ihren jeweiligen Genres (Indierock, Noise, HipHop, Crossover) setzen konnten. Insbesondere die Bands des Plattenmeister-Labels (neben Fischmob und Flugschädel sowie deren Nebenprojekten noch Greta Schloch, Fred Adrett und viele weitere) transportierten eine dezidiert norddeutsch-schrullig-eigensinnige Herangehensweise an klassische Rock- und Indie-Traditionen. In den 2000ern haben sich vor allem Bands wie Smoke Blow (aus Kiel), Turbostaat (Flensburg) und Escapado (Flensburg/Kiel) als experimentierfreudige Vertreter von Punkrock und Hardcore hervorgetan.

Zu erwähnen sind im übrigen auch noch diverse Acts aus dem "Hamburger Speckgürtel" des Kreises Pinneberg, die später ganz in die Hansestadt überwechselten und dort erfolgreich wurden. Zu diesen "Überläufern" zählen unter anderem die HipHop-Stars Fettes Brot sowie das verwandte Duo Der Tobi & das Bo (später Fünf Sterne Deluxe, Moonbootica).

Musiker und Bands aus Schleswig-Holstein

Wichtige Festivals

Medien in Schleswig-Holstein

Weblinks