Rush

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Rush
Rush (l. Alex Lifeson, r. Geddy Lee)
Rush (l. Alex Lifeson, r. Geddy Lee)
Herkunft: Toronto, Kanada
Aktiver Zeitraum: seit 1968
Genres: Progressive Rock
Labels: Moon Records, Mercury Records, Anthem Records, Atlantic
Homepage: Rush.com
Line-Up:
Geddy Lee: Gesang, Bass (seit 1968)
Alex Lifeson: Gitarre
Neil Peart: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
John Rutsey: Schlagzeug (1968-1974)
Jeff Jones: Gesang (1968)

Rush sind eine kanadische Progressive Rock-Gruppe, die 1968 in Toronto gegründet wurde und zu einer der wegweisenden Bands des Prog-Genres gezählt wird. Auch kommerziell konnte das seit 1974 in der Besetzung Alex Lifeson (Gitarre), Geddy Lee (Bass und Gesang) und Neil Peart (Schlagzeug) spielende Trio große Erfolge erzielen und hat bis heute zahlreiche Bands von Metallica über Primus bis zu den Smashing Pumpkins beeinflusst.

Bandgeschichte

Die 1968 formierten Rush stellten so etwas wie die kanadische Antwort auf den britischen Progressive Rock-Boom der späten 1960er Jahre mit Bands wie Genesis, King Crimson oder Yes dar. Das aus den Gründungsmitgliedern Gitarrist Alex Lifeson und Bassist/Sänger Geddy Lee sowie ab 1974 Drummer Neil Peart bestehende Dreigestirn stand anfangs noch mit einem Bein im Blues-inspirierten Hardrock. Im Verlauf der 1970er wandelte sich der Rush-Stil dann zum klassischen Prog-Rock mit mehrteiligen Suiten wie The Necromancer, wobei vor allem optisch auch Elemente aus dem Glamrock wie bunte Kostüme und extravagante Lightshows mit einbezogen wurden. Lifeson, Lee und Peart wurden als Musiker zudem bald zur Verkörperung der Instrumentalvirtuosen, die vor allem live auch die komplexesten Partituren souverän vor- bzw. abspielten. In den 1980ern wurde der Rush-Sound dann um weitere Facetten erweitert, und Alben wie "Permanent Waves" (1980), "Universal Juveniles" (ebenfalls 1980) und "Moving Pictures" (1981) beinhalteten nicht nur zunehmend Synthesizer- oder auch Reggae-Parts, sondern brachten durch eingängige Nummern wie Tom Sawyer auch großen kommerziellen Erfolg für das Trio. Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts wurden die Synthie-Parts gar zum dominanten Merkmal der Band, auf Alben wie "Grace Under Pressure" von 1984 und "Power Windows" (1987) auch noch ergänzt von synthetischem Schlagzeug und Experimenten mit Jazz, New Wave und HipHop-Beats. Erst um die Dekadenwende zu den Neunzigern trat wieder das Kerninstrumentarium von Gitarre, Bass und Schlagzeug wieder in den Vordergrund, und die wieder eher Hardrock-artigen Platten "Counterparts" (1993) und "Test for Echo" (1996) zollten auch den straighteren Rocksounds des Alternative-Jahrzehnts Tribut. 1997 legten Rush eine mehrjährige Schaffenspause ein, die unter anderem wegen des Todes von Neil Pearts Ehefrau eintrat, nach dem der Schlagzeuger sich als "im Ruhestand befindlich" bezeichnete. In den folgenden Jahren erschienen dafür diverse Livealben und DVDs, bis Peart 2002 wieder zur Band zurückkehrte, rechtzeitig bevor 2004 das dreißgjährige Jubiläum des "klassischen Lineups" anstand. Dieses feierte die Band u.a. mit einer EP von Coversongs ihrer musikalischen Vorbilder (darunter Cream, The Who und The Yardbirds) sowie einer ausgedehnten Welttournee, die auch auf DVD festgehalten wurde. Das dadurch wieder erstarkte Interesse an Rush trug auch dazu bei, dass das bislang immer noch aktuelle Studioalbum "Snakes & Arrows" von 2007 zu einem der erfolgreichsten der Bandgeschichte wurde und Platz 3 der US-Albumcharts erreichte. Für 2011 ist allerdings ein neues Album mit dem Arbeitstitel "Clockwork Angels" angekündigt.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 2004 Feedback (EP mit Coversongs)

Referenzbands

Weblinks