Primus

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Primus
Les Claypool von Primus
Les Claypool von Primus
Herkunft: Oakland/Kalifornien
Aktiver Zeitraum: 19842000, seit 2002
Genres: Crossover
Labels: Prawn Records, Interscope
Homepage: primusville.com
Line-Up:
Les Claypool (Bass, Gesang)
Larry Lalonde (Gitarre, seit 1989)
Jay Lane (Schlagzeug, 1988, seit 2010)
Ehemalige Mitglieder:
Brian "Brain" Mantia (Schlagzeug, 1997–2003)
Todd Huth (Gitarre, 1985–1989)
Tim "Herb" Alexander (Schlagzeug, 1988–1996, 2003-2009)

Primus sind eine amerikanische Band aus dem Großraum San Francisco. Sie sind aus der 1984 gegründeten Band Primate hervorgegangen und sind für ihre eigenwillige Mischung aus Funk und Progressive Rock bekannt, einem Stil, den sie selber einst als Psychedelische Polka bezeichneten. Aushängeschild der Band ist Sänger und Bassist Les Claypool, der den Stil der Band neben seinen dominanten Basslinien durch seine Stimme prägt.

Bandgeschichte

Nach einigen Besetzungswechseln etablierte sich bis 1989 die klassische Besetzung von Primus mit Bandleader Les Claypool am Bass, Gitarrist Larry Lalonde an der Gitarre, den Claypool bei der Thrash-Metal-Band Blind Illusion kennengelernt hatte, und Tim "Herb" Alexander am Schlagzeug. In dieser Besetzung wurde 1989 das Live-Album Suck On This auf Caroline Records veröffentlich, dem mit Frizzle Fry 1990 das erste Studioalbum folgte.

Nach einer Tour im Vorprogramm zu Jane's Addiction und den zwei Singles John, the Fisherman und Too Many Puppies folgte der Wechsel zu Interscope, wo sie 1991 Sailing the Seas of Cheese herausbrachten, für das sie Tom Waits als Gastmusiker gewinnen konnten. Das darauffolgende Album Pork Soda erreichte in den US-amerikanischen Albumcharts Platz 10.

Nach der Veröffentlichung Tales from the Punchbowl verließ Tim Alexander die Band. Auf dem 1997 veröffentlichten Brown Album wurde er von Brian "Brain" Mantia ersetzt, der zuvor vor allem als Studiomusiker für verschiedene Bands spielte. Zugang zu einem größerem Publikum konnten sie sich 1998 verschaffen, als sie den Titelsong zu der Zeichentrickserie South Park beisteuerten.

Zu dieser Zeit wurde Les Claypool immer mehr in anderen Projekten aktiv, sodass Primus im Jahr 2000 auf Eis gelegt wurde. Die letzten Veröffentlichungen vor dieser Schaffenspause waren das Album Antipop aus dem Jahr 1999 mit Gastauftritten u. a. von Metallicas James Hetfield und Rage Against The Machines Tom Morello sowie der Song N. I. B. aus dem Jahr 2000, ein Beitrag für das Black-Sabbath-Tribut-Album Nativity in Black II, den sie zusammen mit Ozzy Osbourne aufnahmen. Mit diesem Lied erreichten sie in den Charts der Hot Mainstream Rock Tracks Platz 2.

2003 meldeten sie sich mit der DVD Animals Should Not Try to Act Like People zurück. Auf dieser DVD, die auf Claypools eigenem Label Prawn Records erschien, ist eine EP mit neuen Stücken enthalten, die mit Tim Alexander aufgenommen wurden. Es folgten drei Tourneen durch Nordamerika, das Best-Of-Album They Can't All Be Zingers und einige DVDs.

Im Jahre 2010 starteten Primus eine Tournee in Nordamerika, bei der Ur-Drummer Jay Lane als Schlagzeuger spielt. Diese Tour wurde in Australien und Südamerika fortgesetzt, wo sie u. a. auf dem letzten Konzert von Faith No More als Vorband spielten. Sommer 2011 kamen sie erstmalig seit 1998 nach Europa.[1] Im September des gleichen Jahres veröffentlichten sie das Album Green Naugahyde.[2]

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1990: Frizzle Fry
  • 1991: Sailing the Seas of Cheese
  • 1993: Pork Soda
  • 1995: Tales from the Punchbowl
  • 1997: Brown Album
  • 1999: Antipop
  • 2011: Green Naugahyde
Singles/EPs
  • 1989: Suck on This (Live-EP)
  • 1992: Miscellaneous Debris (EP)
  • 1995: Mrs. Blaileen
  • 1995: Wynona’s Big Brown Beaver
  • 1998: Rhinoplasty (EP)
  • 2003: Animals Should Not Try to Act Like People (EP)
Sonstige
  • 2006: They Can’t All Be Zingers (Best-Of-Album)
DVDs
  • 2003: Animals Should Not Try to Act Like People (Sammlung von Videoclips)
  • 2004: Hallucino-Genetics (Live)
  • 2006: Blame It on the Fish (u. a. Live)

Kompilationsbeiträge

  • "Poetry And Prose" - The Beavis and Butt-Head Experience (1993)
  • "Bastardizing Jellikit" - Airheads (1994)
  • "Those Damned Blue Collar Tweekers" - Woodstock 1994 (1994)
  • "Mr. Knowitall (Live)" - Music For Our Mother Ocean, Vol. 1 (1996)
  • "Mephisto and Kevin" - Chef Aid: The South Park Album (1998)
  • "Lacquer Head" & "My Name Is Mud" - The Family Values Tour 1999 (2000)
  • "Wynona's Big Brown Beaver" - Zack and Miri Make a Porno: Music from the Motion Picture (2008)

Referenzbands

Coverversionen

Primus covern...

  • Intruder von Peter Gabriel (auf Miscellaneous Debris)
  • Making Plans for Nigel von XTC (auf Miscellaneous Debris)
  • Have A Cigar von Pink Floyd (auf Miscellaneous Debris)
  • Sinister Exaggerator von The Residents (auf Miscellaneous Debris)
  • Tippy Toes von The Meters (auf Miscellaneous Debris)
  • Scissor Man von XTC (auf Rhinoplasty)
  • The Family and the Fishing Net von Peter Gabriel (auf Rhinoplasty)
  • Amos Moses von Jerry Reed (auf Rhinoplasty)
  • Silly Putty von Stanley Clarke (auf Rhinoplasty)
  • The Thing That Should Not Be von Metallica (auf Rhinoplasty)
  • Behind My Camel von The Police (auf Rhinoplasty)
  • Master of Puppets von Metallica (live, u. a. bei Woodstock '94)
  • The Devil Went Down to Georgia von Charles Daniels Band (als Animationsvideo auf der DVD Animals Should Not Try To Act Like People)
  • Thieves von Ministry (live und auf verschiedenen Bootlegs)

Primus werden gecovert von...

Einzelnachweise

  1. http://www.gorockfest.com/index.php?option=com_content&view=article&id=3101:primus-returns-to-europe-tour-dates-2011&catid=2:artistband-news&Itemid=142
  2. http://www.in-your-face.de/reviews/primus-green-naugahyde, abgerufen am 07. Oktober 2011