Pentagram

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Pentagram
Bobby Liebling von Pentagram live 2010
Bobby Liebling von Pentagram live 2010
Herkunft: Arlington, Virginia
Aktiver Zeitraum: seit 1971
Genres: Doom, Hardrock
Labels: Pentagram Records, Dutch East India Trading, Peaceville Records, Buffo Socko Records, High Voltage Records, Gemini Records, Relapse, Black Widow Records, Metal Blade
Homepage: Bobby Liebling bei MySpace
Line-Up:
Bobby Liebling: Gesang
Ehemalige Mitglieder:
too many to mention...

Pentagram wurden 1971 in Arlington, Virginia gegründet. Sie waren die erste echte Doom Metal-Band mit entscheidendem Einfluss auf das ganze Genre und sind trotz häufiger zwischenzeitlicher Auflösungen und Besetzungswechseln auch heute noch aktiv.

Bandgeschichte

Die Formation Pentagram aus Virginia stellt neben den Übervätern Black Sabbath die erste, älteste und – von den diversen Arbeitspausen abgesehen – am längsten existierende Band des Genres Doom dar. 1971 im ersten von zahlreichen unterschiedlichen Lineups gestartet, machte man im ersten Jahr der Bandexistenz diverse stilistische, personelle und selbst namentliche Änderungen durch, bis 1972 zum Release der ersten Single das klassische Lineup und der programmatische Stil der Band standen. Pentagram erspielten sich ein Fanpublikum im Großraum Washington, D.C./Maryland/Virginia und veröffentlichten einige Singles in Eigenregie bzw. auf Kleinstlabels, doch waren die Verhandlungen mit Plattenfirmen bezüglich eines richtigen Longplayers von Unheil überschattet. Nicht nur war die Gruppe intern zerstritten und präsentierte sich den Labelbossen – und einmal sogar den beiden Kiss-Megastars Paul Stanley und Gene Simmons – als unorganisierter Haufen, sondern Sänger Bobby Liebling wurde 1975 auch noch verhaftet, was quasi den Anfang vom (ersten) Ende Pentagrams darstellte. 1976 löste sich die Band nach letzten Versuchen, das Ding noch einmal zu wenden, auf.

Was dann folgte, war eine – wie sich herausstellen sollte, für das spätere Doom/Stonerrock-Genre symptomatische – Odyssee durch diverse Lineup-Stadien, an denen immer irgendein Mitglied der klassischen Pentagram-Formation beteiligt war. Da Bobby Liebling die Namensrechte an Pentagram innehatte, existierte während der 70er und 80er Jahre immer mal wieder eine Band mit diesem Namen, an welcher der Sänger beteiligt war. 1985 schließlich war es dann soweit: Pentagram – seinerzeit in der Besetzung Liebling / Victor Griffin (Gitarre) / Martin Swaney (Bass) / Stuart Rose (Schlagzeug) – veröffentlichten ihr erstes Album, das zunächst den Namen der Band trug und bei späteren Re-Releases als "Relentless" bekannt wurde. Als sei das nicht schon erstaunlich schnell genug gewesen, erschien schon 1987 der Zweitling "Day of Reckoning". Der kommerzielle Erfolg blieb jedoch aus, und 1988 lösten sich Pentagram wieder einmal auf.

1990 wurden Pentagram dann aufgrund des Interesses des Metal-Labels Peaceville Records, die bisherigen Alben der Band neu zu veröffentlichen und auch eine neue Platte zu produzieren, reaktiviert. Besagtes Album folgte 1994 unter dem Titel "Be Forewarned", konnte jedoch nicht verhindern, dass Pentagram 1996 aufgrund erneuter Mitgliederfluktuation und Drogengeschichten ein weiteres Mal aufgelöst wurden. 1999 taten sich Bobby Liebling und Drummer Joe Hasselvander, der seit den 80er Jahren immer mal wieder Teil der Besetzung gewesen war, wieder zusammen, um Pentagram als Duo zu reformieren. So entstanden 1999 bzw. 2001 die Alben "Review Your Choices" und "Sub-Basement", bis sich auch diese Pentagram-Inkarnation wieder zerstritt.

Pentagram heute sind immer noch Bobby Liebling am Mikro, seit 2004 unterstützt von Gitarrist Kelly Carmichael, Bassist Adam Heinzelmann und Schlagzeuger Mike Smail. In jenem Jahr entstand auch das bislang letzte Album der Gruppe mit dem Titel "Show 'Em How". 2008 kündigte Bobby Liebling ein neues Pentagram-Album mit dem Arbeitstitel "Last Rites of the Setting Sun" an, an dem auch Mitglieder des allerersten Lineups aus den Siebzigern teilnehmen sollen. Die Veröffentlichung der schließlich mit dem verkürzten Titel "Last Rites" versehenen Platte erfolgte jedoch schließlich erst im April 2011, als ein Deal mit der Metal-Labelinstitution Metal Blade über drei Pentagram-Alben zustandekam. In der Zwischenzeit spielte die Band mit wie üblich wechselnden Mitstreitern umjubelte Shows u.a. in New York, Baltimore sowie in Norwegen.

Pentagram genießen trotz aller Querelen und Besetzungswechsel einen Legendenstatus in der Doom-Szene, der sich allerdings doch eher auf die frühen Aufnahmen und die Langlebigkeit der Gruppe bezieht. Das nicht mehr erhältliche Frühwerk ist auf diversen Kompilationen dokumentiert worden, zuletzt auf "If the Winds Would Change" von 2011. Mit "Last Days Here" erschien 2011 auch eine teilweise schockierende Filmdokumentation über das Leben und Wirken Bobby Lieblings, die den Sänger als körperlich verfallenes Drogenwrack zeigt, das mit über fünfzig Jahren noch bei seinen Eltern im Keller – das titelgebende "Sub-Basement" des 2001er Pentagram-Albums – wohnt, es schließlich aber schafft, einen Teil seiner selbstzerstörerischen Lebensweise zu ändern und auch als Musiker neue Bekanntheit zu erreichen.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Sonstige

Referenzbands

Coverversionen

Pentagram werden gecovert von...

Videos

2011 Last Days Here (Regie: Don Argott, Demian Fenton)

Weblinks