Pearl Jam – No Code

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No Code
Pearl Jam
Veröffentlicht: 27. August 1996
Label & Vertrieb: Epic
Albumlänge: 49:37 Min.
Produziert von: Brendan O'Brien und Pearl Jam
Genre: Grunge, Alternative Rock
Formate: LP, CD
Singles: 1996 – Who You Are
1996 – Hail, Hail
1996 – Off He Goes
Chronologie

1994Vitalogy

No Code

1998Yield

"No Code" ist das vierte Studioalbum der US-amerikanischen Grunge-Band Pearl Jam. Es erschien 1996.

Zum Album

Als Pearl Jam im Jahre 1996 ihr viertes Studioalbum veröffentlichten, hatten die Fünf aus Seattle bereits einen äußerst ungeraden Weg hinter sich. Nachdem man mit den vorigen Alben zuerst megaerfolgreich geworden war und dann zunehmend allergisch auf jegliche Öffentlichkeit reagiert hatte, wartete die verbliebene Fanschar nun darauf, was der mit "No Code" betitelte "Vitalogy"-Nachfolger bringen würde. Entstanden war die Platte während des heißen Sommers 1995, die Aufnahmen zogen sich aber fast ein Jahr lang hin. Behindert wurden sie unter anderem durch extreme Spannungen innerhalb der Band – Bassist Jeff Ament erfuhr erst drei Tage nach dem Beginn der Aufnahmen überhaupt von deren Anfang, und Sänger Eddie Vedder brauchte aufgrund der Jam-orientierten Arbeitsweise sehr lange, um überhaupt Texte für die improvisierten Fragmente schreiben zu können. Für Ent-Spannung sorgte letztlich der neue Drummer Jack Irons, der bereits am Ende der "Vitalogy"-Sessions eingestiegen war und nun sein erstes komplettes Pearl Jam-Album bestritt. Durch ihn wurden die Probleme innerhalb der Gruppe an- und ausgesprochen, so dass sich das Quintett nach Release der Platte in einer besseren Verfassung als je zuvor sah.

Die neue Ausgeglichenheit war auch der Platte selbst anzuhören. Erstmals überwogen ruhigere, akustische Stücke wie Who You Are, Off He Goes oder Sometimes gegenüber krachigeren Rocktracks, und auch die seit "Vitalogy" spürbare Neil Young-Bewunderung (mit dem Pearl Jam 1995 das Album "Mirrorball" als Youngs Backing-Band eingespielt hatten) kam in Stücken wie Red Mosquito, Around the Bend oder Smile noch deutlicher zum Ausdruck als zuvor. Insgesamt schienen Pearl Jam mit "No Code" ein Resümee aus der turbulenten Zeit seit ihrem Durchbruch mit "Ten" zu ziehen, da auch wieder perkussive Stücke à la In My Tree (was dem "Vs."-Track W.M.A. ähnelte) und straighte, noisige "Vitalogy"-Rocker der Marke Hail, Hail (ein weniger destruktives Last Exit bzw. Spin the Black Circle) vorkamen. Die Band selbst bezeichnete "No Code" als Übergangsalbum, und mit dem folgenden Longplayer "Yield" sollten Pearl Jam dann auch wieder um einiges geordneter klingen.

Produziert wurde das Album erneut von Brendan O'Brien. Das Artwork wurde mit einem Vierfach-Aufklapp-CD-Cover sowie beigelegten Polaroidfotos extrem aufwändig gestaltet; der Name der Platte bezog sich darauf, dass der Tonträger keinen Strichcode aufwies – ein weiterer Hinweis auf die antikommerzielle Haltung der Band.

"No Code" wurde das bis dato schlechtverkaufteste Pearl Jam-Album und verkaufte "lediglich" etwa 360.000 Einheiten in der ersten Woche, die sich insgesamt auf eine Million summierten.

Line-Up

Tracklisting

  1. Sometimes (2:40)
  2. Hail, Hail (3:41)
  3. Who You Are (3:50)
  4. In My Tree (3:59)
  5. Smile (3:52)
  6. Off He Goes (6:02)
  7. Habit (3:35)
  8. Red Mosquito (4:03)
  9. Lukin (1:02)
  10. Present Tense (5:46)
  11. Mankind (3:28)
  12. I'm Open (2:57)
  13. Around the Bend (4:35)

Singles

Weblinks