Motorpsycho

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Motorpsycho
Konzert im Kölner Gloria, 2010
Konzert im Kölner Gloria, 2010
Herkunft: Trondheim, Norwegen
Aktiver Zeitraum: seit 1989
Genres: Psychedelic, Rock, Post-Rock, Hardrock, Pop, Prog-Rock
Labels: Voices of Wonder, Stickman, Sony
Homepage: motorpsycho.fix.no
Line-Up:
Bent Sæther – Bass, Gesang
Hans Magnus "Snah" Ryan – Gitarre, Klavier, Gesang
Kenneth Kapstad – Schlagzeug (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder:
Kjell Runar "Killer" Jenssen – Schlagzeug (1989–1991)
Håkon Gebhardt – Schlagzeug, Banjo, Glockenspiel, Gesang (1991–2005)
Helge "Death Prod" Steen – Keyboard, Technik (1992–1994)
Morten Fagervik – Gitarre, Keyboard (1994–1996)
Baard Slagsvold – live Keyboard, Gesang (1999-2003)

Motorpsycho ist eine der erfolgreichsten und wandlungsfähigsten norwegischen Bands.

Bandgeschichte

Motorpsycho wurden 1989 von Bent Sæther, Hans Magnus Ryan und Kjell Runar Jenssen in Norwegens drittgrößter Stadt Trondheim gegründet. Nach der ersten Albumveröffentlichung 1991 verließ Jenssen die Band, und Håkon Gebhardt, den Hans Magnus Ryan bereits seit einigen Jahren kannte, wurde für die Band gewonnen. Die Band entwickelte sich schnell von den Hardrock-Klängen weiter zu experimentelleren Progressive-Rock-Elementen, welche auf dem 1993 veröffentlichten Album Demonbox zu hören sind. Dieses Album bedeutete gleichzeitig den Durchbruch für Motorpsycho – sowohl in der norwegischen Underground-Szene als auch in der norwegischen Musikpresse, welche es als eines der besten Rock-Alben aller Zeiten bezeichnete. Die darauffolgenden Alben zeichneten sich stets durch immense Kreativität und enormes musikalisches Potential aus, da Motorpsycho sich mit jedem Album weiterentwickelten und neue Stile und Spielarten integrierten. So fokussiert die Band auf dem epischen Doppelalbum Timothy's Monster eher Indie-Rock-Elemente im Stile von etwa Dinosaur Jr, verarbeitet auf Trust Us experimentelleres Material im Stile der Rockmusik der Siebziger Jahre und auf Let Them Eat Cake widmet man sich opulenten Kompositionen mit durchgängig unterstützenden Streicher Arrangements. Diese fortschreitenden Veränderungen von Platte zu Platte unterstreichen die musikalische Versiertheit der Band, bei welcher lediglich die oft experimentellen und immer wieder auftauchenden Klangcollagen eine Konstante darstellen.

1994 veröffentlichten Motorpsycho den Soundtrack zu dem Western The Tussler von Theo Buhara, ein von Neil Young und den Allman Brothers inspiriertes Countryalbum. Weder der Film noch der Regisseur existieren jedoch tatsächlich. Eine Weiterführung dieser Folk- und Country-inspirierten Musik verfolgt das Projekt The International Tussler Society der Band, bei welchem noch weitere befreundete Musiker mitwirken. 2003 kollaborierten Motorpsycho mit dem norwegischen Elektronik- und Jazz-Ensemble Jaga Jazzist für die holländische In-The-Fishtank-Reihe, mit deren Bläsern die Band bereits für das Album Phanerothyme zusammengearbeitet hatte. Die Band gilt seit jeher trotz ihres enormen Erfolges in ihrem Heimatland als eines der best gehütetsten Geheimnisse der Musikindustrie. Eng mit der Band verwoben ist auch das Hamburger Label Stickman, welches 1994 mit der EP Wearing Yr Smell als "Psychobabble 001" seine Arbeit begann und dem die Band seitdem treu geblieben ist, obwohl sie in Norwegen bei dem Majors EMI bzw. Sony unter Vertrag sind. Seit den in 1992 veröffentlichten EPs übernimmt der norwegische Musiker und Designer Kim Hiortøy das jeweilige Cover Artwork für Motorpsycho.

2005 verließ der langjährige Schlagzeuger Håkon Gebhardt die Band, um sich seinen anderen musikalischen Projekten zu widmen. Nachdem auf dem Album Black Hole/ Blank Canvas Bent Sæther das Schlagzeug weitgehend selbst eingespielt hatte und man sich live mit verschiedenen Tourschlagzeugern beholfen hatte, vervollständigte 2007 der Norweger Kenneth Kapstadt das Trio wieder.

Kollaborationen

Diskographie

Alben


Singles/EPs

Charts

Jahr Titel Charts
D NOR UK US S A CH F FIN NZ
1996 Blissard - 3 - - - - - - - -
1997 Angels And Daemons At Play - 2 - - - - - - - -
1998 Trust Us - 7 - - - - - - - -
1999 Roadwork 1 - 7 - - - - - - - -
2000 Let Them Eat Cake 83
1
- - - - - - - -
2001 Barracuda - 8 - - - - - - - -
2001 Phanerothyme 80
1
- - - - - - - -
2002 It's A Love Cult 91 2 - - - - - - - -
2003 Timothy's Monster - 21 - - - - - - - -
2003 The Tussler - 10 - - - - - - - -
2003 In The Fishtank - 7 - - - - - - - -
2004 Presents The International Tussler Society -
1
- - - - - - - -
2006 Black Hole/Blank Canvas - 2 - - - - - - - -
2008 Little Lucid Moments - 2 - - - - - - - -
Singles
1996 Nerve Tattoo - 8 - - - - - - - -
1997 Baby Scooter - 14 - - - - - - - -
1997 Have Spacesuit, Will Travel - 13 - - - - - - - -
1997 Lovelight - 13 - - - - - - - -
1997 Starmelt - 8 - - - - - - - -
1998 Ozone - 6 - - - - - - - -
1998 Hey Jane - 8 - - - - - - - -
2000 The Other Fool EP -
1
- - - - - - - -
2000 Walkin' With J EP - 6 - - - - - - - -
2002 Serpentine EP - 2 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Intro Visions Spex Intro Visions
1998 Trust Us 21
2001 Phanerothyme 30 21
2002 It's A Love Cult 38 43 26
2008 Little Lucid Moments 39
Singles
2001 Slow Phaseout 43
2002 Serpentine 35 23

All-Time-Charts

Demon Box
Timothy's Monster

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • Der Bandname entstand nach dem Besuch einer Triple-Feature-Vorstellung von Russ Meyer Filmen. Man entschied sich für "Motorpsycho", da "Faster Pussycat Kill Kill" und "Mudhoney" bereits vergeben waren. Analog zu diesem Film wurden bei den ersten Auftritten Filme über Motorradbanden aus den Sechziger Jahren im Hintergrund gezeigt.
  • Das Album "Angels and Daemons at Play" ist nach dem Sun Ra Album "Angels and Demons at Play" bennant.
  • Der Ausspruch "into the void we have to travel" auf dem Inlay von "Blissard" ist ein Zitat des Hawkind Stückes "Space is Deep"
  • Mit der Zeile "The Ox is dead... long live the Ox!" auf dem Cover von "Serpentine", spricht die Band auf den 2002 verstorbenen Bassisten John Entwistle von The Who an.
  • Toboggan beziehen sich mit ihrem Lied Trondheim auf Motorpsycho.

Coverversionen

Motorpsycho haben gecovernt:

  • "Black To Comm" von MC5 auf "Roadworks Vol 1"
  • "He's A Grungewhoe" von Turbonegro auf Alpha Motherfuckers – A Tribute To Turbonegro
  • "New Day Rising" von Hüsker Dü auf dem "An Internatinal Compilation Of Hüsker Dü Cover-Songs" Sampler
  • "Shock Me" von Kiss auf dem "Flaming Youth" Sampler
  • "Watchin You" von Kiss auf "Another Ugly EP"
  • "Young Man Blues" von dem Jazz Pianisten Mose Allison in einer Version, wie The Who das gleiche Stück für "Live In Leeds" interpretierten, auf "Ozone"

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Weblinks