Monster Magnet

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Monster Magnet
Monster Magnet auf dem Southside 2008
Monster Magnet auf dem Southside 2008
Herkunft: Red Bank, New Jersey, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1989
Genres: Stoner Rock
Psychedelic Rock
Alternative Rock
Labels: Glitterhouse
Caroline Records
A&M
SPV
Homepage: MonsterMagnet.net
Line-Up:
Dave Wyndorf: Gesang, Gitarre
Garrett Sweeny: Gitarre
Jim Baglino: Bass (seit 2000)
Bob Pantella: Schlagzeug (seit 2000)
Ehemalige Mitglieder:
John McBain: Gitarre (1989-1992)
Tim Cronin: Bass, Gesang (1989-1990)
Joe Callandra: Bass (1989-2000)
Tom Diello: Schlagzeug (1989-1993)
Jon Kleinman: Schlagzeug (1993-2000)
Phil Cavaino: Gitarre (1998-2005)
Ed Mundell: Leadgitarre (1993-2010)

Monster Magnet wurden 1989 gegründet. Sie sind eine der erfolgreichsten Stonerrockbands.

Bandgeschichte

Die Drogenfetischisten Monster Magnet aus New Jersey waren eine der ersten Bands, die in den frühen 90er Jahren mit ihrer Mischung aus Doom, Hardrock und Psychedelic den Stoner Rock vorbereiteten und - im Gegensatz zu früh verschiedenen (Kyuss) oder chronisch erfolglosen (Saint Vitus, Trouble, The Obsessed) Kollegen - auch ein ordentliches Stück vom kommerziellen Kuchen davon abbekamen. Zwar ist vom Original-Lineup nurmehr Chefrogger Dave Wyndorf übrig, und die ursprüngliche heilige Bandallianz aus Dope, Spacerock, Krautrock und Psychedelia ist größtenteils einem strafferen Hardrockkonzept gewichen, dennoch haben die Monstermagneten einige Meriten im Bereich der alternativen Rockmusik gesammelt.

Nach den ersten beiden programmatischen Tape-Demos "Forget About Life, I'm High on Dope" sowie "I'm Stoned, What Ya Gonna Do About It?" landete die Band einen Vertrag beim deutschen Indie Glitterhouse, auf dem 1990 eine selbstbetitelte 4-Track-EP erschien. Der erste Longplayer namens "Spine of God" kam dann 1991 bei dem Virgin-assoziierten Indielabel Caroline Records heraus und präsentierte den klassischen Magnet-Sound im Spektrum von Hawkwind, Black Sabbath und MC5, während die kurz danach aufgenommene EP "Tab 25" eine volle Breitseite endloser Psychedelik auffuhr. Das Personalkarussell hatte sich zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits mächtig zu drehen begonnen, denn als 1993 das zweite Album namens "Superjudge" anstand, waren sowohl Sänger/Bassist Tim Cronin als auch Schlagzeuger Tom Diello und Leadgitarrist John McBain vom Ursprungslineup nicht mehr an Bord. Der Erfolg von "Superjudge", das bereits auf dem Major A&M erschien, litt allerdings unter der drückenden Übermacht des Grunge in den Medien, so dass der drogengeschwängerte 70er-Rock der Band dagegen kaum vermittelbar schien.

Mit der dritten LP, "Dopes to Infinity" von 1995, sollte sich das ein Stück ändern, da die Singleauskopplung Negasonic Teenage Warhead samt des buchstäblich spacigen Videos von Radio und MTV sehr wohlwollend aufgenommen wurde. Viel mehr als Kult blieben Monster Magnet zu diesem Zeitpunkt allerdings auch nicht, da das Album erfolgsmäßig hinter der Single zurückblieb. Folglich setzte sich Dave Wyndorf nach Las Vegas ab, um dessen Fluidum von Glam'n'Sex in die dreizehn Songs für den 1998 erscheinenden Nachfolger "Powertrip" einfließen zu lassen. Diese warfen die psychedelischen Exkurse der bisherigen Platten zum Großteil über Bord und konzentrierten sich auf straighten Hardrock. Der Erfolg gab Wyndorf recht, denn nicht zuletzt durch die Erfolgssingle Space Lord konnte "Powertrip" eine goldene Schallplatte für 250.000 verkaufte Einheiten einheimsen.

Danach schien der Zenit der Gruppe allerdings überschritten, denn das nächste Album "God Says No" (2000) wurde von Fans wie auch Mainstreamkäufern als Imitation des erfolgreichen Vorgängers kritisiert und fiel kommerziell ziemlich durch. Zudem enttäuschte die Tour zur LP, auf der die Quasi-Co-Headliner der Queens of the Stone Age im Vergleich deutlich frischer und überzeugender wirkten als die Magneten. Es folgte eine längere kreative Pause, in der lediglich 2003 nach dem Auslaufen des Plattenvertrags mit A&M eine "Greatest Hits"-CD erschien. 2004 kehrten Monster Magnet mit frischen Kräften, neuem Label (SPV), runderneuertem Lineup und einem Album namens "Monolithic, Baby!" zurück, das von den Fans wieder mit Wohlwollen aufgenommen wurde, da auch aus den Psychedelic-Wurzeln der Gruppe wieder neue Triebe sprossen. Zwei Jahre später schien dann um ein Haar das Aus für die Band und insbesondere ihren Frontmann gekommen, denn David Wyndorf wurde am 27. Februar 2006 mit einer Drogenüberdosis ins Krankenhaus eingeliefert. Die anstehende Tour wurde abgesagt, danach herrschte erst mal Funkstille um die Band.

Das ursprünglich für März 2006 geplante neue Album "4 Way Diablo" wurde schließlich am 2. November 2007 veröffentlicht und sollte aufgrund der damit einhergehenden Strapazen eigentlich nicht von einer Tournee begleitet werden, doch spielten Monster Magner 2008 schließlich doch noch live, unter anderem auf den Hurricane- und Southside-Festivals. 2010 folgte das Album "Mastermind" auf Napalm Records; seit 2012 werkelt die Band mit dem neuen Gitarristen Garrett Sweeny am Nachfolger dazu.

Diskographie

Alben
EPs
  • 1990 Monster Magnet (4-Track-EP, Glitterhouse)
  • 1992 Tab 25 (4-Track-EP, Caroline Records)
  • 1992 It's a Satanic Drug Thing ... You Wouldn't Understand (2x12", Glitterhouse - enthält die beiden vorangegangen EPs, limitiert auf 666 Stück)
Singles
  • 1990 Lizard Johnny / Freakshop USA (7", Circuit Records)
  • 1990 Murder / Tractor (7", Primo Scree Records)
  • 1992 Evil (7"/12"/Cdsingle, Glitterhouse)
  • 1993 Face Down (CDsingle, A&M)
  • 1993 Cage Around the Sun (7"/CDsingle, A&M)
  • 1993 Twin Earth (7"/12"/CDsingle, A&M)
  • 1995 Negasonic Teenage Warhead (Shaped7"/CDsingle/2xCDsingle, A&M)
  • 1995 Dopes to Infinity (Shaped7"/CDsingle, A&M)
  • 1995 Look to You Orb for a Warning (CDsingle, A&M)
  • 1995 Dead Christmas (CDsingle, A&M)
  • 1998 Space Lord (CDsingle/7", A&M)
  • 1998 Powertrip (CDsingle/7", A&M)
  • 1998 Let It Ride (CDsingle, A&M)
  • 1998 See You in Hell (CDsingle, A&M)
  • 2000 Silver Future (CDsingle/7", Restless Records)
  • 2000 Heads Explode (CDsingle, A&M)
Sonstige
  • 1995 Interview CD (A&M)
  • 2003 Greatest Hits (CD, A&M)

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F NOR FIN NZ
1995 Dopes to Infinity 30 - - - - 17 - - - -
1998 Powertrip 21 - 97 - - 23 - - - -
2000 God Says No 17 - 153 - - 17 - - - -
2004 Monolithic Baby! 13 - - 46 - 7 140 26 19 -
2007 4-Way Diablo 81 - - - - 51 - - - -
Singles
1999 Powertrip - 39 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Visions Spex Visions
1992 Spine of God
-
40
-
-
- -
1995 Dopes to Infinity
-
-
16
-
- 8
1998 Powertrip
-
-
-
-
- 4
2000 God Says No
-
-
-
ohne Rang
- 11
Singles
1992 Evil
-
-
-
-
23 -
1998 Space Lord
18
-
-
-
-
1
1998 Powertrip
-
-
-
-
- 12

All-Time-Charts

Spine of God
Dopes to Infinity
Superjudge

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Weblinks