Limp Bizkit

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Limp Bizkit
Limp Bizkit mal ganz selbstironisch
Limp Bizkit mal ganz selbstironisch
Herkunft: Jacksonville, Florida, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1994 und immer noch kein Ende in Sicht...
Genres: New Metal
Labels: Flip Records, Interscope, Cash Money Records
Homepage: LimpBizkit.com
Line-Up:
Fred Durst: "Gesang"
Wes Borland: Gitarre
Sam Rivers: Bass
John Otto: Schlagzeug
Franko Carino: DJ (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder:
DJ Lethal: DJ (1996-2012)

Limp Bizkit wurden 1994 in Florida gegründet. Sie wurden rasch zu einer der Topseller-Bands des New Metal-Genres der späten 1990er und frühen 2000er.

Bandgeschichte

Zu den – vorsichtig formuliert – kontroversesten Bands des Spätneunziger/Früh-Nuller-New Metal-Trends gehören wohl die 1994 in Jacksonville gegründeten Limp Bizkit (korrekt orthographiert "Limp Biscuit", zu Deutsch: weicher Keks, was im Zusammenhang mit dem Gebaren von Front-Rotkäppchen Fred Durst nicht ohne Pikanz ist). Der ehemalige Profi-Skater und Marinesoldat Durst war als Tätowierer in Florida hängengeblieben, wo er mit Sam Rivers und John Otto ein Rap-Metal-Trio gründete, zu dem sich bald Gitarrist Wes Borland gesellte. Zufällig kam Durst dabei Fieldy, der Bassist der aufstrebenden New Metal-Galionsfiguren Korn, unter die Nadel, was schließlich zu einem Plattenvertrag für das erste Album "Three Dollar Bill, Y'All$" führte, das 1997 veröffentlicht wurde und unter anderem ein Cover von George Michaels Hit Faith enthielt. Mit dieser Platte und den folgenden Alben "Significant Other" (1999) und "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water" (2000) wurden Limp Bizkit zum Multi-Platin-Act, und speziell die Großmäuligkeit von Fred Durst in Verbindung mit dem harten und trotzdem eingängigen Metal-Rap-Gemisch (inzwischen war auch Ex-House of Pain-Plattenkratzer DJ Lethal an Bord) und x Gastmusikern von Korns Jonathan Davis über Scott Weiland (Stone Temple Pilots) bis zu Method Man (Wu-Tang Clan) trug zu dieser Massenwirkung bei. Bis zum Auftauchen des Garage-Punk 2001 hatten Durst und seine Truppe die Rockwelt fest im Griff, woran auch Peinlichkeiten wie der Hahnenkampf mit dem gleichermaßen größenwahnsinnigen Creed-Sänger Scott Stapp, der Aufruf zur Sachbeschädigung auf dem ohnehin von Gewalttätigkeiten überschatteten "Woodstock 99"-Festival oder die ewig selbstmitleidigen Texte wie im "Mission: Impossible 2"-Soundtrack-Hit Take a Look Around ("I know why you wanna hate me!") nichts änderten.

Als es dann aber soweit war, dass das Rockpublikum (wieder mal) genug von tätowierten Südstaaten-Machos hatte und sich lieber schmale Jungs aus New York mit engen Jeans und Velvet Underground-Fetisch anhören wollte, fiel dann auch gleich ziemlich viel auseinander in Bizkithausen. Erst erklärte Wes Borland – laut objektiven Beobachtern der musikalische Kopf der Band – seinen Ausstieg aus der Band, da es ihm letztlich "nur noch ums Geld" gegangen sei, dann versaute es sich die Rumpf-Combo mit der "Put Your Guitar Where Your Mouth Is"-Aktion bei den angeblich so geliebten Fans, als sie jeden Interessierten zum Vorspielen für den vakanten Gitarristenposten einlud (einzige Bedingungen: keine Coversongs und der Verzicht auf die Rechte des Vorgespielten), was sich letztlich als totaler Reinfall und für das Bandimage mindestens als minus zehn auf der nach unten offenen "Wir verachten unsere Fans und wollen nur ihr Geld"-Metallica-Skala erwies. Das ohne Borland aufgenommene Album "Results May Vary" erhielt vernichtende Kritiken (von der Seite Metacritic.com gar als eines der drei schlechtesten Alben aller Zeiten verrissen), worauf um Borland und Durst ein bis heute dauerndes Ist-er-nun-in-der-Band-oder-nicht-Wechselspiel entstand. "The Unquestionable Truth" von 2005 wurde zumindest etwas milder bewertet, reichte aber auch nicht an vergangene kommerzielle Großtaten heran.

Zuletzt veröffentlichten Limp Bizkit in Originalbesetzung das Album "Gold Cobra", das im Juni 2010 veröffentlicht wurde und recht freundliche Kritiken erhielt. Deutlich unfreundlicher ging hingegen der Abgang von DJ Lethal vonstatten, der sich mit Durst über Drogen usw. verkrachte und Anfang Juni 2012 die Band verließ. Nichtsdestoweniger ist ein neues Studioalbum mit dem Arbeitstitel "The Unquestionable Truth (Part 2)" auf dem neuen Label Cash Money Records geplant; der derzeitige Tour-DJ Franko Carino soll als Vollzeitersatz für Lethal einsteigen.

Kollaborationen

sehr viele!

Diskographie

Alben
  • 1997 Three Dollar Bill, Y'All$
  • 1999 Significant Other
  • 2000 Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water
  • 2003 Results May Vary
  • 2005 The Unquestionable Truth (Part 1)
  • 2010 Gold Cobra

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Musikexpress Musikexpress Visions
1999 Significant Other 46 6
2000 Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water 48 19
Singles
1999 Nookie 1
2000 Take a Look Around 3

All-Time-Charts

Results May Vary
Chocolate Starfish & the Hot Dog Flavored Water


Referenzbands

Coverversionen

Limp Bizkit covern...

  • Faith von George Michael (auf "Three Dollar Bill, Y'All$", 1997)
  • My Generation von The Who (auf "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water", 2000)
  • Behind Blue Eyes von The Who (auf "Results May Vary", 2003)

Limp Bizkit werden gecovert von...

Weblinks