Lauryn Hill

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Lauryn Noel Hill wurde am 25. Mai 1975 in South Orange, New Jersey (USA) geboren. Sie ist Sängerin, Rapperin, Produzentin und Schauspielerin.

Stockholm Jazz Festival am 19. Juli 2005

Genre

Hip Hop, Neo Soul, Gospel

Biographie

Lauryn Hill wuchs auf als zweites von zwei Kindern einer Englischlehrerin und eines Computerprogrammierers und trat als 13jährige erstmals öffentlich in der US-amerikanischen Fernsehsendung "It's Showtime at the Apollo" auf. [1]

Ein paar Jahre später, Anfang der 1990er Jahre traf sie dann in der High School Prakazrel "Pras" Michel. Und zusammen mit dessen Cousin Wyclef Jean gründeten die drei die Hip Hop Band The Fugees.

Ausserdem begann sie zu diesem Zeitpunkt bereits erste Erfahrungen als Schauspielerin zu sammlen, so erhielt sie eine kleine Rolle in der Seifenoper As the World Turns auf dem Sender CBS und 1993 spielte sie neben Whoopi Godberg in Sister Act 2.

1994 jedoch erschien das Debütalbum Blunted on Reality der Fugees, das ziemlich erfolgreich wurde und auf dem sie bei acht Songs als Rapperin zu hören ist. Weltweit bekannt wurde sie jedoch, als das Nachfolgealbum The Score 1996 erschien, bei dem sie erstmals als Produzentin tätig war, und auf dem sie den Roberta-Flack-Song "Killing Me Softly with His Song" singt, und der sich als Single 9 Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts hielt.

In genau diesem Jahr begann auch ihre Beziehung mit Rohan Marley, einem Sohn Bob Marleys, mit dem sie bis heute zusammen ist und mit dem sie fünf Kinder hat.

1997, das Jahr in dem sich The Fugees dann auflösten, begann Hill bereits an den Arbeiten zu ihrem ersten Soloalbum, das ein Jahr später unter dem Titel The Miseducation of Lauryn Hill erschien. Das Album wurde so erfolgreich, dass sie 10 Nominierungen bei den Grammy-Awards in den USA bekam und ganze fünf davon gewann. Damit stellte sie einen neuen Rekord auf und gewann unter anderem auch gegen Ray of Light von Madonna für das Album des Jahres.

Es folgte eine längere künstlerische Pause, bis drei Jahre später dann das Live aufgenommene Album MTV Unplugged No. 2.0 erschien. Im Gegensatz zu ihren vorherigen Veröffentlichungen, die alle aus einer Mischung aus Hip Hop und Soul bestanden, war sie auf ihrem zweiten Album auf fast allen Songs nur mit Akustikgitarre und ohne Begleitung zu hören. Und es wurde von Kritikern und Käufern im Vergleich zum Vorgänger eher abgelehnt.

Nach diesem Album zog sich Lauryn Hill bis auf wenige Ausnahmen komplett aus der Öffentlichkeit zurück und erst durch die kurze Wiedervereinigung der Fugees, die auf Dave Chappelle's Block Party 2004 begann, jedoch 2006 schon wieder beendet war, konnte man sie auf der Bühne sehen.

2003 gab es noch einen Skandal, als sie am 13. Dezember im Vatikan einen Benefizauftritt hatte, und zwischen zwei Songs etwas gegen Korruption, Ausbeutung durch die Kirche, sowie Missbräuche im Zusammenhang mit pädophilen Übergriffen von katholischen Priestern auf Kinder kritisierte. [2]

Nach neuesten Meldungen aus 2008 soll ein Solo-Comeback jedoch bevorstehen.

Kollaborationen

Diskographie

Alben mit The Fugees

Solo

Alben
  • 1998 The Miseducation of Lauryn Hill (25. August, Sony)
  • 2002 MTV Unplugged No. 2.0 (7. Mai, Columbia)
  • 2007 Best of Lauryn Hill Mixtape (3. August; 101, Groove Attack)
Singles/EPs
  • 1996 If I Ruled the World (Imagine That) (mit Nas)
  • 1997 The Sweetest Thing
  • 1997 All My Time (mit Paid & Live)
  • 1998 The Miseducation of Lauryn Hill
  • 1998 Can't Take My Eyes off of You
  • 1998 Doo Wop (That Thing)
  • 1999 Lost Ones
  • 1999 Ex-Factor
  • 1999 Everything Is Everything
  • 1999 To Zion
  • 1999 Nothing Even Matters (mit D'Angelo)
  • 1999 Turn Your Lights Down Low (mit Bob Marley)
  • 2002 Mr. Intentional
  • 2006 Say (mit Method Man)
  • 2007 Lose Myself

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV NL F P NOR FIN DK AUS NZ
1998 The Miseducation... 9 2 1 4 11 3 11 3 2 20 2 5
2002 MTV Unplugged 2.0 30 40 3 2 3 10 40 4 5 28 16 35
Singles
1998 Doo Wop (That Thing) 17 3 1 33 10 39 4 23 35
1999 Ex-Factor 52 4 21 22 46 40 51
1999 Everything Is Everything 19 35 51 15
1999 Turn Your Lights Down Low 33 15 86 22 11 5 5 14 3 1

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Les Inrocks Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions
1998 The Miseducation of Lauryn Hill 22 16 46 37
Singles
1998 Doo Wap (That Thing) 24 21 26 12

All-Time-Charts

The Miseducation of Lauryn Hill

MTV Unplugged No. 2.0


Referenzen

  1. "It's Showtime at the Apollo" in der engl. Wikipedia.
  2. Statement von Hill zur katholischen Kirche

Weblinks