Jack Irons

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Jack Irons
Jack Irons mit Die Mannequin
Jack Irons mit Die Mannequin
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Geboren: 18. Juli 1962 (57 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1976
Genres: Funk, Crossover, Grunge, Alternative Rock
Instrumente: Schlagzeug, Gesang, Tasteninstrumente, Gitarre
Labels: Breaching Whale
The Orchard
Homepage: JackIrons.com
Bands:
What Is This?
Red Hot Chili Peppers
Eleven
Pearl Jam
Colonel Les Claypool's Fearless Flying Frog Brigade
Spinnerette
Die Mannequin

Jack Irons war Drummer von u.a. Red Hot Chili Peppers, Eleven und Pearl Jam nebst einer großen Anzahl von weiteren Projekten.

Biographie

Jack Steven Irons wuchs in Los Angeles auf, wo er bereits als Kind das Schlagzeugspiel erlernte und in den 1970er Jahren Freundschaft mit Michael "Flea" Balzary, Hillel Slovak, Alain Johannes und Anthony Kiedis schloss. Aus dieser Konstellation entwickelte sich das Grundgerüst für zwei Funk-Bands, bei denen Irons jeweils hinterm Schlagzeug saß, nämlich einerseits Anthym (später What Is This?) mit Slovak, Johannes sowie dem ersten Bassisten Todd Strassman und andererseits die als One-Off namens Tony Flow and the Miraculously Majestic Masters of Mayhem gestarteten Red Hot Chili Peppers mit Flea, Slovak und Kiedis. Ironischerweise gab Irons (und ebenso Slovak) What Is This? den Vorzug, da er die Chili Peppers zunächst nur als Kurzprojekt betrachtete und WIT? auch als erste der beiden Gruppen über einen Plattenvertrag verfügten. Mit What Is This? nahm Irons bis 1985 das von Todd Rundgren produzierte Debütalbum sowie zwei EPS auf; danach verließ Hillel Slovak die Band, um sich den Chili Peppers anzuschließen. Irons arbeitete noch eine Weile mit dem aus Alain Johannes und dessen Partnerin Natasha Shneider bestehenden Duo Walk the Moon zusammen und folgte schließlich seinem Freund Slovak zu den Peppers nach, auf deren drittem Album "The Uplift Mofo Party Plan" (1987) er als Drummer zu hören ist.

Das Schicksal schlug allerdings im Jahr 1988 zu, als Hillel Slovak an einer Heroinüberdosis starb. Dies schockte Jack Irons so sehr, dass er nicht nur chronisch depressiv davon wurde, sondern auch den Chili Peppers den Rücken kehrte. Er schlug sich eine Weile als Tour- und Sessiondrummer durch (unter anderem für Redd Kross sowie die Band von Joe Strummer) und vermittelte den sängerlosen ehemaligen Mother Love Bone-Musikern Jeff Ament und Stone Gossard deren neuen Frontmann Eddie Vedder, den er aus San Diego kannte und dem er die neuen Demos des damals noch unbetitelten Seattle-Projekts zukommen ließ. Schließlich kam Irons wieder mit Alain Johannes und Natasha Shneider zusammenkam, woraus im Jahre 1990 die Gründung des Trios Eleven resultierte. Mit der zwischen Alternative, Klassik und Hardrock gelegenen Band spielte Jack Irons die beiden Alben "Awake in a Dream" (1991) und "Eleven" (1993) ein, verließ die Gruppe aber 1994 während der Aufnahmen zur dritten LP "Thunk", um sich eben jenem Projekt aus Seattle als Drummer anzuschließen, das als Pearl Jam im Zuge der Grunge-Explosion mittlerweile zu einer der erfolgreichsten Rockbands der Neunziger geworden war. (Ironischerweise spielte ausgerechnet Soundgarden-Schlagzeuger Matt Cameron die noch fehlenden "Thunk"-Tracks ein, der einige Jahre später seinerseits Jack Irons bei Pearl Jam ablösen sollte.)

Zu Pearl Jam stieß Jack Irons als Nachfolger von Dave Abbruzzese, den Vedder und Co. während der Aufnahmen für ihr drittes Album "Vitalogy" gefeuert hatten. Irons beendete die Aufnahmen und ging mit der Band auf Tour; zudem spielte er auf den Alben "No Code" (1996) und "Yield" (1998) sowie der Neil Young-Kollaboration "Mirrorball" mit, wo er auch für einige Stücke Anteil an den Songwriting-Credits hatte. Als es darum ging, für "Yield" auf Tour zu gehen, kam es allerdings zu Unstimmigkeiten zwischen Irons und dem Rest der Band, da der Trommler sich nicht fit genug für eine langfristige Konzertreise fühlte. Er verließ schließlich die Band, was die anderen Musiker zwar schmerzte, doch gab es kein böses Blut, und seitdem sitzt besagter Matt Cameron als "permanente Aushilfe" auf dem Pearl Jam-Schlagzeughocker.

Nach einer Auszeit kehrte Irons dann 2002 zum Eleven-Heimathafen zurück, als die Band ihr fünftes Album "Howling Book" aufnahm. 2004 trat er erstmals als Solokünstler in Erscheinung, als sein erstes Album "Attention Dimension" veröffentlicht wurde, auf dem zahlreiche Gäste – neben den üblichen Verdächtigen wie Johannes, Shneider, Flea und Vedder unter anderem auch Primus-Bassist Les Claypool – zu hören waren. In den weiteren 2000ern spielte Jack Irons unter anderem bei Colonel Les Claypool's Fearless Flying Frog Brigade, mit Perry Farrell bei dessen Projekt Satellite Party sowie der neuen Band der Ex-Distillers-Frontröhre Brody Dalle namens Spinnerette, bei der auch Alain Johannes wieder mit dabei war. In der allerjüngsten Vergangenheit hat Jack Irons für die kanadische Punkband Die Mannequin sowie bei den Aufnahmen zum aktuellen Hole-Album "Nobody's Daughter" Schlagzeug gespielt. 2010 erschien zudem sein zweites Soloalbum "No Heads Are Better Than One".

Solo-Diskographie

Referenzkünstler

Weblinks