Ice-T

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Ice-T wird am 16. Februar 1958 als Tracy Morrow in Newark, New Jersey geboren.

Genre

Hip Hop, Gangsta Rap

Bandgeschichte

Ice-T wird in Newark geboren, zieht aber nach Los Angeles als er zehn ist, nachdem sein Mutter an einem Herzinfarkt und sein Vater bei einem Autounfall sterben. Auf der Schule kommt er zum ersten Mal mit Rap-Musik in Berührung und nimmt sich den Dichter Iceberg Slim als Vorbild. Nach der Schule tritt er der Armee bei, nach dem Ende seiner Dienstzeit nimmt er einige Singles auf und versucht sich in kleinen Filmen als Schauspieler. 1987 bekommt er schließlich einen Vertrag bei Sire Records und veröffentlicht dort sein Debütalbum Rhyme Pays. Titel wie Sex oder Pain weisen schon auf die relative Simplizität des Debüts hin, nichtsdestotrotz sind die für ihn typischen anspruchsvollen Lyrics und harten, klaren Beats schon deutlich herauszuhören. Das Album schafft es in die Top 100 der US-Charts und auch der Song Colors, den er 1988 für den gleichnamigen Film aufnimmt, ist ein kleiner Hit.

Kurz darauf gründet Ice-T sein eigenes Label Rhyme Syndicate bei Sire und Warner und veröffentlicht sein zweites Album Power. Es gehört, zusammen mit den beiden Nachfolgern, zu Ice-Ts wichtigsten Alben und geht hauptsächlich kritisch mit Themen wie Rassismus, Polizeigewalt, Drogen und Sex um. Selbiges gilt für den noch anspruchsvolleren Nachfolger The Iceberg/Freedom of Speech...Just Watch What You Say, der wesentlich düsterer gerät und Tracks wie She Tried To Kill Me und Black 'N' Decker (der sich über die Kritik, dass Rapmusik Gewalt verherrliche lustig macht) als bewusste Provokationen beinhaltet.

1990 betätigt sich Ice-T zum ersten Mal als Schauspieler im Film New Jack City und die Single New Jack Hustler, die er hierfür aufnimmt ist auch auf seinem vierten Album O.G.: Original Gangster enthalten. Das Album markiert den Höhepunkt seines Schaffens, sowohl künstlerisch als auch kommerziell und gilt als eines der Hauptwerke des Hip Hops der 90er. Auf über 20 Tracks wird kein sozialkritisches Thema ausgelassen, über das eigene Werk reminisziert, Präsident Bush Sr. und seine Frau beleidigt und Ice-Ts Metal-Projekt Body Count (das eine Weile noch größeres Aufsehen erregt) mit dem ersten, selbstbetitelten Song vorgestellt. Bemerkenswert ist auch das Fehlen jeglicher sexistischer oder überhaupt sexthematischer Lieder auf dem Album, ein für das Genre und auch für Ice-Ts sonstige Musik ungewöhnliches Novum, worauf sogar auf dem Album explizit Bezug genommen wird.

Die späteren Kontroversen um Body Count werfen einen Schatten auf Ice-Ts weiteres Schaffen. Warner will sein fünftes Album Home Invasion wegen des kontroversen Covers nicht veröffentlichen (darauf sieht man die Comiczeichnung eines weißen Jungen, der Ice-Ts Musik hört und damit symbolisch Gewalt und Sexismus in die gesittete Welt einlässt), so dass er sich vom Label trennt und das Album bei Priority Records veröffentlicht. Doch auch ohne Labelprobleme enttäuscht das Album Fans und Kritiker, die Songs bieten textlich wenig Neues und eine höhere Anzahl von Gastauftritten anderer (aber eher unbekannter) Künstler gleichen dies nicht aus. 1994 veröffentlicht er seine Autobiographie The Ice Opinion.

Während Ice-Ts Schauspielkarriere mit Rollen als Gangster und Polizist (letzteres bringt ihm böse Kommentare vieler Fans ein, da ihm nach seiner vorherigen deutlichen Kritik am Polizeisystem der USA nun Scheinheiligkeit vorgeworfen wird) in verschiedenen Filmen und TV-Serien floriert, hat er seinen musikalischen Zenit längst überschritten. VI: Return Of The Real kann 1996 noch auf den ausklingenden Wellen des zweiten Body Count-Album mitreiten, doch der Nachfolger The Seventh Deadly Sin wird kaum noch wahrgenommen, auf beiden fehlen die sonst so auffälligen politische Statements, stattdessen gibt es hauptsächlich Gangstergehabe und Selbstbeweihräucherung. Auch das 2006 erscheinende Album Gangsta Rap bleibt diesem Konzept treu und ermöglicht kein spätes Comeback.

Bands

Kollaborationen

ständige Kollaborateure:

auf The Iceberg:

auf Home Invasion:

auf VI: Return Of The Real:

auf Seventh Deadly Sin:

Kollaborationen bei anderen Künstlern

Solo-Diskographie

Alben

Singles/EPs

Compilations

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1987 Rhyme Pays - 93 - - - - - - - -
1988 Power - 35 - - - - - - - -
1989 The Iceberg / Freedom Of Speech... - 37 - - - - - - - -
1991 O.G. Original Gangster - 15 38 - 30 - - - - -
1993 Home Invasion 20 14 15 30 24 37 - - - -
1996 VI: Return Of The Real 40 89 26 40 19 56 - - - -
Singles
1988 Colors - 70 - - - - - - - -
1990 Superfly 1990 (mit Curtis Mayfield) - - - - 23 - - - - -
1991 New Jack Hustler - 67 - - - - - - - -
1993 That's How I'm Livin' - - 21 - - - - - - -
1994 Gotta Lotta Love - - 24 - - - - - - -
1996 I Must Stand - - 23 - 43 - - - - -
1996 The Lane - - 18 - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
NME Spex
1989 The Iceberg/Freedom Of Speech...
-
47
1991 O.G.: Original Gangster
7
30

All-Time-Charts

O.G. Original Gangster

Kompilationsbeiträge

Filmographie (Auswahl)

  • 1984 Breakin'
  • 1991 New Jack City
  • 1991 Ricochet
  • 1992 Trespass
  • 1994 Surviving The Game
  • 1995 Tank Girl
  • 1995 Johnny Mnemonic
  • 1997 Mean Guns
  • 1997 Players (TV-Serie)
  • 1997 Below Utopia
  • 2000 Gangland
  • 2001 3000 Miles To Graceland
  • seit 2000 Law & Order: Special Victims Unit (TV-Serie)

Referenzkasten

O.G.: Original Gangster

Referenzbands

Videoclips

Weblinks