Gus Van Sant

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Gus Van Sant
Gus Van Sant im Jahre 2012
Gus Van Sant im Jahre 2012
Herkunft: Portland, Oregon, USA
Geboren: 24. Juli 1952 (65 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1968
Instrumente: Multiinstrumentalist
Labels: Tim/Kerr, Pop Secret
Homepage: Gus Van Sant bei imdb.com

Gus Van Sant ist einer der bekanntesten und einflussreichsten US-Independent-Regisseure, der für Filme wie "My Own Private Idaho", "Good Will Hunting" oder "Milk" zahlreiche Filmpreise erhalten hat. Zudem ist er auch Musiker und Autor und hat auch bei diversen Videoclips Regie geführt.

Biographie

Gus Van Sant wurde 1952 geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend an unterschiedlichen Orten in den USA, darunter Portland, New York und Rhode Island. Nach seinem Studium, bei dem er unter anderem spätere Mitglieder der Talking Heads kennenlernte, begann Van Sant in den 1980er Jahren mit dem Stricherdrama "Mala Noche" sein Filmschaffen und machte sich ab Beginn der 1990er Jahre mit Dramen wie "Drugstore Cowboy", "My Own Private Idaho" und "Even Cowgirls Get the Blues" einen Namen als Independent-Regisseur. Dabei verhalf er auch vormaligen Teenie-Stars wie River Phonix, Matt Dillon oder Keanu Reeves zu Kritikerlob. Mit dem Hochbegabten-Drama "Good Will Hunting" von 1997 gelang Van Sant ein großer Mainstream-Kinoerfolg, der auch Hauptdarsteller Matt Damon zum Weltstar machte; auch Singer-Songwriter Elliott Smith, der zum Soundtrack des Films unter anderem den Oscar-prämierten Song Miss Misery beisteuerte, wurde im Zuge des Filmerfolgs schlagartig bekannt. Mit "Psycho" erstellte Van Sant 1998 ein in jeder Einstellung dem Alfred Hitchcock-Original entsprechendes (und nicht unumstrittenes) Remake des Thriller-Klassikers, und mit "Finding Forrester" mit Sean Connery gelang im Jahr 2000 noch einmal ein Kassenerfolg. Danach kehrte Van Sant wieder zum Indie-Kino zurück, wobei ihm Darsteller wie Matt Damon allerdings weiterhin treu blieben, und verlegte sich auf Filme mit schwer nachvollziehbarem oder nicht linearem Plot. 2002 begann der Regisseur mit "Gerry" seine so genannte "Todestrilogie", die mit der Highschool-Amoklauf-Studie "Elephant" von 2003 fortgesetzt wurde und mit "Last Days", einer fiktionalisierten Darstellung der letzten Tage des Nirvana-Sängers Kurt Cobain, im Jahr 2005 ihren Abschluss fand. 2006 folgte der nur in Europa veröffentlichte Film "Paranoid Park", gefolgt 2008 von Van Sants wohl größtem Erfolg "Milk", einer Darstellung des Schwulenrechte-Pioniers Harvey Milk mit Sean Penn in der Hauptrolle. Der Film wurde für acht Oscars nominiert und erhielt schließlich zwei (Bester Hauptdarsteller und Bestes Drehbuch). 2011 folgte mit "Restless" wieder eine deutlich kleinere Produktion; Van Sants nächster Film "Promised Land" (u.a. wieder mit Matt Damon) ist derzeit in der Produktion.

Neben seiner Tätigkeit als Filmregisseur hat Gus Van Sant auch diverse Videoclips für namhafte Künstler gedreht, darunter Clips für die Red Hot Chili Peppers (u.a. den Klassiker "Under the Bridge"), David Bowie, Elton John, k.d. lang, Stone Temple Pilots oder Candlebox. Er macht auch selbst Musik und hat bislang zwei Alben ("Gus Van Sant" von 1997 sowie "18 Songs About Golf" von 1998) mit Lo-Fi-Indierock eingespielt, zudem kollaborierte er bereits in den Achtzigerjahren mit dem Beatnik-Poeten William S. Burroughs auf den Alben "The Elvis of Letters" und "Millions of Images", bei denen Burroughs Texte vortrug und Van Sant die Musik dazu einspielte. Mit "Pink" (1997) hat er schließlich auch einen Roman geschrieben, in dem er sich mit dem tragischen Tod seines Darstellers River Phoenix auseinandersetzt.

Filmographie

Videoclips

Diskografie

Trivia

  • Gus Van Sant stammt zwar gebürtig aus Kentucky, lebt aber seit Ende der Achtzigerjahre in Portland, Oregon, wo auch diverse seiner Filme spielen.
  • Van Sant war einer der prominenten Sonic Youth-Fans, die für die exklusiv bei der Kaffeehauskette Starbucks erhältliche Bandkompilation "Hits Are for Squares" einen persönlichen Lieblingssong aussuchen durften. Seine Wahl fiel auf Tom Violence vom 1986er Album "EVOL".

Weblinks