Grateful Dead

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Grateful Dead
Grateful Dead 1966 in San Francisco
Grateful Dead 1966 in San Francisco
Herkunft: San Francisco, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: 19651995
Genres: Rock, Folkrock, Psychedelic Rock, Countryrock, Jazzrock, Bluesrock
Labels: Warner
Grateful Dead Records
Arista
Homepage: Dead.net
Line-Up:
Jerry Garcia: Gesang, Gitarre (1965–1995)
Bob Weir: Gesang, Gitarre (1965–1995)
Phil Lesh: Bass, Gesang (1965–1995)
Bill Kreutzmann: Schlagzeug (1965–1995)
Mickey Hart: Schlagzeug (1967–1971, 1975–1995)
Vince Welnick: Keyboards, Gesang (1990–1995)
Ehemalige Mitglieder:
Tom Constanten: Keyboards (1968–1970)
Keith Godchaux: Keyboards (1971–1979)
Donna Godchaux: Keyboards (1972–1979)
Brent Mydland: Keyboards, Gesang (1979–1990)
Bruce Hornsby: Keyboards, Gesang (1990–1992)

Die 1965 gegründeten Grateful Dead waren eine der definitiven Bands der Hippie-Ära und wurden in den dreißig Jahren ihres offiziellen Bestehens zu einer der größten Kultbands der Popgeschichte. Insbesondere der 1995 verstorbene Bandkopf Jerry Garcia stellte eine Symbolfigur der Haight-Ashbury-Szene in San Francisco im "Sommer der Liebe" 1967 dar, und die "Deadheads" genannten hyperloyalen Die-Hard-Fans von Grateful Dead wurden zu einer eigenen Legende. Die Band löste sich offiziell 1995 nach dem Tod von Jerry Garcia auf, jedoch spielen verschiedene ehemalige Mitglieder der Grateful Dead unter den Namen "The Other Ones" oder "The Dead" weiterhin zusammen.

Bandgeschichte

Sie verkörperten alles, was gemeinhin mit Hippie-Zeitgeist in Verbindung gebracht wurde, und erfanden das Phänomen einer Rockband als Wanderzirkus: The Grateful Dead aus San Francisco. Ihre Vorläufer hatte die Band in verschiedenen Country- und Folkrockbands, aus denen sich das erste Kerntrio der späteren "dankbaren Toten" in personæ Jerry Garcia (Gesang, Gitarre), Bob Weir (ebenfalls Gesang und Gitarre) und Ron "Pigpen" McKernan (Keyboards) herauskristallisierte. Bis 1964 kamen Drummer Bill Kreutzmann und Bassist Phil Lesh hinzu, und nach diversen Namensänderungen (u.a. firmierte man als "Mother McCree’s Uptown Jug Champions" und "Warlocks") stand im Dezember 1965 Grateful Dead als finaler Name der Gruppe fest. Man erspielte sich einen Namen in der aufkommenden Acid- und Hippieszene von San Francisco, und auch Plattenfirmen wurden auf die Band aufmerksam, doch scheiterte eine Vertragsbindung anfangs an der Studiounerfahrenheit der live bereits halblegendären Combo. Erst 1966 (als auch noch der zweite Drummer Mickey Hart an Bord gekommen war, dessen Vater auch das Management der Band übernahm) kam es zu einem Vertrag mit Warner, und das selbstbetitelte Debütalbum von Grateful Dead erchien im "Sommer der Liebe" 1967. Bis Ende des Jahrzehnts legten Grateful Dead den Grundstein für ihre Legende, als sie auf den beiden wohl legendärsten und wichtigsten Popfestivals überhaupt – 1967 in Monterey und 1969 in Woodstock – spielten und mit ihren weiteren, stark Psychedelic-geprägten Studioalben ebenfalls erfolgreich waren. Allerdings blieb die ständige Fluktuation im Lineup ein Problem, und auch der allzu euphorische Umgang mit LSD und anderen Drogen sollte nicht spurlos an den Dead vorbeigehen. Einstweilen gehörten Grateful Dead allerdings zu den definitiven Gruppen der Hippie-Ära und halfen auch befreundeten Acts wie Crosby, Stills, Nash & Young oder Jefferson Airplane live und im Studio aus.

In den 1970er Jahren fand zunächst eine stilistische Neu- bzw. Rückorientierung der Gruppe statt, die sich auf Alben wie "American Beauty" wieder mehr dem Folk- und Countryrock zuwandte; auch wurde ein eigenes Plattenlabel namens Grateful Dead Records gegründet. Auf ausgedehnten Tourneen durch Amerika, Kanada und Europa festigte sich der Ruf der Grateful Dead als erfolgreichste Liveband ihrer Zeit, jedoch erschütterten Rückschläge wie die Veruntreuung von Teilen des Bandvermögens durch ihren Manager Hart sowie der Drogentod von Keyboarder "Pigpen" 1973 das Bandgefüge. Aus diesem Grund nahm sich die Gruppe Mitte der Siebziger eine Auszeit, die 1976 mit dem Album "Blues for Allah" und einer erneuten Stiländerung hin zum Jazzrock endete. Der dreitägige Auftritt von Grateful Dead bei den Pyramiden von Gizeh 1978 stellte einen Höhepunkt in der Bandgeschichte dar.

In den Achtzigerjahren fuhren The Grateful Dead die kommerziellen Früchte ihres jahrelangen, extensiven Tourings ein, da ein Zuschauerrekord nach dem anderen verkündet werden konnte und mit dem Album "In the Dark" erstmals ein Top-Ten-Erfolg gelang, obwohl zwischen 1980 und 1987 kein neues Album veröffentlicht worden war. Bandchef Jerry Garcias gesundheitliche Probleme wurden zu dieser Zeit jedoch immer deutlicher, so fiel der Musiker 1986 eine Woche ins Koma. Die Grateful Dead rockten allerdings noch bis in die Neunziger weiter durch die Weltgeschichte, stets begleitet vom harten Fan-Kern der "Deadheads", die der Band teilweise komplette Tourneen lang zu jedem Auftritt folgten. Auch die Freigiebigkeit der Band gegenüber Bootleggern war legendär, und es dürfte von einer großen Anzahl der insgesamt über 3000 Konzerte der Grateful Dead Mitschnitte geben.

Das offizielle Ende von Grateful Dead kam 1995, fünf Jahre nach dem Release des letzten Studioalbums "Built to Last", als Jerry Garcia am 9. August an einem Herzinfarkt starb und die Band später ihre Auflösung erklärte. Allerdings huben die verbliebenen Mitglieder alsbald mit der Erbeverwertung an, so dass bis heute Ensembles mit den Namen "The Other Ones", "The Dead", "Ratdog" oder "Dark Star Orchestra" durch alle Welt touren und dabei wenigstens ein Mitglied der Originalband im Lineup haben.

Diskographie

Alben
  • 1967 The Grateful Dead (LP, Warner)
  • 1968 Anthem of the Sun (LP, Warner)
  • 1969 Aoxomoxoa (LP, Warner)
  • 1970 Workingman's Dead (LP, Warner)
  • 1970 American Beauty (LP, Warner)
  • 1973 In the Wake of the Flood (LP, Warner/Grateful Dead Records)
  • 1974 Grateful Dead from the Mars (LP, Grateful Dead Records)
  • 1975 Blues for Allah (LP, Grateful Dead Records)
  • 1976 Steal Your Face (LP, Grateful Dead Records)
  • 1977 Terrapin Station (LP, Arista)
  • 1978 Shakedown Street (LP, Arista)
  • 1980 Go to Heaven (LP, Arista)
  • 1987 In the Dark (LP, Arista)
  • 1990 Built to Last (LP, Arista)

Referenzkasten

Referenzbands

Weblinks