Göttingen

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Göttingen (QWERTY Goettingen) ist eine Stadt in Südniedersachsen. Die örtliche Georg-August-Universität, Kliniken, Studenten und Universitätsangehörige sind konstituierend für die die Stadt zwischen Hannover und Kassel. Knapp 130.000 Menschen leben dort, davon rund 25.000 Studenten.

Popkulturelle Merkmale

Die französische Chanson-Sängerin Barbara besang im Jahr 1964 die Stadt mit dem Chanson „Göttingen“. Dieser wird bevorzugt noch heute bei Studentenparties als Rausschmeißer gespielt und von betrunkenen Studenten auf dem Nachhauseweg gesungen.

Die bekannteste Göttinger Band sind wohl die Guano Apes, die sich 1994 gründeten und 2005 auflösten. Mit ihren Hits „Proud like a god“ und „Lord of the Boards“ konnten sie im Mainstream-Alternative zur Hochzeit von Crossover und NuMetal einige Erfolge erzielen.

Zu den eher trivialen Eckpfeilern der Popgeschichte Göttingens gehört auch, dass Herbert Grönemeyer in Göttingen geboren ist und Dieter Bohlen hier BWL studiert hat. Der Schlagersänger Matthias Reim stammt aus Witzenhausen/Eschwege, einer kleinen Gemeinde zwischen Göttingen und Kassel, und die inzwischen aufgelöste Punkband The Bates stammte aus Eschwege.

Indie-Bands

El Mariachi, Mad Minority, Some, Socorro, Eaten by Sheiks, Katzenstreik (1997 hier gegründet. Mitglieder leben mittlerweile in aller Welt), Olafkommt, Sugareen, Tamoto, Viktoriapark, wow & flatter, ZSK (jetzt in Berlin), The 244 GL [1]

Indie-Helden

  • Astrid Vits studierte in Göttingen Kunstgeschichte, Pädagogik und Germanistik und legte in verschiedenen Klubs auf.
  • Benjamin von Stuckrad-Barre wuchs in Göttingen auf.
  • Max Goldt ist im Göttinger Stadtteil Weende geboren.
  • Gundula Krause wurde in Göttingen geboren.
  • Muellie Mess kommt aus Göttingen, einer Reihenhaussiedlung am Stadtrand im Norden nahe Weende, von wo aus die Stadt zu überblicken ist.

Klubs und Diskotheken

Eine kleine Auswahl von Veranstaltungsorten ohne Vollständigkeit. Die Göttinger Szene wird überwiegend vom studentischen Publikum wahrgenommen, daher ist diese von der studentischen Szene auch sehr geprägt:

Neueste Errungenschaft in der Göttinger Szene. Kleiner, aber chicer Club. Auch hier an manchen Tagen andere Stile (Electronica, House, Dancehall). Der Club ist in einem schmucken Fachwerkhaus untergebracht. Hier finden auch Live-Konzerte statt. Neben anderen haben hier schon Monta, Astra Kid, Pale, Delbo und It's Not Not gespielt. Das Kartensystem, das am Anfang auch bei Rockveranstaltungen verwendet wurde, ist inzwischen abgeschafft. Eintritt ab ca. 3 Euro, je nach Veranstaltung. Konzerte dürfen mittlerweile im einsB nicht mehr stattfinden. Dies würde durch Anwohner erwirkt, da die Betreiber des Clubs es nicht schaffen auf der Straße vor dem Club dafür zu sorgen, dass es nicht zu Lärmbelästigung durch Besucher kommt.
Kleiner Club mitten in der Innenstadt. Verschiedenste musikalische Unterhaltung: Soul, Swing&Easy Listening (Spoonfuls of Soul), Electro&House (Flucht nach vorn) oder Funk&Dancehall (Planet Funk). Neben diversen Live-Konzerten Superleutnant und Aeroclub sticht die Indie/Brit-Pop/Beat/Alternative Veranstaltung Fast Forwärts heraus. Indie deluxe bei netten Getränkepreisen und kleinem Eintritt (2 Euro). Es findet keine Auswahl an der Tür statt. Unter www.fast-forwaerts.de sind die Veranstalter auch online erreichbar.

Plattenläden

  • Dis Records war ein sehr gut sortierter Platennladen; der frühere Besitzer Gereon Klug betreibt mittlerweile das Hamburger Label Nobistor. Sein Nachfolger, Christian, der sich hauptsächlich auf Hip Hop/Rap spezialisiert hatte hat Anfang 2008 auch den Laden dicht gemacht um sich etwas Existenzsicherendem zu widmen. Es gibt noch einige kleinere Alternative-Läden für Jugendliche und einen überraschend OK ausgestatteten Techno-/Electronicaladen. Wer keine Schallplatten braucht wird evtl. auch bei JPC am Wilhelmsplatz fündig.

Medien

In Göttingen erscheinen gleich mehrere Magazine. Neben dem alteingesessenen Trends&Fun (ehemals Charakter) gibt es noch Stadtmagazin 37 (ehemals 37 Grad), Kultur3 (ehemals Publiker), den diggla und das pony. Während Trends&Fun und Stadtmagazin 37 eher "Infomercial" lastige Magazine sind, haben sich der diggla und das pony in unterschiedlicher Aufbereitung popkulturellen Thematiken verschrieben. Dabei legen beide Magazine einen Spex-artigen Stil in Layout und Text an den Tag. Das pony ist das jüngere der beiden Publikationen, den diggla gibt es bereits seit mehreren Jahren, wobei die Macher des pony ehemals den diggla produziert haben, sich aber 2005 selbstständig machten. Klingt kompliziert? Ist es. Es gab gar Rechtsstreitigkeiten. Beide Hefte sind recht handlich (DIN A6) und bieten umfangreiche Veranstaltungskalender sowie Rezensionen zu Themen wie Musik, Theater, Film. Kultur3 bedient tendenziell eher den klassischen Kulturbereich und ist dabei hauptsächlich der Theaterszene im Postleitzahlbereich 3 zugewandt. Auch das Autonomen- und No Blood For Oil-Aktivistenblättchen Göttinger Drucksache interessiert sich allenfalls periphär für Indie-/Popmusik, hat aber immerhin eine leichte Fanzine-Geschmacksnote.

Im Internet: Monsters of Göttingen, mit Veranstaltungstips, Kommentaren, Bandportraits, Plattenbesprechungen und mehr.

Im Stadtradio Göttingen gibt es in den Abendstunden einige Indie-/Alternative-Sendungen. Indie-Pop gibt es Dienstags von 22-24:00 bei Karacho, jeden zweiten Mittwoch von 18-19:00 bei Foo Foo und jeden Mittwoch von 19-20:00 bei Balm & Creak [2]. Eher so Alternative-Rock/Metal/Punk gibt es Donnerstags von 20-22:00 bei Noise Engine und von 22-24:00 bei Brain Drain und Sonntags von 22-24:00 bei Noize Factor.

Für alle Musiker gibt es das sehr neue (2005) Netzwerk für Musiker, Bands und Veranstalter musikernetze.de [3]

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