Fuckin Wild

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Fuckin Wild war eine deutsche Prog Rock Band aus München, mit Einflüssen aus Blues, Folk und orientalischer Musik. Die Band selbst nannte ihren Stil gelegentlich auch "Psychedelischer Rauschrock". Die Band war vor allem in Bayern aktiv, fand aber auch deutschlandweit und begrenzt internationales Interesse bei Progressive Rock Liebhabern.

Mitglieder

  • Rochus Honold -- Gitarre, Mandoline, Oud, Sitar, Darabouka, Harp
  • Anja Fritzsche -- Gesang, Akkustikgitarre, Djembe
  • Frank Daiminger -- Bass
  • Tobias Teschner -- Schlagzeug, Percussion
  • Phillip Roos -- Schlagzeug, Percussion (ersetzt Tobias Teschner 1997)

Biographie

Die Band Fuckin Wild wurde im Juli 1993 in der Originalbesetzung Originalbesetzung Anja Fritzsche (Gesang), Rochus Honold (Gitarre), Martin Kaußler (Bass)und Günter Kriz (Schlagzeug) gegründet. Am Ende dieses Jahres entstand das erste Promotape "Live Fast, Love Hard and Get Into the Boogie". Nach diversen Liveauftritten im Münchner Raum erfolgte im Winter 1994/95 eine Umbesetzung, bei der Frank Daiminger am Bass und Tobias Teschner am Schlagzeug die Gründungsmitglieder Martin Kaußler und Günter Kriz ersetzten. Im März 1996 erschien das Debutalbum "The Raven's Cry" bei Artvoice Musik in München, von dem binnen kurzer Zeit 2000 Stück deutschlandweit und auch international verkauft wurden. Die Band, deren spezieller eigenwilliger Stil ein kleines, ausgesuchtes Fanpublikum erreichte, tourte nach der Veröffentlichung bis Ende 1997 quer durch Deutschland. Nach einer erneuten Umbesetzung 1997 (Philipp Roos ersetzte Tobias Teschner am Schlagzeug) löste sich die Band 1998 auf. Auf ihrer immer noch aktuell gepflegten Website wird ein umfassender Eindruck ihres Schaffens präsentiert.

Diskografie

  • Live Fast, Love Hard and Get Into the Boogie (1993) unveröffentlichtes Promo Tape
  • The Raven's Cry (1996) Debütalbum, veröffentlicht bei ArtVoice Music
  • Live Autumn 1997 (1997) unveröffentlichter Live-Mitschnitt

Album-Rezension

Gleich beim ersten Stück fällt die saubere Produktion auf, da waren Fachleute am Werk, haarscharfe Kanaltrennun-gen, sauberste Töne aus den entlegensten Bereichen des Globus dringen klar und deutlich ans Ohr, so muß es sein, wenn Zuhören richtig Spaß machen soll. Ist die Drehleier einmal angeschmissen, verbreiten die Musiker um Anja Fritzsche und Rochus Honold nur noch große Klasse. "Bring Back The Light" zum Beispiel erinnert stark an Krokodils beste Phase Anfang 1971, schadet aber nicht, hat nämlich noch genug Eigenleben. Insgesamt verbreitet The Raven's Cry eine eigenartige mystische Atmosphäre durch -vorsichtig ausgedrückt- Psycho-Pop (im positiven Sinne versteht sich) mit Rockelementen. Jedes Stück ist auch für den Laien leicht in seine Einzelteile zerlegbar und ermöglicht so die Kontrolle der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Bandmitgliedes. Die brauchen aber weder Blut noch Wasser zu schwitzen, wenn HANF!-Leser ihr Urteil fällen und das heißt: bestellungswürdig!. (Hanf!-Journal 4/97)

Was fällt den meisten beim Stichwort Bayern ein ? Genau: Knödel, Fön, Fußball und Bier. Jedoch nicht erst seit Amon Düül II weiß der Rockfan, daß dort auch gute progressive Musik gemacht wird. Eine noch unbekannte Band aus München, Fuckin Wild (nach dem Namen hätte ich eher auf harten Schweinerock getippt), bietet mit ihrer CD The Raven's Cry eine Reise in Zukunft und Vergangenheit gleichermaßen, denn die Truppe in der Besetzung Anja Fritzsche(Gesang, Akustikgitare, Djembre), Rochus Honold (Gitarren, Percussion, Backing Vocals, Harfe); Frank Daäminger (Bass, Backingvocals) und Philip Roos (Drums) vermischt so allerlei Stilrichtungen zu einer kompakten, wirklich sauber produzierten Melange. Man hört da schon etwas Düül, einen leichten Zeppelin-Touch, afrikanische Folkeinflüsse, ausladende Improvisationen und über allem die voluminöse Stimme der Sängerin. Immer wieder wechselt die Stimmung von zart auf hart und umgekehrt, man kann sich auf nichts verlassen, und das ist positiv ! Panta Rei, wie der Inder sagt, alles fließt: Stimmt hier genau, mit den Mitteln von heute entwickelt der Vierer den echten Head-Sound. Räucherstäbchen können gezündelt werden, Licht aus und abheben im Geiste zu dieser geheimnisvollen Angelegenheit, die tatsächlich aus deutschen Landen stammt-unglaublich, aber schön und wahr ! (Wolfgang Pokall, http://www.germanrock.de/zeitung/z05/cd_kritiken.htm)

Weblinks