Frank Bretschneider

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Frank Bretschneider aka Komet (*1956 in der Nähe von Zwickau) ist ein Berliner Musiker, Komponist und Videokünstler und zählt seit den 1990er Jahren zu den interessantesten und erfolgreichsten Acts der Elektronischen Tanzmusik. Beschrieben wird seine Musik unter anderem als „abstrakter analoger Pointilismus“.[1]

Hintergrund

In der DDR hörte Frank Bretschneider Piratenradiosender und schmuggelte Beastie Boys-Kassetten. 1984 begann er, mit Bandmaschinen, Synthesizern und modifizierten Gitarren zu experimentieren. Zugleich versuchte er, anhand von Filmeinspielungen und Computergrafik, Zusammenhänge zwischen visuellen und auditiven Ereignissen herzustellen.

1986 gründet Bretschneider AG. Geige, eine der erfolgreichsten Avantgarde-Bands der ehemaligen DDR, 1995 dann zusammen mit Olaf Bender das Label Raster Music, 1999 fusioniert das Label mit Carsten Nicolais Noton-Label zu raster-noton.

Musik

Das erste Album, Saat, erscheint 1996. Weiter erscheinen unter anderem auf 12k, Mille Plateaux und Shitkatapult. Die erste internationale Aufmerksamkeit wird ihm mit Curve (2001) zuteil. 2007 listet The Wire Rhythm unter den Top-Alben. Kippschwingungen von 2012 beschäftigt sich mit dem Subharchord, einem subharmonischen Klanggenerator, der in den 1960er Jahren in der DDR erfunden wurde.[2] Im Februar 2013 folgt Auxiliary Blue, eine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ejnar Kanding. Super.Trigger erschien am 1. Juli 2013 auf raster-noton. Außerdem erschienen 2013 zwei DJ-Mixe.[3] 2014 erschien ein Album mit Steve Roden, 2015 wurden zwei sehr experimentelle Alben (Isolation und Sinn + Form) auf Richard Chartiers Line Records und auf raster-noton veröffentlicht.[4] Im Dezember 2017 erschien die 12" Plastik / Mechanik[5] und 2018 die LP Lunik[6], beide auf Shitkatapult.

Super.Trigger (2013)

„The combination of programming, composition and construction is connected with his very idiosyncratic aesthetic of digital sound: controlled and objective. The whole follows simple mechanical states – on/off, up/down, soft/hard, slow/fast, loud/quiet – and is characterized by the absence of any romanticism.“[7]

Diskografie

Siehe auch

Glitch, Minimal Techno, Elektronische Musik, Algorithmische Komposition, raster-noton, Elektronische Tanzmusik, Computermusik.

Einzelnachweise

  1. Homepage [1] bei Frank Bretschneider
  2. Das Subharchord [2] bei Subharchord.de
  3. DJ-Mix A Colourful Storm 034 (2013) [3] bei Discogs
  4. Oscillation/Feedback by Frank Bretschneider (2015) [4] Promo-Video für Isolation bei Vimeo
  5. Autor unbekannt – Frank Bretschneider: Plastik / Mechanik (2017) [5] „Think 100records or Elektro Music Department but with unbelievable production depth ...“, bei Bleep.com
  6. Frank Bretschneider – Lunik (2018) [6] Snippets bei Soundcloud
  7. Das Subharchord [7] bei Subharchord.de

Weblinks

  • Homepage [9] bei Frank Bretschneider
  • Vlad Kudryavstev – Interview with Frank Bretschneider (2008) [10] bei Mikroton.net
  • Artikel Frank Bretschneider [11] bei der de.Wiki

Links im Januar 2018.