Eric Clapton

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Eric Clapton
Eric Clapton
Eric Clapton
Herkunft: Surrey, England
Geboren: 30. März 1945 (74 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1962
Genres: Blues, Rock
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: Warner, Reprise Records, Polydor, RSO Records, Atco, Apple Records, Deram
Homepage: EricClapton.com
Bands:
The Yardbirds
John Mayall's Bluesbreakers
Cream
Blind Faith
Derek and the Dominos

Eric Patrick Clapton (Spitzname "Slowhand") gilt als einer der einflussreichsten Blues- und Rockgitarristen der 1960er und 1970er Jahre. Er spielte in Supergruppen wie Cream und Blind Faith mit und wurde auch als Solokünstler sehr erfolgreich.

Biographie

Eric Clapton begann als Teenager mit dem Gitarrenspiel, als die Beatles sich gerade anschickten, die Welt der Popmusik ein für allemal auf den Kopf zu stellen. Zunächst aber wurde der junge Musiker von dem gerade in England um sich greifenden Blues-Revival erfasst, das auch seine erste Band, die Yardbirds, stark beeinflusste. Als er die Yardbirds 1965 wieder verließ – sein Nachfolger war übrigens ein gewisser Jimmy Page – folgte er dem Ruf von Blues-Hexenmeister John Mayall, der mit seinen Bluesbreakers ebenfalls Entscheidendes zur Popularisierung des Bluesrock beitragen sollte. Bereits 1966 ging Clapton aber auch hier wieder von Bord, um seine erste eigene Band zu gründen: das legendäre Psychedelic-Blues-Rock-Powertrio Cream, das er zusammen mit Schlagzeuger Ginger Baker und Bassist Jack Bruce ins Leben rief. Die Gruppe wurde schnell sehr erfolgreich und landete mit Titeln wie Sunshine of Your Love und White Room einen Hit nach dem anderen; allerdings flogen auch insbesondere zwischen Clapton und Baker immer wieder die Fetzen, bis Cream sich im Herbst 1968 auch schon wieder auflösten. Allerdings rauften sich der Gitarrist und der Drummer schon kurze Zeit später wieder zusammen, um erneut eine Supergruppe auf die Beine zu stellen, die sich nun Blind Faith nannte und in der außerdem noch Steve Winwood (Traffic) und Ric Grech mitspielten. Im Herbst 1969 stellten sich dann aber wieder die alten Ego-Probleme ein, und so visierte Eric Clapton zur Dekadenwende seine Solokarriere an.

Claptons Debütalbum erschien 1970 und hatte mit der J.J. Cale-Coverversion After Midnight auch einen Hit im Gepäck, doch schon kurz danach zog es "Slowhand" wieder in einen Bandkontext. Seine nächste Gruppe namens Derek and the Dominos bestand neben dem Allman Brothers-Gitarristen Duane Allman aus Mitgliedern von Delaney & Bonnie, die Clapton bereits bei seinem Soloalbum unterstützt hatten. Das Album "Layla and Other Assorted Love Songs" erschien noch 1970 und enthielt mit dem Titelsong Layla einen der größten Hits und meistgespielten Songs der 1970er Jahre, auf dem die beiden Gitarristen ihr ganzes Können zeigten. Dies hielt Clapton allerdings nicht davon ab, auch diese Band nach Albumrelease wieder zu den Akten zu legen und sich eher auf Gastauftritte bei befreundeten Musikern wie John Lennon und Howlin' Wolf zu verlegen. In der Folge verfiel der Musiker in Depressionen und wurde heroinabhängig, wobei er bei dem von George Harrison initiierten "Concert for Bangladesh" auf der Bühne zusammenbrach.

Nach einer zunächst erfolgreichen Therapie konnte Eric Clapton dann endlich seine Solokarriere gezielt angehen und veröffentlichte ab 1974 im Jahresabstand die sehr erfolgreichen Albem "461 Ocean Boulevard" (mit der extrem erfolgreichen Bob Marley-Coverversion I Shot the Sheriff, in deren Folge Clapton sich allerdings durch rassistische Äußerungen unbeliebt machte), "There’s One in Every Crowd", "No Reason to Cry" und "Slowhand" mit dem Hit Lay Down Sally. Zum Zeitpunkt des Releases des letztgenannten Albums war Clapton bereits zunehmend alkoholabhängig geworden und unternahm mehrmals Versuche, von der Flasche loszukommen. Erst Anfang der 1980er wurde der Gitarrist wieder vollständig clean (sein erfolgreicher Entzug hatte auch die Gründung einer eigenen Reha-Klinik zur Folge gehabt) und war musikalisch nun eher im "Adult Contemporary"-Bereich zu verorten, was sich in seinen von Phil Collins extrem glatt produzierten Alben "Behind the Sun" (1985) und "August" (1986) widerspiegelte. Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger musste Eric Clapton dann mehrere Schicksalsschläge hinnehmen: 1989 wurde er von seiner Frau Patti Boyd-Harrison (vormals mit seinem besten Freund George Harrison verheiratet) geschieden, 1990 starb sein Freund, der legendäre Gitarrist Stevie Ray Vaughan bei einem Helikopterabsturz, und 1991 stürzte sein vierjähriger Sohn Conor aus dem Fenster eines Hochhauses in den Tod. Dies verarbeitete der Musiker unter anderem in dem Stück Tears in Heaven und schlug Anfang der Neunziger eher ruhigere musikalische Töne an. Unter anderem spielte er eines der ersten MTV-Unplugged-Konzerte mit breiterer Massenwirkung ein (dabei war auch eine sehr sanfte Version des ursprünglich recht wilden Klassikers Layla; auch erhielt er einen Grammy für die ganze Performance) und widmete sich auf seinem 1994er Album "From the Cradle" seinen lange vernachlässigten Blueswurzeln.

Für die Boulevardpresse war Eric Clapton aber immer noch eine lohnende Quelle, da er unter anderem eine Beziehung zu Sheryl Crow anfing, 2004 zum Commander of the British Empire ernannt wurde und im Jahr 2005 dem lechzenden Fanpublikum schließlich die langerwartete einmalige Cream-Reunion in London gewährte. Clapton leitete 2002 auch das Gedenkkonzert anlässlich des Todes seines besten Freundes George Harrison, bei dem neben den überlebenden Beatles Paul McCartney und Ringo Starr unter anderem auch Harrisons Sitar-Lehrer Ravi Shankar und Jeff Lynne mitspielten. Eric Claptons jüngste Veröffentlichungen sind Mitschnitte von Live-Duetten mit J.J. Cale und Steve Winwood, beides alte Weggefährten des Gitarristen. Zudem huldigte er seinem großen Idol, dem Blues-Gottvater Robert Johnson, mit den beiden 2004 veröffentlichten Coverplatten "Me and Mr. Johnson" sowie "Sessions for Robert J.".

Solo-Diskographie

  • 1970 Eric Clapton
  • 1974 461 Ocean Boulevard
  • 1975 There’s One in Every Crowd
  • 1976 No Reason to Cry
  • 1977 Slowhand
  • 1978 Backless
  • 1981 Another Ticket
  • 1983 Money and Cigarettes
  • 1985 Behind the Sun
  • 1986 August
  • 1989 Journeyman
  • 1994 From the Cradle
  • 1998 Pilgrim
  • 2001 Reptile
  • 2004 Me and Mr. Johnson
  • 2004 Sessions for Robert J. (CD+DVD)
  • 2005 Back Home
  • 2009 Live from Madison Square Garden (mit Steve Winwood)

Referenzkasten

  • Claptons Spitzname "Slowhand" stammt noch aus Yardbirds-Zeiten, als die Band Stücke gerne in die Länge zog, wobei auch mal eine von Claptons Gitarrensaiten riss. In der Zeit, die er zum Aufspannen einer neuen Saite benötigte, klatschte das Publikum langsam mit, woraus schließlich der Name "Slowhand" entstand.

Trivia

  • Eric Clapton war sehr eng mit dem Beatles-Gitarristen George Harrison befreundet, was in häufigem Gastieren auf den Platten des jeweils anderen Musikers resultieren sollte (u.a. stammt das Solo der Harrison-Beatles-Nummer While My Guitar Gently Weeps von Clapton). Einen Knacks bekam die Freundschaft allerdings, als Clapton sich in Harrisons Frau Patti verliebte, die sich schließlich für Clapton von ihrem Mann scheiden ließ. Ironischerweise endete auch diese Ehe allerdings in einer Scheidung.

Referenzbands

Siehe auch

Weblinks