Eminem

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Eminem
Marshall Mathers III.
Eminem live am 2. Juni 2009 in Los Angeles
Eminem live am 2. Juni 2009 in Los Angeles
Herkunft: Detroit, Illinois, USA
Geboren: 17. Oktober 1972 (45 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1992
Genres: Hip Hop
Instrumente: Gesang
Labels: Web
Aftermath
Interscope
Homepage: eminem.com
Bands:
D12

Biographie

68 Millionen verkaufte Schallplatten, Enfant Terrible der Popszene, Liebling der Klatschspalten, Familien- und Rosenkriegsveteran, Oscar-Preisträger, Mitglied von D12, Protegé von Dr. Dre, Entdecker von 50 Cent – die Liste der Pop-Adelstitel für Eminem ist lang und ließe sich noch um Etliches verlängern. Fest steht, dass der als Marshall Mathers III. geborene und unter seinem Alias Slim Shady berühmt gewordene Sprachakrobat bereits einen festen Platz in der HipHop-Geschichte hat – und sei es nur das Verdienst, den unseligen Rekord von Vanilla Ice als erfolgreichster Rapper aller Zeiten endlich geschlagen zu haben. Konzentriert man sich auf die musikalische Laufbahn des Großmauls aus Detroit, so ist in den 90er Jahren noch nicht viel los mit M&M (wie er sich damals noch nennt, bevor der Süßwarenhersteller Mars sein Veto einlegt). Zwar nimmt er erste Demos und eine selbstproduzierte LP namens "Infinite" auf, wird Mitglied des später durch seine eigene Protektion berühmt gewordenen Sextetts D12 und versucht seine musikalische Karriere mit "The Slim Shady EP" in Gang zu bringen, doch sind bis 1999 andere Namen in der weltweiten HipHop-Szene tonangebend.

Das ändert sich allerdings rasch, als N.W.A.-Mitgründer und Eminem-Idol Dr. Dre die EP in die Finger bekommt und den jungen White Trash-Protagonisten unter seine Fittiche nimmt. Im selben Jahr erscheint "The Slim Shady LP" mit dem Hit My Name Is..., wozu natürlich auch ein lustiges Video erscheint. Ansonsten ist die Medienöffentlichkeit sowohl begeistert als auch geschockt von den gewalttätigen (Hauptziel hier seine Exfrau Kim) bis schwulenfeindlichen Texten und Auftritten des Prolo-Rappers, wobei das Allermeiste davon geschickt mit dem überzeichneten Comic-Image des Künstlers verwoben ist. Die weißen Kids haben ein neues Idol, die Plattenverkäufe erreichen astronomische Zahlen, und trotzdem gilt Eminem als Hardcore. Weitere Alben folgen mit "The Marshall Mathers LP" von 2000 (angeblich ein erster Schritt weg vom Slim Shady-Dasein; die Platte verkauft mehr als zehn Millionen Einheiten),"The Eminem Show" von 2002 und "Encore" von 2004, wobei der gegen US-Präsident Bush gerichtete Track Mosh eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den USA erscheint (an deren Ergebnis aber leider trotzdem nichts ändert). Zwischendurch kommen auch noch zwei Alben mit den mittlerweile ebenfalls berühmt gewordenen D12 heraus ("Devil's Night" von 2001, "D12 World" von 2004), und ein gemeinsamer Auftritt mit Elton John soll dann auch endlich das ramponierte Image des Rappers als Schwulenfeind zurechtrücken. Schließlich versucht sich Eminem auch noch erfolgreich als Schauspieler, wobei die Rolle des Trailer-Park-Rappers Jimmy Rabbit im Film "8 Mile" dem Künstler allerdings auch so gut wie auf den Leib geschrieben war. Zudem kann Eminem auch den Oscar für den besten Film-Song (Lose Yourself) mit nach Hause nehmen. Ein weiterer Erfolg ist die Entdeckung des New Yorker Rappers 50 Cent, der mittlerweile seinerseits zu einem der erfolgreichsten Rap-Künstler aller Zeiten geworden ist. Zwischendurch passiert noch allerlei in des Shadys Privatleben: diverse Klagen zwischen ihm und seiner Mutter bzw. seiner Exfrau (die er 2006 zum zweiten Mal heiratet und von der er sich sechs Monate später zum zweiten Mal scheiden läßt), Kämpfe um das Sorgerecht für seine Tochter Hailie, und nicht zu vergessen die Zeigefinger insbesondere der konservativen Medienvertreter nach dem Schulmassaker von Littleton 1999, die – neben anderen Provokationskünstlern wie Marilyn Manson – in Eminem den Verantwortlichen für die Bluttat sahen.

Irgendwann muß der Marshall Mathers dann genug vom ganzen Zirkus gehabt haben und ließ 2005 mit der programmatisch betitelten Best Of "Curtain Call" den Vorhang fallen – um sich allerdings bereits im Jahr darauf mit einer Compilation namens "The Re-Up" zurückzumelden, auf welcher der nunmehrige Labelchef (Shady Records, nun ja...) allerlei alte und neue Rap-Freunde vorstellt.

2008 sollte sein neues Album mit dem Titel Relapse erscheinen, jedoch lief die Zusammenarbeit zwischen Dr. Dre und Eminem im Studio so gut, dass sie sich noch mehr Zeit für das Album ließen und es nach einigen Verschiebungen nun am 18. Mai 2009 erscheint und im selben Jahr sogar noch ein weiteres Album namens Relapse 2 geplant ist. Vor der Veröffentlichung von Relapse kursierte im Internet bereits der neue Song I'm Having A Relapse und die erste offizielle Single Crack A Bottle stieg in den USA sofort auf Platz 1 der Billboard-Charts. Im April 2009 wurde ein Musikvideo zum Song We Made You vom neuen 6. Album veröffentlicht. Es folgten diverse weitere Singles vom Album Relapse, unter anderem der Song 3. a.m. bei welchem Eminem sowohl in den Lyrics als auch im Video mit Horrorelementen spielt. Außerdem machte Eminem sein Debütalbum Infinite im Internet als Gratisdownload verfügbar.

Bands

Solo-Diskographie

Alben
EPs
  • 1997: The Slim Shady EP
Sonstige

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN AUS NZ
1999 The Slim Shady LP 51 2 12 12 25 40 52 25 - 49 23
2000 The Marshall Mathers LP 3
1
1
1
2 2 2 3
1
1
1
2002 The Eminem Show
1
1
1
1
1
1
2
1
1
1
1
2004 Encore
1
1
1
2
1
2
1
2 4
1
1
2005 Curtain Call: The Hits 7
1
1
5 5 6 - 2 7
1
1
2007 Eminem Presents: The Re-Up 15 2 - 12 9 - 41 35 - 17
1
2009 Relapse 2
1
1
2 2 3
1
1
5
1
1
2010 Recovery - -
1
- - - - - - - -
Singles
1999 My Name Is 37 36 2 24 29 16 68 8 - 13 4
1999 Guilty Conscience (mit Dr. Dre) 40 - 5 - - 25 97 - - - -
2000 Forgot About Dre (mit Dr. Dre) 41 - 7 - 37 29 - - - - 26
2000 The Real Slim Shady 7 4
1
6 2 3 6 2 6 11 15
2000 The Way I Am 19 58 8 11 19 6 - - 8 34 -
2000 Stan (mit Dido)
1
51
1
1
1
3 4 3
1
1
14
2002 Rock City (mit Royce Da 5'9") 30 - - 57 37 - - - - - -
2002 Without Me
1
2
1
1
1
1
3
1
2
1
1
2002 Cleanin' Out My Closet 4 4 4 6 5 3 20 4 10
1
5
2002 Lose Yourself 2
1
1
1
1
1
3
1
1
1
1
2003 Hellbound (mit J-Black & Masta Ace) - - - - - - 53 - - - -
2003 Sing For The Moment 5 14 6 7 8 11 28 10 5 5 5
2003 Superman (mit Dina Rae) - 15 - - - - - - - - 42
2003 Business 15 - 6 22 - - - - - 4 14
2004 Just Lose It 2 6
1
4
1
12 7 3 2
1
1
2004 Encore - 25 - - - - - - - - -
2005 Like Toy Soldiers 8 34
1
8 3 14 34 4 15 4 2
2005 Mockingbird 15 11 4 18 14 - - 7 - 9 8
2005 Ass Like That 31 60 4 27 25 - - - - 10 9
2005 When I'm Gone 6 8 4 7 7 5 - 4 3
1
2
2006 Welcome 2 Detroit (mit Trick-Trick) 20 - - 24 - - - - 12 - -
2005 Shake That (mit Nate Dogg) - 6 - - - 59 - - - - -
2006 Smack That (mit Akon) 5 -
1
9 3 3 4
1
3 2
1
2007 You Don't Know (mit 50 Cent, Cashis, Lloyd Banks) - 12 32 - - - - 7 - - -
2009 Crack a Bottle (mit Dr. Dre & 50 Cent) - 1 4 41 4 9 - 5 - 18 6
2009 We Made You 8 9 4 6 4 11 - 5 - 1 1
2009 3AM - 32 56 - - - - - - 38 -
2009 Old Time's Sake (feat. Dr. Dre) - 25 61 - - - - - - - -
2009 Beautiful - 17 12 - 44 - - - - - -
2009 Insane - 85 - - - - - - - - -
2009 Till I Collapse - - 73 - - - - - - - -
2010 Not Afraid 9 1 5 - - - - - - - -
2010 Love the Way You Lie (feat. Rihanna) 1 1 2 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Intro Pitchfork Les Inrocks Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions
1999 The Slim Shady LP 15 7 42 38 22
2000 The Marshall Mathers LP 7 5 25 18 18 6 18
2002 The Eminem Show 8 3 21 38 36 34 9 27
2004 Encore 39 40
2010 Recovery 48
Singles
1999 My Name Is 5 5 26
2000 The Real Slim Shady 1 25 20 14
2000 Stan 19 51 13
2000 The Way I Am 85
2002 Without Me 14 2 4 2 11 22
2002 Lose Yourself 47 36
2002 Cleaning Out My Closet 23
2004 Just Lose It 15
2004 Mosh 7 19
2010 Love the Way You Lie (mit Rihanna) 74 46 14

All-Time-Charts

The Slim Shady LP
The Marshall Mathers LP
The Eminem Show
Stan
The Top 500 Tracks of the 2000s (Pitchfork, 2009)
  • # 68 Forgot About Dre (mit Dr. Dre)
  • # 104 Lose Yourself
  • # 177 The Real Slim Shady
  • # 251 Without Me
Lose Yourself

Referenzkasten

  • Der Name Eminem ist ein Spiel mit der Abkürzung der Anfangsbuchstaben von Marshall Mathers.

Referenzbands

Videos

von The Slim Shady LP
von The Marshall Mathers LP
von The Eminem Show
von Encore
von Relapse
von Recovery

Weblinks