Doug Pinnick

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Doug Pinnick
Doug Pinnick
Doug Pinnick
Herkunft: Braidwood, Illinois
Geboren: 3. September 1950 (69 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1980
Genres: Hardrock, Progressive Metal, Alternative Rock
Instrumente: Gesang, Bass
Labels: Metal Blade, Molken Music, Magna Carta
Homepage: DugPinnick.com
Bands:
King's X
Supershine
The Mob
The Jibbs
Razr 13
Tres Mts
KXM
Grinder Blues

Doug Pinnick (auch dUg Pinnick) ist Sänger und Bassist der Progressive Metal-/Hardrock-Pioniere King's X sowie zahlreicher weiterer Projekte.

Biografie

Der 1950 geborene Doug "Dug" Pinnick wuchs in einer sehr gläubigen Familie im US-Bundesstaat Illinois auf und kam früh mit dem Gospel in Berührung, was neben dem Motown-Soul der frühen 1960er und dem visionären Pop der Beatles die ersten seiner musikalischen Haupteinflüsse darstellen sollte. Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger kamen dann der Hardrock von Led Zeppelin und The Who sowie der Psychedelic-Funk von Sly & the Family Stone, Jimi Hendrix und Parliament hinzu, und fortan bestand Pinnicks Traum darin, diese Stilarten in einer eigenen Band zu verknüpfen. Zunächst zog er mit diversen christlich geprägten Rockbands durch die Staaten und geriet schließlich über eine davon an den Schlagzeuger Jerry Gaskill. Ende des Jahrzehnts traf er dann auch auf den Gitarristen und Sänger Ty Tabor, und gemeinsam mit Gaskill formierten Pinnick und Tabor das Power-Pop-Trio The Edge, das sich später in Sneak Preview und 1987 schließlich in King's X umbenennen sollte. Mit jener Band, bei der der farbige Bassist und Vokalist sich den Leadgesang mit Tabor teilte, nahm Doug Pinnick wichtige Alben des Progressive Metal auf, doch blieben King's X trotz hohen Kritikerlobes und einer devoten Fanbase stets eher Kult, als dass sie kommerziell wirklich erfolgreich wurden. Auch wurde immer mehr zum Problem, dass Doug Pinnick aufgrund einer persönlichen Glaubenskrise sich nicht mehr mit dem christlich geprägten Bild der Band identifizieren konnte, so dass sich King's X nach Verlust ihres Vertrages mit Atlantic Records – und unter Einfluss des Alternative-Booms der Neunziger, mit deren Exponenten Pearl Jam Pinnick auch öfter kollaborierte – eher den düstereren Seiten des Daseins widmeten. 1998 outete sich Pinnick in einem Interview als homosexuell, was teilweise ebenfalls von der bis dato freundlich gesonnenen christlichen US-Rockszene nicht goutiert wurde.

Nachdem gemeinsam beschlossen wurde, trotz allem mit King's X weiterzumachen, engagierte sich Pinnick musikalisch zunehmend auch außerhalb seiner Hauptband, wozu bislang sein Quasi-Soloprojekt Poundhound (das mit "Massive Grooves from the Electric Church of Psychofunkadelic Grungelism Rock Music" von 1998 und "Pineappleskunk" von 2002 zwei Alben herausbrachte) sowie die unter seinem eigenen Namen veröffentlichten Soloalben "Emotional Animal" (2005) und "Strum Sum Up" (2007) gehören. Auf ihnen präsentierte sich der Musiker teilweise deutlich mehr am rifflastigen Grooverock orientiert, während die lyrisch-akustischen Phrasen des King's X-Repertoires eher zurückstehen. Einmalige Projekte blieben hingegen die Kollaboration mit den Trouble-Musikern Jeff Olson und Bruce Franklin namens Supershine aus dem Jahr 2000, die Zusammenarbeit mit Musikern von Winger und Whitesnake namens The Mob von 2005 sowie The Jibbs, bei der Pinnick sich 2008 mit King's X-Kollege Ty Tabor und den langjährigen musikalischen Weggefährten Wally Farkas und Alan Doss (vormals bei den Galactic Cowboys) zusammentat, um eine Benefizsingle für die Opfer des Hurrikans Katrina aufzunehmen. Seit 2009 singt Pinnick auch bei der Melodic Rock-Gruppe Razr 13, die mit ihm am Mikrofon auch das Album "Reflections" herausbrachten. Die soulige Stimme des Bassisten ist ein Markenzeichen aller seiner Beteiligungen, wozu auch diverse Tributes an Klassiker wie Pink Floyd, Kiss, Metallica oder die Beatles zählen. Auch für Living Colour, Dream Theater und Tribe After Tribe gastierte Doug Pinnick bislang am Mikrofon. Ein geplantes gemeinsames Album mit Soundgarden- und Audioslave-Sänger Chris Cornell ist hingegen bislang noch nicht realisiert worden.

2011 veröffentlichte das Projekt Tres Mts (sprich Three Mountains), das Doug Pinnick zusammen mit Jeff Ament und Tribe After Tribe-Schlagzeuger Richard Stuverud ins Leben gerufen hatte, sein erstes Album. Bei der Gruppe singt Pinnick auch, und Pearl Jam-Gitarrist Mike McCready steuerte ebenfalls Gitarrenparts bei. Mit dem Trio KXM gelang Pinnick dann auch ein echter Charterfolg, denn das Debütalbum des neben ihm aus Korn-Drummer Ray Luzier und Ex-Dokken-Gitarrist George Lynch bestehenden Trios platzierte sich auf Anhieb in den Top 30 der US-Albumcharts. Außerdem hat Pinnick mit Grinder Blues ein weiteres Projekt am Laufen, das außer ihm noch 2013 die Brüder Scot Bihlman und Jabo Bihlman beinhaltet und eher in die Blues-Richtung geht.

Solo-Diskografie

Kollaborationen

Referenzbands

Coverversionen

Doug Pinnick covert …

  • The Unforgiven von Metallica (auf "Metallic Assault: A Tribute to Metallica", 2001)
  • Welcome to the Machine von Pink Floyd (auf "Pigs and Pyramids: An All Star Lineup Performing the Songs of Pink Floyd", 2002)
  • Parasite von Kiss (auf "Spin the Bottle: An All-Star Tribute to Kiss", 2004)

Weblinks