Diskussion:Taymur Streng

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Das Video, um das es hier geht, ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar. Das Youtube-Konto des Komponisten „wurde aufgrund wiederholter oder schwerwiegender Verstöße gegen die YouTube-Richtlinien zur Bekämpfung von Spam sowie irreführender Praktiken und Inhalte oder anderer Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen gekündigt.“ (Zitat Youtube, Syntaxkorrektur vom Autor hier, Original von Youtube in der Versionsgeschichte). Kaum zu glauben ... eine Inszenierung?

Anregung zum Mashen

Der Taymur-Streng-Track lässt sich phasenweise recht gut mit der Trommelmusik von Drums Off Chaos mashen. Die spielen im September an der Akademie der Künste in Berlin. In Frage kommende Tracks gibt es bei drumsoffchaos.bandcamp.com ! Radunze (Diskussion) 19:12, 10. Mai 2018 (CEST)

Das? [1]. Stimmt, das ergibt zum Teil schöne Synchronisationsmomente.--UU-ji (Diskussion) 20:51, 10. Mai 2018 (CEST)

Ich höre das eingebettete Stück gerne Mono.--UU-ji (Diskussion) 12:16, 12. Mai 2018 (CEST)

Elektro-Akustische Studie I. Eine Anregung zur Diskussion

Die Dwarves sagen, ihre Stücke wären so kurz, weil sie sie so schnell spielen. Bei Taymurs Elektro-Akustische Studie I überblendet der Parameter Tondauer oder Tonlänge, was genau ist der Unterschied, die weiteren Parameter soweit, dass von einem Trick gesprochen werden kann. Das Stück ist vielleicht auch aus diesem Grund fast siebzehn Minuten lang, ohne dass die Länge unangemessen erschiene. Die aleatorischen oder pseudo-aleatorischen Einsprengsel sind auf Art von Beispielsätzen angebracht, wie das schillernde, an mp3-Konvertierungen gemahnende, Geschehen in den Höhen zu Beginn, das ab min. 0:20 mit Hintergrundakzentuierungen versehen wird, die wohl das Klirren in tonale Schwerpunkte hineinschleppen wollen und das später und am Ende noch einmal aufgenommen wird ... Wie jede Formulierung in diesem Stück beispielhaft ist – als Beispielsatz Geltung hat. Alle Sätze außer Beispielsätzen sind richtig, so lautet meine Philosophie, demnach ist alles an dieser Musik falsch, und das ist richtig, denn die Welt ist eine Fälschung. Die stehenden Akkorde weisen aufwärts, so dass einem die Hoffnung beim Hören die ganze Zeit über erhalten bleibt. Ein Shepard-Risset-Gefühl stellt sich ein, ob es ein Shepard-Risset-Tone ist? Oder ein Shepard-Risset-Gemisch, das aufwärts zeigt – liegt es am Portamento? Das dramatische Moment im Verlauf wird an Orgelklängen und Dur-moll-harmonischen Verläufen festgemacht, das bietet sich an. In den tragischsten Formulierungen mischen sich wagnereske Momente moderner Orgelkomponisten ebenso ein, wie Anklänge an den Dark Wave, die hier biografisch begründet sind. Unterweltliche Eruptionen. Ein Spiel mit Brechungen findet ab min. 8:00 statt, wo die Akkorde sozusagen stehen, der Intervallumriss für eine Zeit lang definiert ist. Eine Progression? Die Teile überlappen sich vielfach, dann wieder erscheinen sie strikt voneinander in Folge getrennt, besonders die Übergänge sind interessant. Ab 11:30 eine Spieleweltkonfusion in einer Tokyoter Spielhalle, die, eine lange Pause inklusive, von aleatorischen oder pseudo-aleatorischen Einzelereignissen abgelöst wird – Glockenklängen, stehenden Zinnen und mehr oder weniger willkürlichen Durchgangsnoten. Die Potis und Fader werden rough und auf Stimmigkeit hin eingestellt. Ein kurzer, repetitiv angelegter und explizit metrischer Teil ab min. 14:15. Danach freigestellte Expositionen von Akkorden zum Ausklang. Das Fade führt auf den Anfang zurück, hinter dem Konvertierungsmüll kontemplative Akkorde. Die Klanggestaltung in der Summe ist annähernd trashig konzipiert, die Hallverhältnisse sind, im Gegensatz zu vielen anderen Ansätzen der zeitgenössischen Musik, nicht unangenehm hochaufgelöst transparent auf Art eines iPhone-Fotos oder einer Photoshop-Ästhetik. Nicht wirklich netzkompatibel, kein Surroundsound, sondern ein Gegenentwurf. Der vertikalen Syntax erscheint allein aus diesem Grund die lineare Gestalt auch vorgeordnet.--UU-ji (Diskussion) 16:42, 10. Aug. 2018 (CEST)

Lange dogmatische Schachtelsätze sind eigentlich keine Einladung zur Diskussion, sondern dienen mehr der persönlichen Profilierung ihres Verfassers. Und schlimmer noch: Ich höre dieses durchmontierte Stück mit den oft gepitchten Akkorden ganz anders. Es wirkt wie der Soundtrack zu einem älteren SciFi B-Movie: Juri Gagarin auf Erdumrundung. Sehr dramatisch. Man wusste damals nicht genau, ob's gut geht. Es gibt einige Schauplatzwechsel, aber Glockenklänge und eine Spieleweltkonfusion in einer Tokyoter Spielhalle habe ich nicht gehört... Irgendwer ist hier im falschen Film! Radunze (Diskussion) 23
17, 10. Aug. 2018 (CEST)

Das muss nicht falscher Film sein. Die Musik lässt wie so oft viele und auch fantastische Lesarten zu. Das Gagarin-Skript finde ich interessant.--UU-ji (Diskussion) 02:35, 11. Aug. 2018 (CEST) Gagarin hat sich jetzt doch auch bei mir durchgesetzt.--UU-ji (Diskussion) 09:27, 15. Aug. 2018 (CEST)