David Tudor

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David Tudor wurde 1926 in Philadelphia, USA, geboren und starb 1996 bei New York. Er war Pianist, Komponist und einer der Pioniere der experimentellen elektronischen Musik. Tudor hat eng mit John Cage zusammengearbeitet, er führte mehrere Werke von Cage auf, Cage schrieb viele seiner Klavierkompositionen für oder im Gedanken an Tudor.[1] Ab Mitte der 1950er Jahre arbeiteten beide mit der Dance Company des Tänzers und Choreografen Merce Cunningham zusammen. 1992 starb Cage und David Tudor übernahm die Leitung der Company.

Hintergrund

Nach einem Studium Orgel und Musiktheorie, Klavier und Komposition war David Tudor eine zeitlang einer der interessantesten Interpreten zeitgenössischer Klaviermusik. Er spielte unter anderem Stücke auch von Pierre Boulez, Morton Feldman, Earle Brown, Sylvano Bussotti, Karlheinz Stockhausen, Christian Wolff, Stefan Wolpe und La Monte Young. 1954 tourte Tudor in Europa. Unter dem Eindruck der Tour widmete ihm Karlheinz Stockhausen 1955 das Klavierstück VI.[2], ab 1956-61 war er Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen. Gegen Ende der 1950er Jahre gab Tudor seine Pianistentätigkeit auf und komponierte nur noch, unter anderem viele Auftragswerke für Merce Cunningham. 1969 gründete er das erste Studio für elektronische Musik in Indien, Ahmedabad, 1970 war er am Pepsi-Pavillon der Expo '70 in Osaka beteiligt. Für seine Performances setzte Tudor Lichtsysteme, Laseprojektoren, Tanz, Theater, Fernsehen und Film ein. Er lehrte außerdem am S.U.N.Y. in Buffalo, Mills College in Florida und an der University of California, Davis.

Musik

Pulsars (1976)

"For the better part of 50 years of the last century, pianist David Tudor was a towering figure amongst these sometimes under-appreciated modern music specialists. In his hands, some of the twentieth century's most outrageous music seemed -- well -- almost normal."[3]

Tudor plays Cage, Tudor – Neural Synthesis [No. 2] (1993)

Siehe auch

Elektronische Musik, Algorithmische Komposition, John Cage, Unbestimmtheit, Serielle Musik, Postserielle Musik, Live-Elektronik, Computermusik.

Einzelnachweise

  1. Artikel David Tudor [1] bei der de.wiki
  2. ebd.
  3. Profil [2] Biografie und Diskografie bei allmusic

Weblinks

  • Homepage [3] bei David Tudor
  • Bruce Duffie – Presenting David Tudor (1986) [4] Interview bei Bruce Duffie
  • Getty-Archive [5] beim Getty Research Institute
  • Profil [6] bei Discogs
  • Artikel Sea Tails [7] bei der en.wiki
  • David Tudor – Phonemes (1981) [8] bei Youtube

Links im Juli 2017.