Daniel Johnston

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Genre

Singer/Songwriter, Lo-Fi

Biographie

Daniel Johnston ist ein US-amerikanischer Singer/Songwriter. Er leidet seit jeher an einer (genetisch bedingten) bipolaren Störung (auch: manisch-depressive Erkrankung), welche ihn im Kindesalter oft zu Aufenthalten in psychiatrischen Anstalten zwang und der auch heute noch medikamentös entgegengewirkt werden muss. Daniel wuchs bei seiner Familie auf, mit der er noch heute zusammenlebt. (Außerdem hat er seit 2008 eine Katze namens Spanky.) Wie viele amerikanische Familien besuchten auch die Johnstons jeden Sonntag den Gottesdienst und Daniel zählt die Kirchenmusik neben den Beatles und John Lennon zu seinen wichtigsten Einflüssen. Seine ersten musikalischen Aufnahmen spielte er auf Kassette ein und verteilte sie an seinen Freundeskreis, einige dieser Kassettenaufnahmen wurden wiederveröffentlicht unsd sind noch heute erhältlich. Neben seiner Musik ist Johnston auch für seine einfachen, surrealen Zeichnungen bekannt, welchen sogar diverse Kunstausstellungen gewidmet wurden. Schon als Kind war Daniel ein Fan von Comicbüchern und um sich diese leisten zu können, verkaufte er selbstgemalte Bilder an seinen Vater. Viele seiner Bilder, wie auch einige seiner Texte zeugen von einer gewissen kindlichen Naivität. Wobei er später eine Paranoia entwickelte und sich vom Teufel verfolgt fühlte, was sich auch in seiner Kunst widerspiegelte. 1985 hatte Johnston einen ersten kurzen Auftritt bei MTV, wo er für sein Album Hi, how are you wirbt. Kurze Zeit später traf er Thurston Moore und Maureen Tucker in New York City, wo er dann auch als Support für fIREHOSE im CBGB's spielte. Er ist bis heute als Musiker tätig und tourt Ende 2008 auch auf mehreren Kontinenten, wobei er von The John Dear Mowing Club unterstützt wird.

Kollaborationen

  • Diverse Alben entstanden durch Kollaborationen, z.B. mit Jad Fair, Paul Leary oder Mark Linkous. Teilweise hat einfach der Producer maßgeblich mitgewirkt.
  • Zusammen mit Lee Ranaldo und Steve Shelley: Spirit World Rising (auf „1990“, 1990)
  • Auf einer Yo La Tengo-Version von "Speeding Motorcycle" singt Daniel Johnston durchs Telefon.
  • Er sang Background bei einem Song der "Hidden Vagenda" von Kimya Dawson.
  • Er spielt beim zweiten Solo-Album "Life In Exile After Abdication" von Maureen Tucker mit.

Diskographie

Alben

  • Songs of Pain (Kassette, 1981)
  • Don't Be Scared (Kassette, 1982)
  • The What of Whom (Kassette, 1982)
  • More Songs of Pain (Kassette, 1983)
  • Yip/Jump Music (Kassette, 1983)
  • Hi, How Are You (Kassette, 1983)
  • Retired Boxer (Kassette, 1984)
  • Respect (Kassette, 1985)
  • Continued Story (Kassette, 1985)
  • Merry Christmas (Kassette, Stress Records, 1988)
  • It's Spooky mit Jad Fair (CD/LP/CS, 50 Skidillion Watts Records, 1989)
  • 1990 (Shimmy-Disc, 1990)
  • Artistic Vice (Shimmy-Disc, 1991)
  • Fun (Atlantic, 1994)
  • Rejected Unknown (Gammon, 2000)
  • Fear Yourself (Gammon, 2003)
  • Lost and Found (Sketchbook, 2006)
  • Is and Always Was (Eternal Yip Eye Music, 6. Oktober 2009)
  • Beam Me Up! (Hazelwood, 2010)
Singles/EPs
Sonstige
  • The Lost Recordings (Kassette, Stress Records, 1987; Aufnahmen von 1983)
  • The Lost Recordings II (Kassette, Stress Records, 1987; Aufnahmen von 1983)
  • Live at SXSW (Kassette, Stress Records, 1990)
  • Frankenstein Love: Live at the Houston Room 1992 (Kassette, Stress Records, 1998)
  • Why Me? Live: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz 6/6/99 (Trikont, 2000)
  • The Early Recordings of Daniel Johnston Volume 1 (Dualtone, 2003: Reissue von Songs of Pain und More Songs of Pain)
  • Please Don't Feed the Ego – The Best of Daniel Johnston #1 (Zusammengestellt 1994, veröffentlicht Eternal Yip Eye Music, 2004)
  • White Magic – From the Cassette Archives 1979–1989 (Eternal Yip Eye Music, 2004)
  • Welcome to My World: The Music of Daniel Johnston (Eternal Yip Eye Music, 2006)

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Johnston ist seit seiner Kindheit manisch-depressiv und schizophren veranlagt, und wohnt immer noch bei seinen Eltern.
  • Im Film "Kids" läuft Daniel Johnstons "Casper the Friendly Ghost" an prominenter Stelle – einer der Charaktere trägt auch den Namen "Casper".
  • David Bowie bezeichnete Johnston als den "Brian Wilson der Achtziger".
  • 2005 wurde auf der Berlinale der Dokumentarfilm "The Devil and Daniel Johnston" von Jeff Feuerzweig in Deutschland uraufgeführt, der beim Sundance-Festival den Preis für die beste Regie gewann. Der Film zeigt viele selbst gedrehte Aufnahmen bis hin zur Jugend Daniel Johnstons. Selbst seine eigenen psychotischen Schübe hat er mitunter auf Film dokumentiert.
  • Kurt Cobain trug bei diversen Auftritten (auch bei den MTV Video Music Awards 1992) ein T-Shirt mit dem Cover von Johnstons Album Hi, How Are You? und bezeichnete ihn als seinen Lieblings-Songwriter.
  • Daniels Angst vor dem Teufel führte dazu, dass er einen Plattendeal mit Elektra ausschlug, da die vermeintlich satanischen Metallica ebenfalls dort gesigned waren. Später folgte ein kurzweiliger Plattendeal mit Atlantic.

Referenzbands

Coverversionen

Daniel Johnston covert …

  • I Will von The Beatles (auf „More Songs of Pain“, 1983)
  • Never Get to Heaven von Burt Bacharach (auf „More Songs of Pain“, 1983)
  • Heartbreak Hotel von Elvis Presley (auf „Respect“, 1985)
  • I Saw Her Standing There von The Beatles (auf „Continued Story“, 1985)
  • And Then She Kissed Me, eigentlich And Then I Kissed Her von The Beach Boys (auf Merry Christmas, 1988)
  • Happy Talk von Rogers/Hammerstein (auf „It's Spooky“, 1989)
  • Tomorrow Never Knows von The Beatles (auf „It's Spooky“, 1989)
  • Kicking the Dog von Glass Eye (auf „It's Spooky“, 1989)
  • Chords of Fame von Phil Ochs (auf „It's Spooky“, 1989)
  • Hands of Love von Paul McCartney & Wings (auf „It's Spooky“, 1989)
  • Got to Get You into My Life von The Beatles (auf „1990“, 1990)

Daniel Johnston wird gecovert von …

Videos

Video-Clips

  • Grievances (auf der Rückbank eines Londoner Taxis)

Weblinks