Cyndi Lauper

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cyndi Lauper
Cyndi Lauper
Cyndi Lauper
Herkunft: New York, USA
Geboren: 22. Juni 1953 (66 Jahre)
Aktiver Zeitraum: Solokarriere seit 1983
Instrumente: Gesang, Gitarre, Bass, Tasteninstrumente
Labels: Columbia, Polydor, Epic
Homepage: CyndiLauper.com

Cyndi Lauper wurde in den 1980er Jahren mit ihrem Mix aus Pop, Rock und Punk-Elementen, verbunden mit einem schrillen Outfit und Auftritten in Film und Fernsehen zu einem Star. Sie ist eine der erfolgreichsten Künstlerinnen aus der Ära des New Wave.

Biografie

Cynthia Ann Stephanie Lauper kam 1953 in New York City zur Welt. Sie entpuppte sich früh als künstlerisches und musikalisches Talent und begann, obwohl beeinträchtigt durch ihr Aufwachsen in Queens, einem von New Yorks Problembezirken, früh mit dem Schreiben eigener Songs und dem Herausbilden ihrer später typischen exaltierten Bühnenpersönlichkeit. Nach einem Kunststudium begann ihre professionelle Musikerinnenlaufbahn Mitte der 70er Jahre in diversen Coverbands im Raum New York, wobei Lauper sich allerdings fast für immer ihre Stimme ruiniert hätte. 1978 stieg Cyndi Lauper in die Popgruppe Blue Angel ein, die nicht zuletzt durch Laupers eindrucksvollen Vokalvortrag zwar einen Deal mit Polydor erreichte, deren Platten sich (bis auf einen mittleren Single-Erfolg in Österreich mit der Nummer I'm Gonna Be Strong) aber kaum verkauften. So stand die Sängerin mit fast dreißig Jahren wieder da, wo ihre Karriere begonnen hatte.

Erst als Cyndi Lauper 1981 bei einem ihrer Aushilfsjobs auf den Musikproduzenten David Wolff traf, kam ihre eigene Karriere wieder ins Rollen, und diesmal richtig. Wolff besorgte ihr einen Vertrag beim Columbia-Ableger Portrait Records, wo 1983 ihr Debüt-Album She's So Unusual erschien. Diese Platte, deren Material eigentlich zunächst von hauseigenen Songwritern geschrieben worden war, was Lauper aber stark in ihrem Sinne abänderte, begründete den folgenden Weltruhm der Musikerin. Die Auskopplungen Girls Just Want to Have Fun, Time After Time und She Bop (letzteres eine Hymne an die weibliche Masturbation) machten Cyndi Lauper in Verbindung mit wegweisenden Videoclips im beginnenden MTV-Zeitalter zu einer Ikone sowohl der post-punk-beeinflussten Teenager-Hörerschaft als auch des pop-orientierten Mainstreams.[1] Speziell ihr Look mit auffälligem Makeup, wild zusammengewürfelten Second-Hand-Klamotten und allerlei Tand als Accessoires ließen sie zu einem unverwechselbaren Star werden. Fünf der Auskopplungen von She's So Unusual enterten die Top 5 der Billboard Charts.

Nach diesem Megaerfolg absolvierte Cyndi Lauper diverse Auftritte in Film und Fernsehen, wobei sie insbesondere die Wrestling-Szene interessierte. Unter anderem kam es zu einem Kampf der WWF-Stars Hulk Hogan, Captain Lou Albano, Mr. T und Roddy Piper, der auf eine Auseinandersetzung um Lauper zurückging und die "Wrestlemania" in den USA entscheidend prägte. Auch den Soundtrack des von Steven Spielberg produzierten 80er-Kinderbanden-Piraten-Schatzsucherfilms "The Goonies" bestimmte Cyndi Lauper, hatte einen Cameo-Auftritt im Film und steuerte das Stück The Goonies 'R' Good Enough bei, für das sie einen Grammy erhielt. Ihr zweites Album True Colors von 1987 war nicht ganz so erfolgreich wie das Debüt, verkaufte sich unter anderem durch die Auskopplung des Titeltracks aber dennoch passabel. Danach verlegte sich Cyndi Lauper zunehmend auf Filmauftritte, da auch ihre folgenden Platten nicht mehr den Erfolg von She's So Unusual wiederholen konnten. Durch ihre Aufnahme von Dance- und R'n'B-Elementen, verbunden mit Laupers Engagement gegen Homophobie und Sexismus, wurde Lauper zu einer Ikone der Gay Rights-Bewegung. 1991 heiratete sie den Schauspieler David Thornton.

Cyndi Lauper ist weiterhin auf Tour und veröffentlicht Platten, bei denen sie sich von aktuellen Musikern und Produzenten (unter anderem Basement Jaxx für ihr 2008 erschienenes Album Bring Ya to the Brink) unterstützen lässt. Nachdem sie 2010 und 2011 zwei blueslastige Alben veröffentlicht hatte, beschäftigt sich Cyndi Lauper seit 2015 mit dem Country. Ansonsten engagiert sie sich auch heute noch für Homosexuellenrechte und tritt in Film und Fernsehen auf.

Bands

1976-1982 und 1987 bei den Blue Angels.

Diskografie

Kollaborationen

All-Time-Charts

She's So Unusual

Gelistet in 1001 Alben – Musik, die Sie hören sollten, bevor das Leben vorbei ist (1980er)

Girls Just Wanna Have Fun

Referenzbands

Einzelnachweise

  1. Mit der Coverversion Girls just want to have Fun bedient sich Cyndi Lauper, ganz im Gegensatz zum Original, beim Doo Wop und Rock'n'Roll der 1950er und transportiert typische Gesangstechniken über den Chartspop der Anfang-1960er in die punkbeeinflussten 1980er. Damit überspringt sie die Welle geglätteter Popmusik, die in den 1970er Jahren die Charts bestimmte und während der sangliche Eigenheiten durch thematische Eindeutigkeit und Memorisierbarkeit ersetzt wurden.

Weblinks