Crosby, Stills & Nash (& Young)

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Crosby, Stills & Nash (& Young)
Crosby, Stills, Nash & Young 1970
Crosby, Stills, Nash & Young 1970
Herkunft: Laurel Canyon, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: mit Unterbrechungen seit 1968
Genres: Folkrock, Country, Singer/Songwriter
Labels: Atlantic, Rhino Records
Homepage: CSNY.com
Line-Up:
David Crosby: Gesang, Gitarre
Stephen Stills: Gesang, Gitarre
Graham Nash: Gesang, Gitarre
Neil Young: Gesang, Gitarre

Crosby, Stills & Nash bzw. Crosby, Stills, Nash & Young wurden 1968 in Kalifornien von Mitgliedern bekannter Bands der 1960er-Folk- und Rockszene gegründet. Sie stellten eine der ersten Supergruppen in der Popgeschichte dar und übten großen Einfluss aus das Genre von Folkrock und Countryrock aus.

Bandgeschichte

Die drei bis vier Mitglieder von Crosby, Stills, Nash & Young stellten so etwas wie eine der ersten Supergroups der Popgeschichte dar (inhaltlich wie zeitlich nur knapp überholt von Cream). Alle vier hatten bereits ihre Meriten in bahnbrechenden Folk- und Rock-Acts der Sechzigerjahre verdient: David Crosby kam von den Byrds, die mit ihrer Version von Bob Dylans Mr. Tambourine Man Grundlegendes für den elektrifizierten Folkrock geleistet hatten. Der Brite Graham Nash war vorher bei den Pop-Hitlieferanten The Hollies gewesen, und Stephen Stills hatte schließlich bei den legendären Buffalo Springfield (deren For What It's Worth Teil des kollektiven Soundtracks zum "Sommer der Liebe" 1967 gewesen war) gespielt, bei denen wiederum auch der Kanadier Neil Young Mitglied gewesen war. 1968 war es dann soweit, dass sich Crosby, Stills und Nash von ihren jeweiligen Bands verabschiedeten, um zusammen ein Trio zu bilden. Die bisherigen Einflüsse wurden verschmolzen und um andere ergänzt, und das 1969 erschienene selbstbetitelte Debüt landete einen Treffer im (noch) herrschenden Hippie-Zeitgeist der USA. Mit ihrem warmen, zwischen Folk, Country, Singer/Songwriter und Rock schwingenden Sound, kombiniert mit politischen Aussagen und einem nahezu perfekten Satzgesang, wurde die Gruppe dann auch auf dem Woodstock-Festival zu einer der zentralen Bands der späten 60er und 70er Jahre. Die Studio-Arbeitsweise von CSN war gleichwohl eine andersartige, als das harmonische (Klang-)Bild suggerierte, denn für den zweiten Longplayer namens "Déjà Vu" verbrachte man zwar über 800 Stunden im Studio, davon jedoch die wenigsten gemeinsam. Vielmehr spielte jedes Bandmitglied – für das zweite Album war nun auch Stills' Ex-Buffalo Springfield-Partner Neil Young mit an Bord gekommen – seine Songs einzeln ein, die dann mittels Overdubs ergänzt wurden. Dies hinderte "Déjà Vu" jedoch nicht daran, erneut ein Millionenseller und Hippie-Kultobjekt zu werden, und vor allem die rockige Neuvertonung von Joni Mitchells Sternenstaub-Hymne Woodstock machte noch einmal deutlich, wo die Gruppe stand. Die inneren Spannungen – mit dem typischen Gerangel, wessen Kompositionen wieviel Platz einnehmen durften etc. – führten stracks nach Beendigung der "Déjà Vu"-Tour 1971 jedoch bereits zum Split der Band. In den folgenden Jahren kam es zu einigen wenigen One-off-Live-Reunions (samt zugehöriger Liveplatten), doch erst 1977 konnten sich zumindest Crosby, Stills und Nash wieder zu einer Platte zusammenraufen. "CSN" wurde ein Erfolg, doch vergingen wieder fünf Jahre, bis 1982 mit "Daylight Again" das dritte Album in Dreierbesetzung erschien. Danach mußte sich David Crosby seiner Drogen- und Alkoholabhängigkeit stellen, 1985 bis 1986 sogar im Gefängnis. 1988 allerdings gelang dann tatsächlich eine Voll-Reunion inklusive Young, die im Album "American Dream" mündete. Von da an gab es noch weitere Touren, mal mit, mal ohne den kanadischen Songwriter, der inzwischen zu einer Leitfigur der Grunge-Generation geworden war (u.a. arbeitete er mit Pearl Jam zusammen). Das bislang letzte Album in Viererbesetzung, "Looking Forward", erschien 1999.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1969 Crosby, Stills & Nash (LP, Atlantic)
  • 1970 Déjà Vu (mit Neil Young, LP, Atlantic)
  • 1977 CSN (LP, Atlantic)
  • 1982 Daylight Again (LP, Atlantic)
  • 1988 American Dream (mit Neil Young, LP, Atlantic)
  • 1990 Live It Up (LP, Atlantic)
  • 1994 After The Storm (LP/CD, Atlantic)
  • 1999 Looking Forward (mit Neil Young, LP, Atlantic)
Sonstige
  • 1974 Four Way Street (Livealbum, Atlantic)
  • 1974 So Far (Best Of, Atlantic)
  • 1992 CSN (Boxset, Atlantic)
  • 2005 Greatest Hits (Best Of, Rhino Records)

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN AUS NZ
1969 Crosby, Stills & Nash - 6 25 - - - - - - - -
1970 Déjà Vu 39
1
5 - - - - 11 - - -
1971 4 Way Street -
1
5 - - - - 8 - - -
1974 So Far -
1
25 - - - - - - - -
1977 CSN - 2 23 23 - 17 - 10 - - -
1981 Replay - 122 - - - - - - - - -
1982 Daylight Again 31 8 - - - - - 14 - - -
1983 Allies 44 43 - - - - - - - - -
1988 American Dream 48 16 - - - 26 - - - - -
1990 Live It Up - 57 - - - - - - - - -
1994 After The Storm - 98 - - - - - - - - -
1999 Looking Forward 10 26 - - - 26 60 7 - - -
2005 Greatest Hits - 24 38 - - - - - - - 6
Singles
1969 Marrakesh Express - 28 17 - - - - - - - -
1969 Suite: Judy Blue Eyes - 21 - - - - - - - - -
1970 Ohio - 14 - - - - - - - - -
1970 Our House - 30 - - - - - - - - -
1970 Teach Your Children - 16 - - - - - - - - -
1970 Woodstock - 11 - - - - - - - - -
1977 Fair Game - 43 - - - - - - - - -
1977 Just A Song Before I Go - 7 - - - - - - - - -
1982 Southern Cross - 18 - - - - - - - - -
1982 Wasted On The Way - 9 - - - - - - - - -
1983 Too Much Love To Hide - 69 - - - - - - - - -
1989 Got It Made - 69 - - - - - - - - -

All-Time-Charts

Déjà Vu
Crosby, Stills And Nash
Ohio (Song)

Weblinks