Creation Records

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Creation Records war ein englisches Musiklabel mit Sitz in London, das von 1983 bis 2000 existierte. Gründer, Inhaber und Aushängeschild der Firma war Alan McGee. Die musikalische Ausrichtung war in den 80ern vorrangig dem Mainstreamgeschmack abgewandte Gitarrenmusik (sog. Indiepop), in den 90ern – mit dem Erfolg der Band Oasis – wurde der Sound chartsorientierter. Seit 1992 lagen 50% der Anteile an Creation bei Sony Music. 1996 erwirtschaftete das Label ein Plus von 34 Millionen Pfund.

Genres

Indiepop, Shoegaze, Madchester

Geschichte

1983 nahm Alan McGee einen Kredit über 1000 Pfund auf und gründete mit diesem Kapital das Label Creation Records(benannt nach der 60s Band The Creation, die McGee sehr verehrte). Die Single “73 in 83“ von The Legend war die erste Veröffentlichung des Labels. 1984 begann er, neben seinem Job bei der englischen Bahn, die Band Jesus & Mary Chain zu managen, die nahezu über Nacht zu einem Untergrundhit wurde, nachdem McGee ihre Debütsingle “Upside Down“ veröffentlicht hatte.

Nachdem Jesus & Mary Chain 1985 zu Warner gewechselt waren,da Creation Records mit dem Vertrieb ihrer Platten überfordert war, konnte McGee, der die Band noch bis 1986 managte, ein finanzielles Polster für sein eigenes Label anlegen und nun häufiger Platten veröffentlichen. Creation Records entwickelte sich vor allem durch McGees cleveren Umgang mit den Musikmedien zu einem der führenden Indielabels der 80er Jahre, ohne dabei wirkliche kommerzielle Erfolge zu haben. Zu den frühen Creationbands zählten Primal Scream, The House of Love, The Pastels, The Loft, The Weather Prophets oder Jasmine Minks. Sowie McGees eigenes Projekt Biff Bang Pow! – nach einem Song von The Creation benannt.

Vorallem über die zweite Garde von Creationbands verbindet man das Label häufig mit der Shoegazer-Szene. Neben Ride (denen das Label sowohl die erste Top 20-Platzierung in den Album- sowie die erste Top 10-Platzierung in den Singlecharts verdankt), Slowdive, The Telescopes oder Swervedriver, waren es vor allem My Bloody Valentine und ihre Alben, die Creations Status als führendes Indielabel und McGees Ruf, einen Riecher für wichtige,neue Bands zu haben, noch festigten.

Der Wechsel in die Neunziger führte auch für Creation an Acid House, Rave und – in McGees Fall – vor allem Ecstacy nicht vorbei. 1992 musste McGee aufgrund von Schulden, die nicht zuletzt durch seine Drogensucht entstanden waren, 50 % von Creation an Sony Music verkaufen. Kurz bevor jedoch der finanzielle Kollaps eintrat, begann die gerade erst gesignte Band Oasis aus Manchester Erfolge zu feiern und bis dato ungekannte Umsätze zu machen. Das zweite Oasisalbum „(Whats's the Story) Morning Glory“ entwickelte sich zum bestverkauften, britischen Album der Dekade und etablierte Oasis als führende Band der Brit-Pop-Bewegung Mitte der 90er.

Trotz vielversprechender neuer Acts wie Teenage Fanclub oder Super Furry Animals konnte dieser Erfolg nicht annähernd wiederholt werden. Unzufrieden mit dem Weg den Creation einschlug, kündigte Alan McGee 1999 das Ende Creations an. Das letzte auf Creation Records erschienene Album war „XTRMNTR“ von Primal Scream, die letze Single „Accelerator“ aus derselben Veröffentlichung. Alan McGee verkündete die Gründung des Poptones Labels.

Sublabels

Band-Roster

Label-Compilations (Auswahl)

  • CRELP 001 Alive in the Living Room
  • CRELP 037 Doing it for the Kids
  • CRELP 117 Sorted, Snorted and Sported – The Story of Creation Records

Wichtige Veröffentlichungen


Literatur

  • Alan McGee & The Story of Creation Records – von Paolo Hewitt
  • The Creation Records Story – von David Cavanagh


Weblinks