Coldplay

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Coldplay
Coldplay live am 1. Oktober 2008 in Mailand
Coldplay live am 1. Oktober 2008 in Mailand
Herkunft: London, England, UK
Aktiver Zeitraum: seit 1998
Genres: Britpop, Pop, New Acoustic Movement
Labels: Parlophone
EMI
Homepage: coldplay.co.uk
Line-Up:
Chris Martin (Gesang, Gitarre, Klavier)
Jon Buckland (Gitarre)
Guy Berryman (Bass)
Will Champion (Schlagzeug)

Bandgeschichte

Coldplay gründeten sich Ende der Neunziger an der Universität von London. Nach der Veröffentlichung von zwei EPs bei Fierce Panda und drei weiterer EPs über Parlophone erschien im Herbst 2000 ihr Debüt Parachutes, das der Band eine Nominierung für den Mercury Music Prize einbrachte. Nachdem zahlreiche Touren aus Gesundheitsgründen abgesagt bzw. abgebrochen werden mussten, sah es mit einem Nachfolger lange düster aus. Im Sommer 2002 erschien schließlich A Rush Of Blood To The Head, das der Band mit den Singles In My Place, "The Scientist" und "Clocks" zu internationalem Ruhm verhalf. Bei Erscheinen ihres dritten Albums X&Y (2005) wurde die Band schon in einem Atemzug mit U2 genannt. Nach einer längeren Auszeit arbeitet die Band 2007 am vierten Album, das diesmal von Brian Eno und Markus Dravs produziert wird und 2008 unter dem Titel "Viva La Vida or Death and All His Friends" erscheint. Es unterscheidet sich durch orientalische Einflüsse, und eine sehr vielseitige Produktion deutlich von den Vorgängeralben und verhalf ihnen zu ihrer ersten Nummer 1 in den britischen Single-Charts, die sie zuvor unter manchmal kuriosen Umständen verpasst hatten.

Nach dem weltweiten Charterfolg des Albums, und besonders auch des quasi-Titeltracks "Viva La Vida", meldete sich die unbekannte Brooklyner Band Creaky Board mit einem You-Tube-Video[1] zu Wort und warf der britischen Band vor, einige Teile der Melodie des Songs "The Song I Didn't Write" geklaut zu haben. Im Herbst 2008, pikanterweise kurz nachdem bekannt gegeben wurde, dass Coldplay für ihr Album insgesamt 7 mal für den Grammy nominiert sei, wurde bekannt, dass Gitarrist Joe Satriani ebenfalls Urheberrechtsansprüche gegen Coldplay stelle, die sich seiner Meinung nach an seinem Stück "If I Could Fly" bedient hätten. Die britische Band wies beide Anschuldigungen jedoch zurück. Während Creaky Board keine rechtlichen Schritte eingeleitet hat, wurde die britische Band von Satriani auf Schadenersatz verklagt. [2]

Trotz, oder gerade wegen des großen kommerziellen Erfolgs ist Coldplay von Beginn an Anfeindungen von Kritikern und auch Musikliebhabern ausgesetzt. Jon Pareles, Musikkritiker der New York Times, nannte die Band in einem Artikel gar "the most insufferable band of the decade" (die unerträglichste Band der Dekade).

Kollaborationen

  • "'Til Kingdom Come", der Bonustrack von X&Y wurde ursprünglich für Johnny Cash geschrieben. Die Musik war bereits komplett aufgenommen, aber Cash starb, bevor er das Lied einsingen konnte.
  • "Gravity", ein Song, den Chris Martin geschrieben und mehrfach live gespielt hatte, wurde der befreundeten Band Embrace überlassen, weil er laut Martin "mehr nach Embrace als nach Coldplay" klang.
  • "See It In A Boy's Eyes" wurde von Chris Martin für die Sängerin Jamelia geschrieben. Der Song wurde im Jahr 2004 mit dem Q-Award für die beste Single ausgezeichnet.
  • Chris Martin singt auf dem Album "Cobblestone Runway" von Ron Sexsmith den Song "Gold In Them Hills".
  • Darüberhinaus übernahm er auf zwei Stücken des Faultline-Albums "Your Love means everything" (2002) den Gesangspart.
  • Guy Berryman und Will Champion sind als Gäste auf dem ersten Soloalbum von a-ha-Mitglied Magne Furuholmen vertreten.
  • Chris Martin nahm mit Nelly Furtado und dem Hip-Hop-Produzenten Ende 2005 einen Song für Furtado's Album "Loose auf" – kurz vor Veröffentlichung zog das Plattenlabel EMI den Song jedoch zurück.
  • Für eine spezielle Version des Songs "Dry your Eyes" von The Streets lieferte Chris Martin die Vocals für den Chorus.
  • Mitte 2006 nahm Chris Martin gemeinsam mit Hip Hop Star Jay-Z den Song "Beach Chair" für dessen im November 2006 erscheinenden Album "Kingdom Come" auf. Weiters traten Chris und Jay-Z am 27. September 2006 gemeinsam in der Royal Albert Hall auf und performten zwei ältere Songs des Rappers.
  • Mit der britischen Band Ash nahmen Coldplay den Song "Everybody's happy nowadays" auf.
  • Chris Martin ist außerdem gemeinsam mit Bono auf einem Song namens "What's Going On" zu hören.
  • Anfang 2006 bat Michael Stipe von R.E.M. Chris Martin um eine Kollaboration zugunsten seiner Foundation zur Hilfe von Opfern des Hurricanes Katrina. Gemeinsam nahmen Sie für eine exklusiv bei iTunes erhältliche EP den Song "In the Sun" auf.

Diskographie

Alben

Singles/EPs

Anderes

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F NOR FIN NZ
2000 Parachutes 54
1
51 41 38 20 31
1
29 4
2002 A Rush Of Blood To The Head
1
1
5 10
1
5 4
1
4 2
2003 Live 2003 34 - 13 - - - 26 24 - 26
2005 X&Y
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
2008 Viva la Vida
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
2008 Prospekt's March EP 47 38 15 46 - 39 - - - -
Singles
2000 Shiver - 35 - - - - - - - -
2000 Yellow - 4 48 - - - 96 - - 23
2000 Trouble - 10 - - 76 - 60 3 - 36
2002 In My Place 65 2 - - 37 46 60 17 19 24
2002 The Scientist 87 10 - - - - - - - -
2003 Clocks 50 9 29 - 84 - 65 - - 13
2003 God Put A Smile On Your Face - - - - - - - - - 35
2005 Speed Of Sound 19 2 8 23 22 34 42 11 3 13
2005 Fix You 65 4 59 58 53 - - - - 17
2005 Talk 29 10 86 24 28 56 34 - 18 20
2006 The Hardest Part - - - - 44 - - - - 28
2008 Violet Hill 10 8 40 6 17 8 36 8 - 5
2008 Viva La Vida 5
1
1
6 5 7 10 5 12 16
2008 Lost! 73 54 - 65 21 - - 8 - -
2008 Life in Technicolor II - 28 - 53 39 - - - - -
2008 Prospekt's March - - - - - - - - 8 -
2008 Death and All His Friends - - - - - 50 - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions Les Inrocks Spex Musikexpress Intro Rolling Stone Visions Les Inrocks
2000 Parachutes 6 15 13 10 3 5 3 12 7
2002 A Rush of Blood to the Head 1 15 7 9 8 2 42 8 1 2 2 2
2005 X&Y 19 37 31 35 3 17 6 17
2008 Viva la Vida or Death and All His Friends 31 40 5 11 13 16
2011 Mylo Xyloto 6
Singles
2000 Yellow 2 31 33 6 3 5
2000 Shiver 63
2000 Trouble 4
2002 In My Place 43 18 31 4 2 1 2 3
2002 The Scientist 10 7 2 8 6
2003 Clocks 24 8 9
2005 Speed of Sound 4 43 1
2005 Fix You 50 25 13
2008 Viva la Vida 29 27 40 2 15 2 3
2008 Lost 48
2011 Every Teardrop Is a Waterfall 11

All-Time-Charts

Parachutes
A Rush Of Blood To The Head
The Top 500 Tracks of the 2000s (Pitchfork, 2009)
  • # 155 Clocks
  • # 263 Yellow
Yellow
The Scientist

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

Parachutes

  • Der Titel "Don't Panic" bezieht sich auf das Buch "The Hitchhiker's Guide To The Galaxy" von Douglas Adams.

X&Y

  • "Talk" beinhaltet ein Melodiesegment aus dem Kraftwerk-Song "Computerliebe". Chris Martin hat extra einen deutschsprachigen Brief an Ralf Hütter geschrieben, um die Erlaubnis einzuholen.
  • "Fix You" schrieb Chris Martin in Gedenken an den verstorbenen Vater seiner Frau. Chris selbst lernte Bruce Paltrow zwar nie selbst kennen, bewundere ihn aber nach einigen Aussagen sehr.

Trivia

  • Seit 2003 ist Chris Martin mit der Schauspielerin Gwyneth Paltrow verheiratet. Im Mai 2004 wurde Tochter Apple Blythe Alison geboren. Zwei Jahre später, im April 2006, folgte Sohn Moses Bruce Anthony.
  • Drummer Will Champion und seine Frau Marianne bekamen im Mai 2006 ihr erstes Kind, eine Tochter namens Ava.
  • Im Herbst 2004 heiratete Bassist Guy Berryman seine Sandkastenliebe, die Stylistin und Boutiquebesitzerin Joanna. September 2006 feierten sie die Geburt ihres ersten Kindes, einer Tochter namens Nico.
  • Gitarrist Jonny Buckland ist der letzte Junggeselle der Band, hat jedoch eine langjährige Freundin, Chloe Lee-Evans.
  • Im Juli 2009 wurde ein Stastik veröffentlicht, die zeigte, dass Coldplay mit beinahe 1,4 Millionen über Musikdownloadshops verkauften Alben und EPs Rekordträger in dieser Hinsicht sind.[3]

Referenzbands

Coverversionen

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Videoclips

Quellen

  1. http://www.youtube.com/watch?v=eUhFLiw6h6s
  2. rollingstone.com-Artikel vom 5.12.2008
  3. http://www.tonspion.de/neues/neueste/358162

Weblinks