Cheap Trick

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cheap Trick
Cheap Trick
Cheap Trick
Herkunft: Rockford, Illinois, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1973
Genres: Rock, Hardrock, Power-Pop
Labels: Epic, Warner Bros., Red Ant, Big3
Homepage: CheapTrick.com
Line-Up:
Rick Nielsen: Gitarre
Robin Zander: Gesang (seit 1974)
Tom Petersson: Bass (1974-1980, seit 1981)
Bun E. Carlos: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Randy Hogan: Gesang (1973-1974)
Pete Comita: Bass (1981-1987)
Jon Brant: Bass (1980-1981)

Cheap Trick sind eine US-amerikanische Rockband, die 1973 gegründet wurde. Sie schufen in den 1970er Jahren einen spezifisch amerikanischen Power-Pop-Sound, der gleichermaßen von Beatles-Gitarren-Pop wie von Punk und Hardrock beeinflusst war, und sind bis heute aktiv.

Bandgeschichte

Cheap Trick, die "amerikanischen Beatles", wie sie vor allem von der japanischen Presse betitelt wurden, gingen aus den Illinois-Bands Fuse und Nazz hervor, in denen unter anderem Gitarrist und Instrumentensammler Rick Nielsen sowie Bassist Tom Petersson in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren spielten, dabei jedoch noch keinen wirklichen Erfolg erzielen konnten. Erst als Nielsen, Petersson und Drummer Bun E. Carlos 1973 den neuen Sänger Randy Hogan anheuerten und sich in Cheap Trick umbenannten, gerieten die Dinge für die Gruppe langsam in Bewegung, und als Hogan kurze Zeit später durch den bis heute am Mikro stehenden Robin Zander ersetzt wurde, klappte es auch mit dem Plattenvertrag mit Epic Records. Stilistisch bezog die Band ihre Inspiration aus dem hooklastigen Pop-Rock der Beatles und kombinierte dieses Songwriting mit der Energie des damals noch jungen Punkrock, was sich in frühen Tracks wie I Want You to Want Me oder Clock Strikes Ten zeigte. Zusammen mit Bands wie Big Star oder The Knack wurden Cheap Trick rasch zur Speerspitze dieses unter dem Begriff Power-Pop bekannten Genres. Kommerziell beschränkte sich der Erfolg der Gruppe allerdings zunächst auf "exotische" Märkte wie Europa und vor allem Japan, wo Cheap Tricks erste drei Alben "Cheap Trick" (1977), "In Color" (ebenfalls 1977) und "Heaven Tonight" (1978) jeweils Goldstatus erreichten und die Band dort in kürzester Zeit zu Superstars machten. Es war dann auch das eigentlich für den japanischen Markt produzierte Livealbum "Cheap Trick at Budokan", das 1979 aufgrund des großen Erfolges auch in den USA veröffentlicht wurde und sich dort millionenfach verkaufte, mit dem sich Cheap Trick endlich auch auf dem einheimischen Markt etablieren konnten. Noch 1979 folgte das nächste Studioalbum "Dream Police", das allerdings schlechtere Kritiken als der Live-Vorgänger erhielt.

In den 1980ern wurde der Stil der Band mit Alben wie "All Shook Up", "One on One" oder "Standing on the Edge" zunächst experimenteller und beinhaltete auch Streicher, Elemente aus Heavy Metal und Funk sowie eine glattere Produktion, doch kehrten Cheap Trick im weiteren Verlauf des Jahrzehnts wieder zu ihren Power-Pop-Wurzeln zurück. Der kommerzielle Erfolg dieses kreativen Wechselspiels hielt sich jedoch in Grenzen; hinzu kamen einige Besetzungswechsel und juristische Streitereien um Tantiemenzahlungen, und angesichts fallender Verkaufszahlen wurden Rick Nielsen und Co von ihrer Plattenfirma dazu verdonnert, für das 1988er Album "Lap of Luxury" professionelle Songwriter hinzuzuziehen. Dieser Plan ging zumindest für das eine Album auf, denn mit der Power-Ballade The Flame gelang Cheap Trick ihr erster Nummer-Eins-Hit, während das Elvis Presley-Cover Don't Be Cruel vom selben Album ebenfalls die Top Ten erreichte. Danach war jedoch schon wieder Schluss mit dem Charterfolg, und kein weiteres Album sollte wieder die oberen Regionen der Charts erreichen. In den 1990ern hatten Cheap Trick dann auch noch Pech mit ihren diversen Plattenfirmen – erst verloren sie den Deal mit Epic, das Folgelabel Warner war mit den Verkaufszahlen des einzigen dort veröffentlichten Albums "Woke Up With a Monster" von 1994 ebenfalls unzufrieden, und das Indielabel Red Ant, bei dem die Band danach unterzeichnete, ging kurz nach Veröffentlichung der LP "Cheap Trick" von 1997 bankrott. Andererseits gelang es Cheap Trick durch Touren mit den von ihnen beeinflussten Top-Alternative-Bands jener Zeit wie Pearl Jam, Stone Temple Pilots oder den Smashing Pumpkins, Anschluss an die neue Generation von Rockfans zu finden, und 1997 brachte die Band gar in Zusammenarbeit mit Indie-Produzentenpapst Steve Albini eine Single auf dem Grunge-Hype-Label Sub Pop heraus. Auch durch die Beisteuerung des Titelsongs zur Kultserie "That 70's Show" (dt. "Die wilden Siebziger!"), das eine Neubearbeitung des Big Star-Songs In the Street darstellte, konnten sich Cheap Trick in der Neunziger-Popkultur neu verankern.

In den 2000ern vollzog sich dann auf verschiedenen Ebenen die Etablierung von Cheap Trick als eine der klassisch-kanonisch amerikanischen Rockbands. Neben der Wiederveröffentlichung der remasterten Siebziger-Alben wurden Songs der Band auch in Werbekampagnen ebenso wie in Videospielen der Marke "Guitar Hero" verwendet, und Cheap Tricks Heimatstadt Rockford ebenso wie der Bundesstaat Illinois würdigten das Schaffen der Band durch ein ihnen gewidmetes Autonummernschild (!) beziehungsweise 2007 gar die Ausrufung des 1. April als "Cheap Trick Day" (!!). Zudem huldigte die Band, die schon zuvor diverse Nummern der "Fab Four" gecovert hatte, dem wohl wichtigsten Album der Beatles durch eine komplette Liveaufführung von "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", die 2009 sowohl als Livealbum wie auch DVD veröffentlicht wurde. Das bislang jüngste Studioalbum von Cheap Trick erschien ebenfalls 2009 unter dem Titel "The Latest" und erschien nicht nur als CD und LP, sondern auch auf dem kultigen Siebziger-Tonträgerformat der 8-Track-Kassette.

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 1980 Found All the Parts (EP, 2 Livetracks, 2 Studiotracks)
Sonstige
  • 1979 Cheap Trick at Budokan (Livealbum)
  • 2009 Sgt. Peppers Live (Live-Coveralbum+DVD)

Referenzbands

Weblinks