Booker T. & the M.G.'s

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Booker T. & the M.G.'s
Booker T. Jones von Booker T. & the M.G.'s
Booker T. Jones von Booker T. & the M.G.'s
Herkunft: Memphis, Tennessee, USA
Aktiver Zeitraum: 19621977, seit 1994
Genres: Soul, R'n'B, Blues
Labels: Stax, Atlantic
Homepage: Booker T. Jones' Homepage
Line-Up:
Booker T. Jones: Tasteninstrumente
Steve Cropper: Gitarre
Donald "Duck" Dunn: Bass (seit 1965)
Steve Potts: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Lewie Steinberg: Bass (1962-1965)
Al Jackson, Jr.: Schlagzeug (1962-1975)
Willie Hall: Schlagzeug (1975-1977)

Booker T. & the M.G.'s sind eine Instrumental-Band aus Memphis, die als Haus-Backingband des Soul-Labels Stax maßgeblich den Sound des "Memphis Soul" prägte. Das Quartett begleitete unter anderem Größen des Genres wie Otis Redding, Wilson Pickett oder Sam & Dave und schrieb mit Green Onions auch eine eigene, millionenfach verkaufte Erfolgssingle.

Bandgeschichte

Die Geschichte der – voll entziffert Booker T. Jones and the Memphis Group lautenden – Band Booker T. & the M.G.'s ist untrennbar mit der des Soul-Labels Stax aus Memphis, Tennessee verbunden. Dieses südliche Gegenstück zu Detroits Soul-Hitfabrik Motown Records verpflichtete im Jahre 1962 das aus dem gerade mal siebzehn Jahre alten Booker T. Jones (Tasteninstrumente), Steve Cropper (Gitarre), Lewie Steinberg (Bass) und Al Jackson, Jr. (Schlagzeug) bestehende Instrumentalquartett als Backing-Band der aufstrebenden Soul-Superstars Wilson Pickett und Otis Redding sowie für zahllose weitere Acts der Plattenfirma. Jones und Konsorten waren dabei entscheidend für den Sound des Labels verantwortlich, der sich durch eine Betonung des Grooves gegenüber der starken Pop-Eingängigkeit der Motown-Releases (die ihrerseits fast alle von der Hausband The Funk Brothers musikalisch untermalt wurden) auszeichnete. Daneben veröffentlichte die Band aber auch eigene, ausschließlich instrumentale Platten, von denen die ebenfalls 1962 erschienene Debütsingle Green Onions – von manchen Kritikern als die beste Single aller Zeiten bezeichnet, später in zahllosen Filmsoundtracks von "American Graffiti" über "Quadrophenia" bis zu "Chicken Run" verwendet und bis heute der Trademark-Song der Band – gleich ein Top-3-Erfolg in den US-Charts wurde. Bis in die 1970er Jahre erschienen noch diverse weitere Alben der Gruppe, die aber nach wie vor hauptsächlich als Hausband der Stax-Acts eingespannt war.

Anfang der Siebziger zeigte sich bei Jones und Cropper zunehmende Unzufriedenheit mit der Stax-Labelpolitik, was schließlich darin resultierte, dass der Organist und der Gitarrist Label, Band und Heimatstadt noch vor Release des 1971er Albums "Melting Pot" verließen. Jackson und der 1965 für Lewie Steinberg hinzugekommene Bassist Donald "Duck" Dunn blieben Stax hingegen treu und spielten 1973 mit neuen Mitstreiten unter dem Bandnamen "The M.G.'s" ein titelloses Album ein. Im Herbst 1975 hatte sich das Kernquartett dann gerade wieder genug angenähert, um unter dem alten Bandnamen wieder aktiv zu werden, als Schlagzeuger Al Jackson, Jr. ermordet wurde. In Reaktion auf die Tragödie veröffentlichten Booker T. & the M.G.s nur noch das Album "Universal Language" mit dem renommierten Session-Drummer Willie Hall am Schlagzeug und lösten sich 1977 auf. Die einzelnen Mitglieder, längst selbst zu Legenden des Soul geworden, blieben zwar in zahlreichen anderen Musikprojekten aktiv (unter anderem als Band der Blues Brothers im gleichnamigen Film), doch erst in den 1980er Jahren kam es wieder zu vereinzelten gemeinsamen Auftritten unter dem alten Bandnamen. In den 1990ern spielten sie bei ausgewählten Gelegenheiten dann als Backingband für Größen der Musikgeschichte, darunter Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton und Aretha Franklin. 1992 wurden Booker T. & the M.G.'s in die Rock and Roll Hall of Fame eingeführt, und 1994 erschien das erste Album der Band seit siebzehn Jahren namens "That's the Way It Should Be".

Mit wechselnden Schlagzeugern – derzeit schwingt Steve Potts die Trommelstöcke – sind die 2007 mit einem Grammy für ihr Lebenswerk ausgezeichneten Booker T. & the M.G.'s auch fast fünfzig Jahre nach ihrer Gründung weiterhin aktiv; 2009 erschien zudem ein neues Album von Booker T. Jones namens "Potato Hole", auf dem er von Neil Young an der Gitarre begleitet wurde.

Kollaborationen

uff...

Diskographie

Alben
  • 1962 Green Onions
  • 1965 Soul Dressing
  • 1966 And Now!
  • 1966 In the Christmas Spirit
  • 1967 Hip Hug-Her
  • 1967 Back to Back (Livealbum)
  • 1968 Doin' Our Thing
  • 1968 Soul Limbo
  • 1969 Uptight (Soundtrack)
  • 1969 The Booker T Set
  • 1970 McLemore Avenue
  • 1971 Melting Pot
  • 1973 The MG's (als The MG's)
  • 1977 Universal Language
  • 1994 That's The Way It Should Be

Singles

Singles/EPs
  • 1962 Green Onions/Behave Yourself

Referenzkasten

  • Über die tatsächliche Bedeutung der Abkürzung "M.G.'s" rank(t)en sich diverse Legenden. Die allgemein akzeptierte lautet "Memphis Group", während der Stax-Produzent Chips Morman behauptete, die Gruppe sei nach dem britischen Sportwagen "MG" benannt.
  • Stax-Legende Isaac Hayes vertrat Booker T. Jones öfter live und im Studio an den Tasteninstrumenten.

Referenzbands

Weblinks