Benutzer:UU-ji

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Das Video ist mit dem, inzwischen auch als Vintage verhandelten, Rebirth als Plug-in für Cubase und mit Native-Instruments-Reaktoranteilen enstanden. Für die Einspielung wurde ein Vortrag von William S. Burroughs verwendet, der auch von Mark Stewart / Adrian Sherwood schon einmal verwendet wurde. Wie Burroughs erheben viele Schriftsteller über die Jahrhunderte hinweg den Anspruch, sich auch über die Musik zu bewegen. Es handelt sich um eine reine Software-Arbeit, genauer gesagt zwei, die 2000 und 2004 auf Elektro Music Department als EPs erschienen sind. Die Vorgehensweise ist die gleiche, wie bei allen 100-Records-Tracks. Zumeist dreht es sich um Synchronisationen langer Einspielungen (Streams) mit repetitiven Rhythmen. Anstelle des üblichen analogen Equipments wurde hier ausschließlich digitale Umgebung gewählt. Das fällt besonders, was die 808 / 909-Samples betrifft, ins Gewicht. Weniger Druck, aber genauere Kontrolle, minutiös, was die Art und Weise der Bearbeitungen betrifft. Auch ist ein genaueres Arrangement der Gesamttracks im Verlauf zu erreichen. Die Ursachen der möglichen Synchronisationen bleiben dennoch im Dunkeln, die Plötzlichkeiten von Unwahrscheinlichkeiten, die letztlich den Track begründen, sind an Überzeugungskraft auch durch Ketten von Argumentationen nicht zu übertreffen, so scheint es. So war der Einsatz der Orgel ab min. 2:31 durchaus nicht geplant, wurde aber, nachdem er sich fast identisch empfohlen hatte, hingenommen und angepasst. Das Wundersame ist, dass der Vortrag an diesem Punkt im Nachhinein zur Summe gelegt wurde und nicht etwa die Orgel sich an Burroughs Stimmführung orientierte. Was ist mit der Fruchtbarkeit, der Mystik, wenn selbst ein längerer Stream im Verlauf nur kontrolliert variiert? Die gibt der liebe Go – sie passiert auf Anhieb und überzeugt über lange Strecken, über Minuten hinweg wird eine Dramaturgie vorgestellt, die außerhalb des Fassungsvermögens während des Machens ist. Die Klangverhältnisse bleiben indes statisch und das kann auch frustrieren. Die Auflösungen und Zielpunkte ändern sich bei der Bearbeitung die ganze Zeit, das ist wahr. Es wird sich mehr in Fragen der Zeit als in Fragen des Klangs bewegt. Eine Geschichte oder Vorerzählung wird produziert oder reproduziert, als gäbe es ein Diktum: Bis zu einem Verstehen zu erfahren und nicht darüber hinaus. Das Prinzip wird deutlicher, wenn ein weiteres Ergebnis von der ersten EMD-EP hinzugezogen wird: 100 Records – Crazy Comets (2000) [1] bei Vimeo. Die Visuals habe ich soeben von Youtube runtergeladen und am Stück drübergelegt. Wer eine Asynchronizität bemerkt und begründen kann, bitte melden. Wie ist das zu erklären, dass ich während des gesamten Videos keine einzige Asynchronizität benennen kann?

audiovisual spacediving, Circumferential, Passive Musik Berlin, 2012. you can follow the timing at the top right hand (date and time) and the timings of the field recordings below the middle right hand (in grey). right hand at the bottom the names of the locations. this one without streetview. the stream is a random stream in radio aporee ::: maps, recorded live. a way for lonesome musicians to travel the world with their equipment. Als zweites Beispiel habe ich ein möglichst unspektakuläres Stück von 2012 gewählt, bei dem, neben dem Zufallsstream per radio aporee ::: maps im Rahmen eines Projekts Audiovisual Spacediving, ausschließlich auf analoges Equipment zurückgegriffen wurde. Die Aufnahme erfolgte in Summe über das Mischpult und wurde im Nachhinein nur leicht – so wenig wie möglich – gecuttet und gemastert. Die Rhythmen sind hier stark verschleppt, die 808, das dürfte dennoch deutlich sein, ist entgegen der 909 im Burroughs-Stück nicht gesamplet. Die langsamen Bewegungen der Variationen erfolgen kaum quantisierbar linear. Wohin geht die Reise? Über das Erfahrene, die Erfahrungshorizonte, hinaus? Die Fader und Potis wurden im Fluss bedient, das Navigieren mit den Zufallsfiles, zum Teil auch per Streetview, am Bildschirm erfolgte interimsweise. Im Rahmen des Soloprojekts (daher die wenigen Bewegungen am Screen) wurde eine einwöchige Simultan-Marathonsession unternommen, in deren Verlauf auch kulturelle Grenzen synchronisierter Zufallsstreams ausfindig gemacht wurden. Zeitnaher Erfahrungsbericht (.en): [2]. Ein Straßenmusikset als berührbares Hologramm auf dem Marktplatz von Chongqing wurde anvisiert. Zur neuen Mobilfunkgeneration 5G.

Schon die Vorstellung, dass es sich um ein Sample und nicht eine Analogmaschine handelt, so habe ich irgendwann entschieden, kann dazu führen, dass eine Bass nicht mehr pumpt, sondern pufft und ein HiHat nicht zischelt, sondern patscht. Bässe drücken nicht, sondern brummen. Die Mitten verhalten sich, als würde einem eine Torte ins Gesicht geschleudert. Das liegt an der Porösität des Konzepts Sample selbst und wird auch in hundert Jahren nicht behoben werden. Ein Sampler, der seine Eigenschaften nicht preisgibt, ist bis heute kein anerkannter Sampler. Was erst mit dem Sampeln per Software? Ein anerkannter Sampler besticht durch seine Eigenheiten. Das betrifft auch die kalte Statik der Resultate hinsichtlich der Rhythmen. Es kann sich dagegen zum Beispiel ein Sync-to-Midi/USB-Interface empfehlen, um den Computer von der 808 steuern zu lassen. Oder gleich ein analoger Sequencer. Was der Computermusik bleibt, ist, sich neben den spezifischen Vorteilen und Nachteilen ihrer Produktionsmethoden ein eigenes Image und eigene Klänge zuzulegen. Die Verfahrensweisen wollen angesprochen und soweit wie möglich als Differenz zu anderen Weisen, Musik zu machen, verstanden werden. Nachbildungen traditioneller oder auch elektronischer Instrumente oder Devices sind als Consumerprodukte zu verstehen und nicht darüber hinaus, soweit sie nicht über die Anwendung hinaus legitimiert sind. Sobald sie in einem Plan einen Platz haben, der Sinn ergibt, sind sie auf trashigste Weise legitimiert.

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Alle per Youtube eingebetteten Videos in einer Playlist: [3]

Peking-Oper? [4] bei der de.wiki. Artikel Sieg über die Sonne (Oper) [5] bei der de.wiki. Hier: Ferneyhough für Anfänger.

  • Kann es sein, dass die Populäre Musik sich genauso intensiv mit der Ausdifferenzierung von Deessentialisierungsstrategien befasst, wie die Neue Musik mit Essentialisierungsstrategien?
  • Zum Erschließen von Chartsmusik empfiehlt sich aus musikwissenschaftlicher Perspektive zuweilen eine Einstellung, die besagt: Wenn ich das Zeug nicht höre, hört es niemand in der Welt ...
  • Zur Ästhetik einer Musik jenseits der Zeit. Frequenzfreie Musiktheorie (WiP bis Dezember 2020) [9] bei Wordpress. Stand: Dezember 2018.

MimmiMess@t-online.de | Subject: List


Circumferential – Berlin, Exquisite City I-III (2013-2016, 300 Seiten zur Berliner Peripherie. Berlins Satellitenstädte und zur Elektronischen Musik in 3 PDFs und auf einer Html-Seite mit 287 großen Fotos, 11 Musikstücken und 15 Field Recordings. 2.6 GB Downloadlink, auf Anfrage).

U-ji – Trilogie THE AGGRESSIVE SOCIETY

„Ob jemand etwas will oder nicht, darf er es nicht.“

Teil 1: Ein säkulares Rauschen durchzieht die Welt und meine Träume / Endstation Helmholtzplatz (PDF 2016/2017, 36 Seiten, auf Anfrage)

Teil 2: Crypta musica (PDF 2017, 39 Seiten, auf Anfrage)

Teil 3: Bed⊋rfnisbefriedigung und Gl⊋ck (PDF 2018, 20 Seiten, auf Anfrage)

App Melody-Only (in Konstruktion, Vormerkung). Melody-Only soll es ermöglichen, Sätze aus der gesprochenen Sprache, Unterhaltungen zum Beispiel, so wiederzugeben, dass nurmehr Satzmelodie und Dynamik erhalten bleiben. Auf diese Weise sollen auf Knopfdruck per Smartphone Affekte in Gesprächen oder bei Vorträgen nachweisbar sein. Darüber hinaus soll es Spaß machen, damit umzugehen. Vielleicht lassen sich Kammermusiken aus kurzen Gesprächsverläufen generieren.

Schutzgebühr für die Pakete (Download) je 99 Cent. MimmiMess@t-online.de | Subject: Title


Links und Permalinks:

Lennie Tristano, Bill Evans und die New Age Steppers

Alan Vega

Brian Ferneyhough – Missa Brevis

19 Musikstücke aus dem Jahr 1968 mit Anmerkungen (2018), Liste 50 Jahre 68

Brexit und die Bedeutung für die Musik im Europa der nächsten zehn Jahre

Ockeghem, Graindelavoix, Suicide

Negativliste: Unbesetzte Autoritäten 2018

Claude Lévi-Strauss, Hans-Georg Gadamer, Henri Bergson. Mit der Schönheit kommt die Angst

Performanz, Valse Musette: Sous le Ciel de Paris

Das Irrationale in der Musik, Baudrillard und Retro, Musikologie für verdrehte Welten

1996, Gilles Deleuze und das Paradies der totalen Ableitung

Qu'un son impur abreuve nos sillons

Die Dreigroschenoper und ein Bezug zum 21. Jahrhundert

Gesangstechnik Frank Z.

Bilddateien: Verlaufsplan Kendrick Lamar / SZA – All the Stars (2018), Gaußsche Glocke / Normalverteilung Prenzlauer, Ecke Danziger.

Neue Musik:

1. Teil: Anmerkungen zu William Doughertys The New Normal von 2017.

2. Teil: Anmerkungen zu James Tenneys Harmonium #5 (for violin, viola and cello, von 1978).

3. Teil: Anmerkungen zu Bernhard Langs Monadologie XII (3/3) von 2011 / 2013.

4. Teil: Anmerkungen zu Claude Viviers Et je reverrai cette ville étrange (1988).


Zitierkonventionen für hier gelistete Artikel

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