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Pop in Deutschland

Folgt man der Logik der Fernsehreihe "Pop 2000", gab es vor dem Jahr 1950 in Deutschland keine Popmusik im heutigen Sinne des Wortes. Das ist einerseits richtig, da erst mit dem Durchbruch von Rock'n'Roll vom eigentlichen Pop gesprochen werden kann – obwohl die seit den 1930ern international ebenfalls extrem einflussreiche Musikrichtung des Swing auch in Deutschland bis 1933 (und im Verborgenen auch während des Dritten Reiches) erfolgreich war. Geht man in der Definition der Populärmusik noch weiter zurück, landet man bei Cabaret und frühem Schlager in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, denen im 19. Jahrhundert verschiedene Formen des Volks- und Kunstliedes vorweggingen. Eine weitere Wasserscheide in der Musikgeschichte ist – ebenfalls nicht nur in Deutschland – die Erfindung des Tonträgers und des Radios, was eine massenhafte Verbreitung von Musiktiteln erst möglich machte. Setzt man bei den Anfängen der populären Musik an, landet man schließlich bei den nichtsakralen Werken von klassischen Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven oder Wolfgang Amadeus Mozart (zwar Österreicher, aber zum deutschsprachigen Kulturraum zählend), die immer wieder selbst bis in die Pop- und Rockmusik unserer Tage hineinwirken.

Im Indiepedia-Kontext hingegen empfiehlt es sich, ungefähr der "Pop 2000"-Definition zu folgen und mit den 1950er Jahren in der deutschen Pop-Geschichtsschreibung zu beginnen.


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