Antifolk

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Abgrenzung
Ursprünge: Punk, Folk, Singer/Songwriter
Herkunft: New York City
Zeitraum: seit Mitte der 80er
Anders als: Alt. Country

Einführung und Geschichte

Die Antifolk-Bewegung entstand Mitte der 1980er Jahre in New York. Sie wollte keine Gegenbewegung zum Folk an sich sein, sondern vielmehr zum kommerzialisierten Abklatsch dessen, was der ursprüngliche Folk war - eine Art, Geschichten zu erzählen, nicht nur noch eine Maschine für leere Worthülsen über Liebe und Patriotismus. Da dieser "neue", entseelte Folk aber eben immer noch Folk genannt wurde, wollte man mit dem Antifolk wieder an den eigentlichen Folk erinnern.

Zentrum dieser Szene war und ist das Sidewalk Café, in dem Open Mics jedem die Möglichkeit geben, seine Stücke darzubieten. Antifolk ist deshalb nicht auf einen bestimmten Musikstil beschränkt, klingt aber wegen der einfachen Aufnahmeverfahren (Wohnzimmer, Vierspurgerät) immer sehr Lo-Fi.

Globale Bekanntheit erlange der Antifolk erst mit der Veröffentlichung des Debütalbums von The Moldy Peaches bei Rough Trade. Seitdem ist der Begriff Antifolk nicht mehr unbedingt auf New York beschränkt, weil die New Yorker durch die nun möglichen ausgedehnten Europatouren viele Kontakte mit ähnlich arbeitenden Musikern und Szenen geknüpft haben. So existiert z.B. enge Zusammenarbeit mit dem Herman Düne-Umfeld in Paris.

Das mittlerweile namhafte Mitglied der Moldy Peaches, Adam Green, ist in Deutschland, Österreich und Spanien seit seinem zweiten Solo-Album "Friends Of Mine" sehr erfolgreich. Im Gegensatz zu seinem Erstling "Garfield" wurde "Friends Of Mine" professionell produziert, von Lo-Fi kann keine Rede mehr sein. Journalisten und Rezensenten verzichteten daher auf Einsatz des "Antifolk" labels, und der New Yorker Szene blieb ein größerer Hype erspart.

Vorläufer

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Bands und Musiker:

Wichtige Alben:

  • The Moldy Peaches - s/t
  • Adam Green - s/t (in USA als "Garfield" veröffentlicht)
  • Kimya Dawson - I'm sorry that sometimes i'm mean
  • Jeffrey Lewis - The last time I did acid I went insane
  • Herman Düne - Mas Cambios

Wichtige Labels

Literatur