Alice in Chains – Dirt

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Dirt
Alice in Chains
Veröffentlicht: 29. September 1992
Label & Vertrieb: Columbia
Albumlänge: 57:35 Min.
Produziert von: Dave Jerden und Alice in Chains
Genre: Grunge
Formate: LP, CD
Singles: 1992 – Would?
1992 – Them Bones
1993 – Rooster
1993 – Angry Chair
1993 – Down in a Hole
Chronologie

1990Facelift

Dirt

1995Alice in Chains

Andere:
1992SAP
1994Jar of Flies

"Dirt" ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Grunge-Band Alice in Chains. Es wurde 1992 auf Columbia Records veröffentlicht, von Dave Jerden und der Band selbst produziert und gilt als eines der wichtigsten Alben des Genres.

Zum Album

Das Quartett Alice in Chains war zum Zeitpunkt des Releases ihres zweiten Albums "Dirt" im Herbst 1992 längst keine unbekannte Größe auf dem Musikmarkt mehr. Der Major-Einstand der Band namens "Facelift" von 1990 hatte seinerzeit Gold eingefahren und den eigentlichen Hype um Seattle bereits etwa zwei Jahre vorweggenommen. Anfang 1992 war zudem die akustische EP "SAP" erschienen, die dem doomigen Hardrock der bisherigen Alice in Chains-Veröffentlichungen einen klanglichen Kontrapunkt entgegengesetzt hatte. Hinzu war noch der Auftritt der Gruppe in Cameron Crowes Seattle-Film "Singles" gekommen, wo die Band neben dem "Facelift"-Song It Ain't Like That auch den neuen Song Would? gespielt hatte.

Die Öffentlichkeit war also ohnehin bereits auf neues AIC-Material gespannt, was durch die von Nirvanas und Pearl Jams (und in geringerem Maße auch Soundgardens) phänomenalem Erfolg inzwischen voll ausgelöste Grunge-Hysterie allerdings noch eine wesentlich andere Dynamik entwickeln sollte. Im Zuge dessen entwickelte sich "Dirt" zum vierten Megaseller des Jahres und füllte perfekt die Lücke zwischen Nirvanas aufmüpfigem Punk-Noise-Pop, Pearl Jams selbstkritisch-problembewußtem Stadionrock und Soundgardens krummgetaktetem Schnell-Langsam-Metal mit einer Mischung aus tonnenschwerer Drogendepression, schwermütig-wunderbaren Vokalharmonien und treibenden Rockstücken. Textlich ging es zumeist um Sänger Layne Staleys Drogensucht, wie bereits Titel wie Junkhead, Angry Chair oder God Smack deutlich machten. Andere Titel wie Sickman oder Dirt gaben dem Selbstekel der Generation X ein klangliches Gegenstück, während Down in a Hole oder Rain When I Die den depressiven Grunge-Song als solchen darstellen. Im ungelisteten zehnten Track Iron Gland hingegen (bei dem Slayers Tom Araya eine Parodie auf Black Sabbaths Iron Man zum Besten gibt) scheint ein Echo des früheren schwarzen Humors auf – Erbe der Bandvergangenheit, als Alice in Chains noch The Diamond Lie hießen und Sleazemetal spielten.

Insgesamt gilt "Dirt" als eines der erfolg- und einflussreichsten Alben der Grunge-Geschichte und hat sich bis heute weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkauft. Dafür markierte es aber auch den Wendepunkt in der tragischen Lebensgeschichte der Band Alice in Chains und insbesondere ihres Sängers.

Line-Up

Tracklisting

US-Version

  1. Them Bones (2:30)
  2. Dam That River (3:09)
  3. Rain When I Die (6:01)
  4. Down in a Hole (5:38)
  5. Sickman (5:29)
  6. Rooster (6:15)
  7. Junkhead (5:09)
  8. Dirt (5:16)
  9. God Smack (3:50)
  10. Iron Gland (ungelistet) (0:43)
  11. Hate to Feel (5:16)
  12. Angry Chair (4:47)
  13. Would? (3:28)

Die internationale Version des Albums hatte eine veränderte Tracklist, in der Down in a Hole an vorletzter Stelle stand.

Internationale Version

  1. Them Bones (2:30)
  2. Dam That River (3:09)
  3. Rain When I Die (6:01)
  4. Sickman (5:29)
  5. Rooster (6:15)
  6. Junkhead (5:09)
  7. Dirt (5:16)
  8. God Smack (3:50)
  9. Iron Gland (ungelistet) (0:43)
  10. Hate to Feel (5:16)
  11. Angry Chair (4:47)
  12. Down in a Hole (5:38)
  13. Would? (3:28)

Singles

Weblinks