Streetart

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Wuppertal ist eine dieser Städte, die Spiel- und Sportplätze dichtmacht, um nicht mehr für den Unterhalt aufkommen zu müssen. Frustrierte Kinder und Jugendliche wandten sich nun an das Wuppermonster Oberbarmen vom Klingholzberg,

Als Streetart (auch Street Art; Street-Art oder einfach Urbane Kunst) wird eine Kunstrichtung bezeichnet, die die Straße oder andere freie Plätze als Ausstellungs- und Aktionsraum begreift. Eine Definition von Streetart als Kunstform erweist sich jedoch insofern als schwierig, da die Kunst als solche manchmal weder käuflich noch legal ist, wie es bei herkömmlicher Kunst der Fall ist. So definiert das Wiener Institut für Graffiti-Forschung Street Art als "kostenlos zugänglich und außerhalb etablierter Orte der Kunstvermittlung anzutreffen" und gibt als Beispiel an, dass Street Art "von der offiziellen Verhüllung des Reichstags in Berlin bis zum inoffiziellen Sticker am Stromkasten" reiche. Künstlerisch aufgeschlossene Stadtverwaltungen behandeln diese Form von Kunst als "Schenkung". Andere stellen sogar offiziell Freiflächen zur Verfügung.

Einführung und Geschichte

Die Streetart und die mit ihr verwandte Fassadenmalerei erfährt seit Anfang des neuen Jahrtausends einen regelrechten Boom. In Metropolen wie West Berlin existiert Streetart jedoch schon seit Anfang der 80er, während sie sich in Düsseldorf bereits im Jahr 1977 als Ausdrucksmittel bedrängter Kunststudenten ansiedelt. [1] Streetart ist aber kein national begrenztes Phänomen. Schon ab 1920 tauchen in Mexiko nach vollendeter Revolution die ersten großflächigen Wand- und Fassadenbilder im öffentlichen Raum auf, um auch bei Analphabetinnen und Analphabeten so etwas wie ein historisch-ideologisches und auch ästhetisches Bewusstsein zu erzeugen. Spätestens seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wird hier vom Muralismo als eigenständiger, wenn nicht sogar staatstragender Kunstform gesprochen. Sie verbreitet sich nach und nach über den gesamten südamerikanischen Kontinent. Die Deutsche Demokratische Republik greift den sozialistisch geprägten Muralismo ebenfalls auf und unterwirft ihn den Prinzipien des Sozialistischen Realismus, wie etwa dem kommunistisch geprägten Personenkult und der Verherrlichung des Arbeiter- und Bauernstaates. Im Jahre 1978 wird in Oullins bei Lyon eine heute weltweit aktive Wandmalgruppe namens CitéCréation tätig, die den Muralismo nach und nach von seinem sozialistisch geprägten Mief befreit und ganz eigene Stilmerkmale entwickelt. Der Potsdamer Ableger CreativeStadt zählt heute mit dem Düsseldorfer Verein Farbfieber zu den aktivsten Streetart-Gruppierungen in Deutschland.

Im Gegensatz zu Graffiti will Streetart nicht nur auf die einzelnen KünstlerInnen als solche aufmerksam machen- ihr Hauptziel ist es, eine Straße zu verschönern. Vor allem will sie die BewohnerInnen einer Stadt dazu auffordern, genauer hinzuschauen, um einen Blick für Details zu entwickeln. Sie soll die BetrachterInnen zum selbstständigen Handeln animieren.

Streetart und Graffiti stehen häufig in Konkurrenz zueinander. Meistens sind es in ihren Fähigkeiten beschränkte Graffitisprayer, die das Ende einer bestellten oder unbestellten Malerei einläuten. Streetartists machen sich ähnlich wie Graffitisprayer strafbar, wenn sie ihre Kunst ungefragt an Bussen und S-Bahnen, Stromkästen, Häuserwänden, Dachrinnen und Strassenschildern platzieren. Geduldet werden allerdings ohne Rückstände entfernbare Objekte wie die Farbeimerdeckel (smily-_-lids) in Berlin.

Erscheinungsformen

Die häufigste Erscheinungsform von Streetart ist der Sticker. Hier erfreuen sich vor allem die Postalsticker der Deutschen Post grosser Beliebtheit. Fast ebenso häufig treten aus Papier ausgeschnittene, zweidimensionale Poster (Cut-Outs) auf, die mit Tapetennkleister befestigt werden. Auch Stencils können mit zu Street Art gezählt werden. Weitere Erscheinungsformen sind Kreidezeichnungen, Roll-Ons und 3D- Installationen. Der Phantasie der Streetartists sind jedoch hier keine Grenzen gesetzt.

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Wichtige Streetartists

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