Work in Progress

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Ein Work in Progress (Anglizismus für fortschreitende Arbeit) ist Teil eines Denkmodells, bei dem die sukzessive Entwicklung eines in etwa erwarteten Resultats in Form von als unvollendet gedachter Zwischenergebnisse zur Verfügung gestellt wird. Damit einher geht eine Dekonstruktion einer Veröffentlichungspolitik als solcher. Eine Arbeit als Work in Progress ist auf diese Weise insbesondere als Annäherung an ein Live-Geschehen zu verstehen. Siehe auch den Artikel Live-Elektronik.

Hintergund

In der Musik ist ein Work in Progress zunächst programmatischer Natur, in den Zwischenergebnissen finden sich musikalische Spezifika anscheinend ebenso wenig wieder, wie in den Endergebnissen. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Formulierungen oder Affektrepräsentationen, die in einem über Jahre anerkannten Resultat von vornherein keinen Platz hätten, in den Zwischenergebnissen vorkommen können. Dem Work in Progress steht somit der Klangfetischismus ebenso gegenüber, wie es bei Ansprüchen auf One-Take- oder editfreie Vorgehensweisen der Fall sein kann. Remaster historischer Aufnahmen können in eben diesem Sinn verstanden werden – als Entwicklung des ursprünglichen Texts.