Weezer

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Weezer
Weezer 2007(v.l. Patrick Wilson, Brian Bell, Rivers Cuomo, Scott Shriner)
Weezer 2007
(v.l. Patrick Wilson, Brian Bell, Rivers Cuomo, Scott Shriner)
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1992
Genres: Power-Pop, Emo
Labels: Geffen
Homepage: Weezer.com
Line-Up:
Rivers Cuomo (Gesang, Gitarre)
Pat Wilson (Schlagzeug)
Brian Bell (Gitarre seit 1994)
Scott Shriner (Bass seit 2001)
Ehemalige Mitglieder:
Jason Cropper (Gitarre von 1992 bis 1993)
Matt Sharp (Bass von 1992 bis 1997)
Mikey Welsh (Bass von 1998 bis 2001)

Weezer waren und sind seit ihrem Debüt von 1994 eine der stilprägenden alternativen Rockbands der Post-Nirvana-Ära. Mit ihrer Verbindung von College-Rock-Strukturen, Punk- und Metal-Einflüssen und an 50er-Jahre-Doo-Wop erinnernde Harmonien samt des Geek-Rock-Prototypen Rivers Cuomo als kreativem Kopf erlangte die Band aus Los Angeles rasch Kultstatus und auch kommerziellen Erfolg.

Bandgeschichte

Die Bandgeschichte von Weezer ist vor allem durch ständige Höhen und Tiefen sowie diverse Wechsel der Bassisten gekennzeichnet. Dreh- und Angelpunkt der Band ist seit 1992 bis heute Frontmann Rivers Cuomo, der neben seinen sehr persönlichen Texten wohl vor allem durch seine schwarze Hornbrille und sein kauziges Verhalten berühmt geworden ist. Anfang der 90er Jahre gründete er in Los Angeles zusammen mit Pat Wilson, Jason Cropper und Matt Sharp Weezer. Nach der Vertragsunterzeichnung mit Geffen begannen die Arbeiten am ersten selbstbetitelten Album, welches 1994 vor allem unter dem Namen "Blaues Album" berühmt wurde und in Amerika riesige Erfolge – inklusive Dreifach-Platin, sowie diverse MTV Awards – erzielen konnte. Nachdem während den Arbeiten am Album Gründungsmitglied Jason Cropper ausgestiegen war, wurde dieser durch Brian Bell ersetzt, der bis heute der Band angehört.

Nach den Wellen der Begeisterung, die unter anderem auch auf das Video zu "Buddy Holly" zurückzuführen sind, begannen die Arbeiten an einer mysteriösen, bis heute nie offiziell erschienenden Science-Fiction-Rock-Oper namens Songs From the Black Hole. Einige Songs davon kamen dann auf den tatsächlichen Nachfolger des blauen Albums: "Pinkerton" (weitere Songs aus der geplanten Rockoper befinden sich auf Rivers Cuomos Soloalben Alone und Alone II[1]). Das zweite Album erschien 1996, floppte im Vergleich zu seinem Vorgänger und wird dennoch von eingefleischten Fans bis heute als vielleicht stärkstes Album der Band bezeichnet, unter anderem weil Rivers Cuomo noch schonungsloser seine Gefühle in den Texten offen legt. Der Misserfolg führte allerdings dazu, dass Weezer die Songs von "Pinkerton" bei ihren Konzerten bis heute weitestgehend aussparen. In der Folgezeit verließ Matt Sharp die Band, um sich seiner Band The Rentals zu widmen; bis heute hält er sich durch diverse Soloprojekte im Gespräch. Nachfolger am Bass wurde Mikey Welsh, der allerdings eher früher als später nach Erscheinen des "Grünen Albums" den Dienst quittierte und sich angeblich wegen den Folgeschäden der Bandmitgliedschaft in psychiatrische Behandlung begeben musste (Welsh starb 2011, vermutlich an den Folgen einer Medikamentenüberdosis).

Nach der langen Pause von fünf Jahren und nachdem niemand mehr mit einem neuen Weezer-Album gerechnet hatte, erschien das "Grüne Album", welches an alte Zeiten und Erfolge anknüpfte und den Fokus wieder mehr auf die poppigen Melodien richtete. Weezer erlebten einen zweiten Frühling und veröffentlichten mit Island in the Sun einen perfekten Sommer-Ohrwurm, der aufgrund des großen Hit-Potentials ein weiteres Mal auf dem nächsten Album "Maladroit" erschien. In der Retroperspektive ist diese Platte allerdings zu einem Schnellschuss geraten, der den Namen der Band in den Medien halten sollte und durchaus einige tolle Songs bietet, aber leider auch einige Schwächen offenbart. Das "Schwarze Album" namens "Make Believe" knüpfte 2005 leider genau dort an und ließ die Fans zweifeln, ob es Weezer und allen voran Rivers Cuomo noch ein weiteres Mal schaffen würden, großartige Songs wie in vergangenen Tagen zu schreiben.

Im Juli 2006 erklärte Rivers Cuomo in einem Interview mit MTV, dass er sich nicht vorstellen kann, dass Weezer jemals wieder ein Album veröffentlichen. Er erklärte, dass er zwar weiterhin Songs schreibe, sich deren Veröffentlichung jedoch weder mit der Band noch solo vorstellen könnte. Auch ein "Greatest Hits"-Album lehnte er ab, weil er nicht glaubt, dass es dafür genug gute Songs in der Bandgeschichte gibt. Nur einen Monat später wurden diese Trennungsgerüchte von der Band offiziell dementiert. Die im Mai 2006 online gegangen Seite albumsix.com kündigte ein neues Album für 2008 an. Im Dezember stellte sich jedoch heraus, dass diese Meldung sowie die Seite von Fans gemacht wurden und Weezer keinerlei Pläne für ein neues Album hegten. Cuomo veröffentlicht kurz darauf ein Soloalbum. Im April 2008 wird dann für Juni doch ein neues Album offiziell angekündigt. Es ist wieder selbstbetitelt und rot und produziert von großen Namen wie Rick Rubin, Jacknife Lee und Rich Costey.

Im August 2009 kündigte die Band in ihrem MySpace-Blog ein weiteres Album an, welches bereits im Oktober diesen Jahres erscheinen soll. Überraschenderweise wurde einige Tage später auch gleich die Veröffentlichung der ersten Single (If you're wondering if I want you to) I want you to am 25. August 2009 angekündigt.[2] Nicht ganz 2 Wochen zuvor ist der Song bereits ins Internet geleaked, aufgrund eines Fehlers der Kaufhauskette Wal-Mart, die den Song frühzeitig in ihrem Downloadshop anbot.[3] Der Song war Vorbote für das zwei Monate später erscheinende Album Raditude.
Im September 2009 eröffnen Weezer die Live Official Bootleg Series auf ihrer Homepage, dort kann man gegen Bezahlung diverse Live-Aufnahmen und Fotos der Band erwerben. Ein Jahr später erscheint mit Hurley (benannt nach dem Charakter Hugo "Hurley" Reyes aus der Fernsehserie Lost, welcher auf dem Cover des Albums zu sehen ist) das bereits achte Album von Weezer. Kurz darauf gab die Band bekannt bereits schon wieder an neuen Songs zu arbeiten.[4]

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

  • 1994 Undone – The Sweater Song
  • 1994 Buddy Holly
  • 1995 Say It Ain't So
  • 1996 El Scorcho
  • 1996 The Good Life
  • 1997 Pink Triangle
  • 2001 Hash Pipe
  • 2001 Island In The Sun
  • 2001 Photograph
  • 2002 Dope Nose
  • 2002 Keep Fishin'
  • 2005 Beverly Hills
  • 2005 We Are All On Drugs
  • 2005 Perfect Situation
  • 2006 This Is Such A Pity
  • 2008 Pork and Beans
  • 2008 The Greatest Man That Ever Lived (Variations on a Shaker Hymn) (Digital)
  • 2008 Troublemaker
  • 2008 Dreamin'
  • 2009 (If you're wondering if I want you to) I want you to (25. August)
Compilations

Kompilationsbeiträge

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ
1994 Weezer (Blue) 21 16 23 - - - - 35 22 -
1996 Pinkerton 65 19 43 41 - 4 - 18 35 -
2001 Weezer (Green) - 4 31 15 - 8 42 7 - 25
2002 Maladroit 29 3 16 22 44 22 42 4 11 -
2005 Make Believe 32 2 11 17 58 15 45 7 13 20
2008 Weezer (Red) 60 4 21 39 - - 81 21 - 15
2010 Hurley - 6 - - - - - - - -
2010 Death to False Metal - 48 - - - - - - - -
Singles
1995 Undone: The Sweater Song - 57 35 - - - - - - -
1995 Buddy Holly - - 12 - - 14 - - - -
1995 Say It Ain't So - - 37 - - - - - - -
1996 El Scorcho - - 50 - - 10 - - 18 -
2001 Hash Pipe - - 21 - - - - - - -
2001 Island in the Sun - - 31 - - - 17 - - 47
2002 Keep Fishin' - - 29 - - - - - - -
2005 Beverly Hills 97 10 9 50 - - - - - 31
2005 We Are All On Drugs - - 47 - - - - - - -
2005 Perfect Situation - 51 - - - - - - - -
2008 Pork and Beans - - 40 - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Musikexpress Intro Spex Intro Rolling Stone Visions
1995 Weezer (Blue)
-
-
-
-
- - - 11
1996 Pinkerton
-
-
-
-
- - - 10
2001 Weezer (Green)
-
-
6
10
45 17 26 6
2002 Maladroit
-
-
29
-
- - - -
Singles
1995 Buddy Holly
35
-
-
-
- - - -
2001 Hash Pipe
-
-
-
-
- 24 - 7
2001 Island In The Sun
-
18
-
25
35 9 17 4
2008 Pork & Beans
-
-
44
-
- - - -

All Time Charts

Weezer (Blue)
Pinkerton
Weezer (Green)
Island in the Sun

Referenzbands

  • Es ist schwer artverwandte Bands zu nennen, da Weezer einen ziemlich eigenen Stil haben. Im Kern erinnern die – sowohl musikalisch, als textlich – relativ simplen Songs eher schon an frühe Tocotronic gepaart mit etwas amerikanischen Westküstenpop. Die experimentelle, kalifornische Indierock-Band CAKE wird, wie auch OK Go, vom Sound und von den Texten her gerne mit Weezer verglichen. Als britisches Gegenstück zu Weezer könnte man die Band Ash nennen. Als "weibliches Gegenstück", im Zuge deren Erfolgs Geffen übrigens auch Weezer signten, wurden eine Zeitlang that dog. gehandelt.
  • Drummer Pat Wilson betreibt ein Seitenprojekt namens The Special Goodness
  • beeinflusst von: Ramones, Beach Boys
  • beeinflussten: Muff Potter

Coverversionen

Weezer covern ...

Weezer werden gecovert von ...

Videoclips

Weblinks

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  1. http://www.metafilter.com/91496/Blast-Off-Up-to-the-stars-we-go
  2. http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=4888648&blogID=505467874
  3. http://www.visions.de/news/11570/Weezer-Single-Leak
  4. http://www.visions.de/news/13262/Newsflash
  5. http://pitchfork.com/news/36980-latest-weezer-wtf-collaborations-gossip-girl-star-adam-lambert/
  6. http://pitchfork.com/news/39255-weezer-team-up-with-ryan-adams/
  7. http://pitchfork.com/news/38516-titus-andronicus-and-vivian-girls-cassie-ramone-cover-weezer/